Kettner Edelmetalle
28.04.2026
10:46 Uhr

Söders Offenbarungseid: Lieber mit den SED-Erben paktieren als mit der AfD

Söders Offenbarungseid: Lieber mit den SED-Erben paktieren als mit der AfD

Es gibt Momente in der Politik, in denen eine einzige Antwort mehr verrĂ€t als hundert Sonntagsreden. Markus Söder, der bayerische MinisterprĂ€sident und CSU-Chef, hat in der ARD-Sendung „Arena" einen solchen Moment geliefert. Auf die scheinbar harmlose Spielfrage, ob er sich eher eine Zusammenarbeit mit der Linkspartei oder mit der AfD vorstellen könne, zögerte Söder kurz – und entschied sich dann unmissverstĂ€ndlich gegen die AfD. „Beide schwierig, aber mit der AfD wird nichts passieren", lautete sein bemerkenswerter Satz.

Eine Antwort, die alles entlarvt

Was bei dieser Aussage zwischen den Zeilen steht, ist politisch hochbrisant. Söder gibt damit nĂ€mlich zu Protokoll: Eher wĂŒrde er sich mit den Erben der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands ins Bett legen als mit jener Partei, die in zentralen Politikfeldern – etwa Migration, Wirtschaft, Energie – inhaltlich erheblich nĂ€her an der Union steht als jede andere Kraft im Bundestag. Die Linkspartei, die offen Enteignungen propagiert, einen Systemwechsel anstrebt und deren ideologische Wurzeln tief im DDR-Unrechtsstaat verankert sind, soll also fĂŒr den CSU-Chef das kleinere Übel sein?

Brandmauer-Logik vor politischer Vernunft

Söder folgt damit konsequent jener Brandmauer-Doktrin, die das politische Berlin seit Jahren wie eine Monstranz vor sich hertrĂ€gt. Diese Logik treibt die Union jedoch immer tiefer in absurde BĂŒndniskonstellationen, die ihr inhaltlich erhebliche Kompromisse abverlangen. Das Resultat erleben die BĂŒrger seit Mai 2025 in Form der Großen Koalition aus CDU/CSU und SPD – mit jenem 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen, das kĂŒnftige Generationen in die Schuldenknechtschaft treibt, und einer im Grundgesetz verankerten KlimaneutralitĂ€t bis 2045, die der deutschen Wirtschaft den Rest geben dĂŒrfte.

Pikant wird Söders Aussage dadurch, dass die Union eine Zusammenarbeit mit der Linkspartei seit Jahren per Parteitagsbeschluss kategorisch ausschließt. Die BegrĂŒndung lieferte die Union stets selbst: grundlegende inhaltliche GegensĂ€tze und die Herkunft als SED-Nachfolgerin. Doch in der parlamentarischen Praxis ist diese Linie lĂ€ngst aufgeweicht. Bei der Wahl von Friedrich Merz zum Bundeskanzler im Mai 2025 war die Union nach dem peinlich gescheiterten ersten Wahlgang darauf angewiesen, noch am selben Tag einen zweiten Wahlgang zu ermöglichen. Die nötige Zweidrittelmehrheit kam ausgerechnet mit den Stimmen der Linkspartei zustande.

Wendehals oder ÜberzeugungstĂ€ter?

Wer Söders politische Karriere verfolgt hat, weiß: Der Mann ist ein Meister der Volten. Vom Maskuliner-Typ-Söder zum BĂ€ume-umarmenden-Söder, vom Merkel-Kritiker zum Merkel-Apologeten, von der harten konservativen Kante zur grĂŒnen Anbiederung – kaum ein deutscher Spitzenpolitiker hat seine Position so oft an die Wetterlage angepasst wie der Mann aus NĂŒrnberg. Insofern könnte man Söders aktuelle Aussage durchaus als das werten, was sie wahrscheinlich ist: eine Momentaufnahme, die sich Ă€ndern dĂŒrfte, sobald der politische Wind aus einer anderen Richtung weht.

Die Quittung von den WĂ€hlern

Doch eines ist sicher: Mit jeder dieser Brandmauer-Beschwörungen treibt die Union jene WĂ€hler, die sich eine konservative Wende, eine Begrenzung der Migration und eine wirtschaftliche Vernunftpolitik wĂŒnschen, immer weiter in die Arme jener Partei, deren Existenz das Establishment mit allen Mitteln zu delegitimieren versucht. Die Inkonsequenz ist mit HĂ€nden zu greifen: Wer die grĂ¶ĂŸte Oppositionspartei systematisch ausgrenzt, sich aber gleichzeitig die TĂŒr zur SED-Nachfolgerin offenhĂ€lt, der hat sein politisches Koordinatensystem schlicht verloren – oder nie ein konservatives besessen.

Franz Josef Strauß, der einstige Übervater der CSU, prĂ€gte den Satz, dass es rechts von der Union keine demokratisch legitimierte Partei geben dĂŒrfe. Heute scheint dieser Grundsatz in sein Gegenteil verkehrt: Die CSU unter Söder akzeptiert offenbar lieber linksradikale BĂŒndnispartner als konservative Konkurrenz. Strauß wĂŒrde sich im Grabe umdrehen.

Die Folgen fĂŒr Deutschland

Was bedeutet diese Brandmauer-Politik konkret fĂŒr unser Land? Sie bedeutet politischen Stillstand bei den drĂ€ngendsten Problemen. Sie bedeutet, dass Migrationspolitik, Wirtschaftspolitik und Energiepolitik weiterhin von Kompromissen mit Sozialdemokraten und potenziell GrĂŒnen geprĂ€gt bleiben werden – also genau jenen KrĂ€ften, die Deutschland in die aktuelle Misere gefĂŒhrt haben. Sie bedeutet, dass der WĂ€hlerwille, der in immer höheren Zustimmungswerten fĂŒr die AfD seinen Ausdruck findet, im parlamentarischen Betrieb systematisch ignoriert wird. Ein gefĂ€hrliches Spiel mit der Demokratie, das viele BĂŒrger zu Recht zur Weißglut treibt.

In Zeiten, in denen die Inflation durch das gigantische Schuldenpaket weiter angeheizt wird, in denen Familien um ihren Wohlstand kĂ€mpfen und in denen die innere Sicherheit immer brĂŒchiger wird, gewinnt eine Erkenntnis an Gewicht: Wer sein Vermögen schĂŒtzen will, sollte sich nicht auf die StabilitĂ€t politischer Systeme verlassen, die sich offenbar lieber selbst paralysieren, als pragmatische Lösungen zu finden. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben ĂŒber Jahrhunderte bewiesen, dass sie politische Verirrungen, WĂ€hrungskrisen und ideologische Verwerfungen ĂŒberdauern. Als solider Bestandteil eines breit gestreuten Vermögens bleiben sie ein Anker in stĂŒrmischen Zeiten.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die hier geĂ€ußerten EinschĂ€tzungen geben ausschließlich die Meinung unserer Redaktion auf Basis der vorliegenden Informationen wieder. Jeder Leser ist verpflichtet, eigene Recherchen anzustellen und trĂ€gt die Verantwortung fĂŒr seine Anlageentscheidungen selbst. FĂŒr individuelle Anlageentscheidungen empfehlen wir die Konsultation eines qualifizierten Finanzberaters.

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