
Wagenknecht vollzieht politische Kehrtwende: BSW-Chefin attackiert AfD wegen Trump-UnterstĂŒtzung
Die politische Landschaft Deutschlands erlebt derzeit ein bemerkenswertes Schauspiel der Wendehalsigkeit. Sahra Wagenknecht, die noch vor wenigen Wochen mit der AfD liebĂ€ugelte und sogar Kooperationen in Aussicht stellte, schlĂ€gt nun plötzlich scharfe Töne gegen die Alternative fĂŒr Deutschland an. Der Grund fĂŒr diese abrupte Kehrtwende? Die NĂ€he der AfD zu US-PrĂ€sident Donald Trump.
Von der AnnÀherung zur Attacke
Es ist noch nicht lange her, da klang es aus dem Lager des BĂŒndnis Sahra Wagenknecht ganz anders. Nach dem desaströsen Scheitern an der FĂŒnf-Prozent-HĂŒrde bei der Bundestagswahl im Februar suchte die BSW-Vorsitzende die NĂ€he zur AfD. Besonders in ThĂŒringen, wo das BSW gemeinsam mit CDU und SPD regiert, wurden GesprĂ€che mit der Oppositionspartei nicht nur gefĂŒhrt, sondern auch öffentlich begrĂŒĂt. Doch nun wirft Wagenknecht der AfD vor, ihre WĂ€hler getĂ€uscht zu haben â ein Vorwurf, der angesichts ihrer eigenen politischen Volten besonders pikant erscheint.
Die ehemalige Linken-Politikerin kritisiert, dass die AfD weiterhin zu Trump halte, obwohl dieser mittlerweile den Druck auf Russland erhöhe. "So wie Trump seine WĂ€hler getĂ€uscht hat, hat es damit auch die an Trump orientierte AfD, da viele BĂŒrger gerade im Osten die Partei auch aus friedenspolitischen Motiven gewĂ€hlt haben", tönte Wagenknecht gegenĂŒber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.
Trump als SĂŒndenbock fĂŒr eigenes Versagen?
Was Wagenknecht dabei geflissentlich ĂŒbersieht: Die WĂ€hler der AfD haben die Partei kaum wegen ihrer Haltung zu Trump gewĂ€hlt, sondern weil sie endlich eine Alternative zur desaströsen Politik der etablierten Parteien sehen. Es geht um Migration, innere Sicherheit, den Erhalt traditioneller Werte und den Kampf gegen die ideologische Bevormundung durch links-grĂŒne Eliten. Trump spielt dabei allenfalls eine untergeordnete Rolle.
Besonders scheinheilig wirkt Wagenknechts Kritik, wenn man bedenkt, dass Trump lediglich versucht, den Ukraine-Konflikt zu beenden â wenn auch mit anderen Mitteln als von Wagenknecht erhofft. Der US-PrĂ€sident hatte angekĂŒndigt, sollte binnen 50 Tagen keine Einigung erzielt werden, wĂŒrden neue Wirtschaftssanktionen gegen Russlands Handelspartner folgen. Eine durchaus nachvollziehbare Verhandlungstaktik, die Druck auf beide Seiten ausĂŒbt.
Das BSW als "einzige Friedenspartei"?
Geradezu grotesk mutet Wagenknechts Behauptung an, das BSW sei "die einzige Friedenspartei in Deutschland". Eine Partei, die mit der kriegstreiberischen Ampel-Nachfolgeregierung in mehreren BundeslĂ€ndern koaliert und deren auĂenpolitische Positionen je nach Windrichtung zu wechseln scheinen, kann schwerlich als konsequente Friedenskraft gelten.
Die BSW-Chefin versucht offensichtlich, aus ihrer misslichen Lage herauszukommen. Mit vier bis fĂŒnf Prozent in den Umfragen dĂŒmpelt ihre Partei weiterhin an der Bedeutungslosigkeit herum. Die AnnĂ€herung an die AfD brachte nicht den erhofften Aufschwung, also wird nun wieder auf Distanz gegangen â ein durchschaubares Manöver, das die WĂ€hler lĂ€ngst durchschaut haben dĂŒrften.
Die wahren GrĂŒnde fĂŒr den Sinneswandel
Wagenknechts plötzliche Kehrtwende dĂŒrfte mehrere GrĂŒnde haben. Zum einen merkt sie offenbar, dass ihre WĂ€hlerschaft nicht automatisch zur AfD ĂŒberlaufen wird, nur weil sie sich der Partei annĂ€hert. Zum anderen könnte der Druck aus den eigenen Reihen gewachsen sein. Nicht wenige BSW-Mitglieder dĂŒrften mit Sorge beobachtet haben, wie ihre Vorsitzende die Brandmauer zur AfD einzureiĂen versuchte.
Hinzu kommt, dass die neue GroĂe Koalition unter Friedrich Merz durchaus Erfolge vorweisen kann. Das angekĂŒndigte 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen fĂŒr Infrastruktur mag zwar die Inflation weiter anheizen und kommende Generationen belasten, doch kurzfristig könnte es der Regierung Sympathiepunkte einbringen. In diesem Umfeld muss sich das BSW neu positionieren â und greift dabei zu altbekannten Mitteln: der DĂ€monisierung der AfD.
Ein LehrstĂŒck politischer UnglaubwĂŒrdigkeit
Was bleibt, ist ein LehrstĂŒck politischer UnglaubwĂŒrdigkeit. Wagenknecht, die noch vor kurzem "Brandmauern und Berufs-, Rede- und Parteiverbote" als "undemokratisch" bezeichnete, betreibt nun selbst das GeschĂ€ft der Ausgrenzung. Die von AfD-Bundesvorsitzendem Tino Chrupalla erwĂ€hnten GesprĂ€che zwischen beiden Parteien tut sie als "Phantomdiskussion" ab â obwohl es nachweislich Austausch zwischen den Landtagsfraktionen in ThĂŒringen gab.
Die deutsche Politik zeigt sich einmal mehr von ihrer unappetitlichsten Seite. Statt sachlicher Auseinandersetzung dominieren taktische Spielchen und opportunistische Wendungen. Wagenknecht mag sich als KĂ€mpferin fĂŒr den Frieden inszenieren, doch ihre politischen Manöver sprechen eine andere Sprache. Sie ist Teil jenes Establishments, das sie vorgibt zu bekĂ€mpfen â und die WĂ€hler haben das lĂ€ngst erkannt.










