Kettner Edelmetalle
06.08.2025
14:34 Uhr

Trumps Zoll-Keule trifft die Schweiz ins Mark – 39 Prozent auf alles

Die Schweizer Wirtschaft steht vor dem Abgrund. Was PrĂ€sidentin Karin Keller-Sutter noch im Mai als „guten Zugang" zu Trump feierte, entpuppte sich als fatale FehleinschĂ€tzung. Der US-PrĂ€sident knallte der Eidgenossenschaft einen Zollhammer von 39 Prozent auf alle Importe vor den Latz – deutlich mehr als die 15 Prozent, die EU-LĂ€nder zahlen mĂŒssen. Ein Schlag, der Zehntausende ArbeitsplĂ€tze kosten könnte.

Die Rechnung zahlt der kleine Mann

WĂ€hrend Trump seine protektionistische Agenda durchpeitscht, werden es am Ende die amerikanischen Verbraucher sein, die zur Kasse gebeten werden. Schweizer Uhren, Schokolade und PrĂ€zisionsmaschinen werden fĂŒr Otto Normalverbraucher unerschwinglich. Ironischerweise tragen Trump und seine MilliardĂ€rs-Kumpane selbst gerne Rolex und Breitling am Handgelenk – aber die können sich die Preisexplosion ja auch leisten.

Die Schweizer Wirtschaft hingegen steht vor einem Desaster. Der Industrieverband Swissmem warnt vor Firmenpleiten, die Konjunkturforschungsstelle ETH rechnet mit einem BIP-RĂŒckgang von bis zu 0,7 Prozent. Besonders bitter: Deutsche Konkurrenten profitieren von der Zolldifferenz und könnten Marktanteile abgraben.

Uhrenindustrie vor dem Kollaps

Am hĂ€rtesten trifft es die Uhrmacher. Mit einem Exportvolumen von 4,3 Milliarden Franken sind die USA ihr wichtigster Absatzmarkt. Chrystel Graf, StaatsratsprĂ€sidentin des Uhren-Kantons Neuenburg, spricht von einem „Keulenschlag". Die Wiege der Schweizer Uhrmacherei mit Marken wie Omega und Tissot könnte zur GrabstĂ€tte werden.

„Der Wohlstand aller ist in Gefahr"

warnt der Industrieverband Swissmem. Und das ist keine Übertreibung. Wenn Schweizer PrĂ€zisionsmaschinen plötzlich 24 Prozent teurer sind als deutsche Konkurrenzprodukte, werden AuftrĂ€ge wegbrechen wie Dominosteine.

Schokolade wird zum Luxusgut

Auch sĂŒĂŸe TrĂ€ume platzen: Der Traditionshersteller Maestrani sieht bereits schwarz. Premium-Schokolade, die schon jetzt vier Euro pro 100 Gramm kostet, wird zum unbezahlbaren Luxus. Beim GruyĂšre-KĂ€se sieht es nicht besser aus – 13 Prozent der Produktion gehen normalerweise in die USA. Die Sortenorganisation hat bereits ProduktionskĂŒrzungen angekĂŒndigt.

Clevere Großkonzerne wie NestlĂ© und Lindt haben vorgesorgt und produzieren ĂŒber 90 Prozent direkt in den USA. Der Mittelstand hingegen steht im Regen.

Gold als letzter Rettungsanker

Interessanterweise explodierte der Goldexport in die USA im ersten Halbjahr auf 475 Tonnen – mehr als das Dreifache des Vorjahres. Ein Zeichen dafĂŒr, dass selbst die Amerikaner angesichts der chaotischen Trump-Politik ihr Vermögen in Sicherheit bringen wollen. Gold bleibt eben der ultimative Krisenschutz – eine Erkenntnis, die auch deutsche Anleger beherzigen sollten.

Trumps MilchmÀdchenrechnung

Besonders perfide ist Trumps BegrĂŒndung fĂŒr die Strafzölle. Er behauptet, die USA hĂ€tten ein Handelsdefizit von 39 Milliarden Franken mit der Schweiz. „Absurd", konterte Keller-Sutter zu Recht. Trump ignoriert nĂ€mlich geflissentlich den Dienstleistungssektor, wo die USA deutlich im Plus liegen. Das tatsĂ€chliche Defizit betrĂ€gt nur etwa 20 Milliarden Franken.

Aber seit wann interessieren Trump Fakten? Der Mann, der mit einem schwĂ€chelnden Dollar „verdammt viel mehr Geld" verdienen will, opfert die transatlantischen Handelsbeziehungen auf dem Altar seines Egos. Die Schweizer PrĂ€sidentin jettet verzweifelt nach Washington, um zu retten, was zu retten ist. Die Chancen stehen schlecht.

Was bleibt, ist die bittere Erkenntnis: In Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit und politischer WillkĂŒr sind physische Edelmetalle wie Gold und Silber die einzig verlĂ€ssliche Vermögenssicherung. WĂ€hrend Handelsbeziehungen zerbrechen und WĂ€hrungen schwĂ€cheln, behĂ€lt Gold seinen Wert – unabhĂ€ngig von den Launen eines US-PrĂ€sidenten.

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