Kettner Edelmetalle
30.05.2026
18:35 Uhr

Politisches Erdbeben in Zeitlupe: AfD thront bei 29 Prozent, die FDP versinkt in der Bedeutungslosigkeit

Politisches Erdbeben in Zeitlupe: AfD thront bei 29 Prozent, die FDP versinkt in der Bedeutungslosigkeit

Es ist ein Bild, das sich Woche fĂŒr Woche verfestigt – und das die etablierten Parteien in helle Aufregung versetzen mĂŒsste, wĂŒrden sie nicht so beharrlich die Augen verschließen. Im aktuellen INSA-„Sonntagstrend“ fĂŒr die „Bild am Sonntag“ bleibt die AfD mit beachtlichen 29 Prozent unangefochten stĂ€rkste politische Kraft der Republik. Die Union? Verharrt regungslos bei mageren 22 Prozent. Und wĂ€hrend sich die Liberalen ausgerechnet am Wochenende ihres Parteitags selbst feiern, rutschen sie in der WĂ€hlergunst auf erbĂ€rmliche 3 Prozent ab. Ein LehrstĂŒck ĂŒber den Zustand des deutschen Parteiensystems.

Die FDP feiert sich selbst – und versinkt

Man könnte fast Mitleid empfinden. Da versammelt sich die einst stolze Partei der Marktwirtschaft und der Freiheit zu ihrem Parteitag, kĂŒrt mit Wolfgang Kubicki einen neuen Vorsitzenden – und ausgerechnet in diesem Moment beschert ihr das Meinungsforschungsinstitut INSA ein Minus von einem weiteren Prozentpunkt. Drei Prozent. Das ist nicht mehr nur ein Stolpern, das ist ein freier Fall.

Die FĂŒnf-Prozent-HĂŒrde, jene magische Schwelle der parlamentarischen Relevanz, liegt fĂŒr die Liberalen mittlerweile in unerreichbarer Ferne. Wer einst mit dem Versprechen von Steuersenkungen und BĂŒrokratieabbau angetreten war, sich dann aber in einer chaotischen Ampel-Koalition aufrieb und verbiegen ließ, der erntet nun die bittere Quittung der WĂ€hler. Bemerkenswert: Auch das BĂŒndnis Sahra Wagenknecht teilt dieses Schicksal und dĂŒmpelt ebenfalls bei 3 Prozent.

Die Quittung fĂŒr eine Politik gegen das eigene Volk

WĂ€hrend die FDP zerbröselt, bleibt die AfD mit großem Abstand vorn. Wer ernsthaft glaubt, dies sei ein Zufall oder ein vorĂŒbergehendes PhĂ€nomen, der hat die Stimmung in diesem Land grĂŒndlich missverstanden. Die BĂŒrger spĂŒren tagtĂ€glich, was ihnen die Politik der vergangenen Jahre eingebrockt hat: explodierende Energiepreise, eine ausufernde KriminalitĂ€t, eine Migrationspolitik ohne erkennbares Konzept und eine Wirtschaft, die im internationalen Vergleich zusehends an Boden verliert.

Wenn eine einzige Oppositionspartei mehr Zustimmung erhĂ€lt als Kanzlerpartei und Vizekanzlerpartei zusammen, dann ist das kein Betriebsunfall – dann ist das ein vernichtendes Urteil ĂŒber die Regierenden.

Die Große Koalition unter Friedrich Merz und Lars Klingbeil, im Mai 2025 mit großen Versprechungen angetreten, hat die Erwartungen offenkundig nicht erfĂŒllt. Die Union dĂŒmpelt bei 22 Prozent, die SPD bei klĂ€glichen 12 Prozent. Man wirbt um Geduld bei den Reformen – doch der WĂ€hler scheint diese Geduld lĂ€ngst aufgebraucht zu haben. Kein Wunder, wenn ein Kanzler ausgerechnet das Schuldenmachen zur StaatsrĂ€son erhebt, nachdem er im Wahlkampf das Gegenteil gelobt hatte.

Ein Blick auf die ĂŒbrigen KrĂ€fte

Die GrĂŒnen behaupten sich bei 14 Prozent, die Linke bei 11 Prozent. Die Verteilung zeigt ein klares Muster: Das linke und das ideologisch verbohrte Lager verliert spĂŒrbar an Bindekraft, wĂ€hrend konservative und freiheitsorientierte Positionen Zulauf erhalten. Diese Entwicklung ist keineswegs auf Deutschland beschrĂ€nkt – in ganz Europa erstarken konservative KrĂ€fte, mittlerweile besetzen sie ĂŒber ein Viertel der Sitze im EU-Parlament.

Was bleibt?

FĂŒr den Sonntagstrend befragte INSA im Zeitraum vom 26. bis 29. Mai 2026 insgesamt 1.205 Personen. Eine Momentaufnahme, gewiss. Doch die StabilitĂ€t dieser Zahlen ĂŒber Wochen hinweg spricht eine deutliche Sprache. Die BĂŒrger dieses Landes sehnen sich nach einer Politik, die wieder fĂŒr Deutschland regiert – und nicht gegen die Interessen der eigenen Bevölkerung.

In Zeiten politischer und wirtschaftlicher Unsicherheit, in denen ganze Parteien wie KartenhĂ€user zusammenfallen und Regierungen das Vertrauen ihrer WĂ€hler verspielen, suchen kluge Sparer nach BestĂ€ndigkeit. WĂ€hrend ParteienprĂ€ferenzen schwanken und WĂ€hrungen durch immer neue Schuldenberge entwertet werden, hat sich physisches Gold und Silber ĂŒber Jahrtausende als verlĂ€sslicher Wertspeicher bewĂ€hrt. Eine durchdachte Beimischung von Edelmetallen kann daher eine sinnvolle SĂ€ule in einem breit gestreuten Vermögen sein – unabhĂ€ngig davon, wer gerade in Berlin am Ruder sitzt.

Hinweis: Dieser Beitrag gibt die EinschĂ€tzung unserer Redaktion wieder und stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist fĂŒr seine Entscheidungen selbst verantwortlich und sollte vor einer Investition eigenstĂ€ndig recherchieren oder fachkundigen Rat einholen.

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