
Absturz im Norden: Günthers CDU verliert zweistellig – Wähler kehren dem Establishment den Rücken
Es ist ein politisches Erdbeben, das sich neun Monate vor der Landtagswahl in Schleswig-Holstein andeutet. Die CDU von Ministerpräsident Daniel Günther, einst als unangefochtener Platzhirsch des Nordens gefeiert, sackt einer aktuellen Insa-Umfrage im Auftrag der „Bild"-Zeitung zufolge auf magere 27 Prozent ab. Ein Minus von satten zwölf Prozentpunkten gegenüber der Erhebung zu Jahresbeginn. Zwölf Prozentpunkte! Wer glaubte, die vermeintliche CDU-Hochburg zwischen den Meeren sei uneinnehmbar, wird nun eines Besseren belehrt.
Vom Triumph zur Talfahrt
Man erinnere sich: Bei der Landtagswahl 2022 fuhr die CDU noch stolze 43,4 Prozent ein und verpasste die absolute Mehrheit lediglich um ein einziges Mandat. Und heute? Von dieser einstigen Dominanz ist wenig übrig geblieben. Die Wähler scheinen genug zu haben von einem Regierungsstil, der immer öfter mit unbequemen Fragen konfrontiert wird. Selbst innerhalb der eigenen politischen Landschaft wurde Günther bereits attestiert, dass zu seinem Regierungsstil „wiederholter Verfassungsbruch" gehöre – ein Vorwurf, der schwer im Raum steht.
Die Zahlen im Überblick
- CDU: 27 Prozent (–12)
- AfD: 18 Prozent (+4)
- Grüne: 17 Prozent (+4)
- SPD: 15 Prozent (–1)
- Linkspartei: 7 Prozent (+5)
- FDP: 6 Prozent (+2)
- SSW: 6 Prozent (±0)
Die AfD überholt die Grünen – ein Signal, das man nicht überhören sollte
Besonders bemerkenswert ist der Aufstieg jener Partei, die 2022 noch an der Fünf-Prozent-Hürde kläglich gescheitert war. Die AfD klettert nun auf 18 Prozent und schiebt sich damit an den Grünen vorbei auf den zweiten Platz. Ein Zugewinn von vier Punkten, der zeigt: Die Bürger im Norden lassen sich nicht länger mit hohlen Phrasen abspeisen. Günthers Koalitionspartner, die Grünen, landen mit 17 Prozent lediglich auf Rang drei – trotz eines Zugewinns von vier Punkten.
Wenn eine ehemalige Volkspartei binnen weniger Monate zwölf Prozentpunkte verliert, ist das kein statistisches Rauschen, sondern ein Misstrauensvotum der Bürger.
Wenn die politische Mitte erodiert
Die SPD dümpelt bei 15 Prozent vor sich hin, ein weiteres Minus. Die FDP – deren Bundesvorsitzender Wolfgang Kubicki aus Schleswig-Holstein stammt – kommt auf bescheidene 6 Prozent. Und selbst die Linkspartei überrascht mit einem Sprung auf 7 Prozent. Ein Flickenteppich, der eines deutlich macht: Das Vertrauen in die etablierten Kräfte bröckelt an allen Ecken und Enden. Die Menschen sehnen sich nach einer Politik, die ihre Sorgen ernst nimmt, statt sie mit ideologischen Experimenten zu bevormunden.
Ein Warnschuss mit Ansage
Noch ist es lange hin bis zum Wahltag am 18. April 2027. Und ja – Umfragen sind Momentaufnahmen, keine Prognosen. Nachlassende Parteibindungen und kurzfristige Wahlentscheidungen erschweren den Meinungsforschern die Arbeit. Doch der Trend ist unübersehbar: Die Bürger sind es leid, von einer Politik regiert zu werden, die zu oft gegen statt für Deutschland zu handeln scheint. Diese Erosion des Vertrauens spiegelt nicht nur eine regionale Verstimmung wider, sondern das Empfinden eines Großteils der deutschen Bevölkerung, die sich von der herrschenden Politik im Stich gelassen fühlt.
Was bleibt dem verunsicherten Bürger?
In Zeiten politischer Unsicherheit, in denen selbst vermeintlich stabile Machtverhältnisse ins Wanken geraten, stellt sich für viele Bürger die Frage nach echter Sicherheit. Politische Umbrüche gehen nicht selten mit wirtschaftlicher Unruhe einher. Wer sein Vermögen vor den Wellen politischer und ökonomischer Turbulenzen schützen möchte, findet in physischen Edelmetallen wie Gold und Silber seit Jahrhunderten einen verlässlichen Anker. Als krisenfeste Beimischung zu einem breit gestreuten Portfolio bieten sie das, was die Politik derzeit vermissen lässt: Beständigkeit.
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