Kettner Edelmetalle
19.05.2026
06:21 Uhr

Politische Gewalt explodiert: Angriffe auf Parteimitglieder schnellen um 40 Prozent in die Höhe

Politische Gewalt explodiert: Angriffe auf Parteimitglieder schnellen um 40 Prozent in die Höhe

Die Republik wird ruppiger, der politische Umgangston brutaler – und das nicht nur in Talkshows, sondern auf offener Straße. Die jĂŒngsten Zahlen der Bundesregierung lesen sich wie ein Alarmsignal fĂŒr jeden, dem an einer funktionierenden Demokratie gelegen ist: 5.140 Straftaten gegen Parteivertreter und einfache Parteimitglieder zĂ€hlten die Behörden im Jahr 2025. Ein Jahr zuvor waren es noch 3.690 Delikte, 2023 lediglich 2.790. Ein Anstieg von rund 40 Prozent binnen eines Jahres – Zahlen, die jeden aufrĂŒtteln mĂŒssen, der noch an den freien politischen Wettbewerb glaubt.

Die AfD als Hauptziel – und der blinde Fleck der Behörden

Besonders bemerkenswert ist die Verschiebung des Zielspektrums: WĂ€hrend in den Vorjahren – wenig ĂŒberraschend zur Zeit der ideologischen Ampel-Hochphase – die GrĂŒnen die meisten Angriffe einstecken mussten, steht 2025 eine andere Partei im Fadenkreuz. Auf 1.852 Übergriffe gegen AfD-Vertreter und -Mitglieder kam die Polizei im vergangenen Jahr. Der ĂŒberwiegende Teil dieser Taten werde, so die Bundesregierung, dem linken Spektrum zugeordnet.

Wer jahrelang gepredigt habe, eine demokratisch gewĂ€hlte Partei sei „bekĂ€mpfenswert“, dĂŒrfe sich nicht wundern, wenn militante Gruppen daraus einen vermeintlichen Auftrag ableiteten. Der AfD-Innenpolitiker Martin Hess formuliere es deutlich: Wer eine Partei und ihre WĂ€hler stĂ€ndig diffamiere, delegitimiere und moralisch entrechte, schaffe den NĂ€hrboden fĂŒr Gewalt. Der Linksextremismus, so Hess, werde von den etablierten Parteien systematisch verharmlost. Eine EinschĂ€tzung, die durch die nackten Zahlen kaum widerlegt werden kann.

Auch die Union rĂŒckt ins Visier

Bemerkenswert ist auch die Entwicklung bei der CDU: Hier verdreifachten sich die registrierten Straftaten geradezu – von rund 420 Delikten im Jahr 2024 auf 1.171 Taten im Folgejahr. Die CSU verzeichnete 168 Delikte. Offenbar reicht es mittlerweile aus, einer bĂŒrgerlich-konservativen Partei anzugehören, um zur Zielscheibe zu werden. Die GrĂŒnen wurden 2025 hingegen „nur“ noch in 1.005 FĂ€llen attackiert – also signifikant seltener, seit sie nicht mehr in Regierungsverantwortung stehen. Ein bezeichnender Befund ĂŒber die Stimmungslage im Land.

Beleidigung, Verleumdung, Volksverhetzung

Den Löwenanteil der Straftaten machen sogenannte Äußerungsdelikte aus: 1.289 FĂ€lle von Volksverhetzung, Verleumdung oder Beleidigung wurden 2025 registriert. Hinzu kommen 193 Gewaltdelikte – darunter 121 gegen AfD-Mitglieder, denen die Polizei mehrheitlich eine politisch links motivierte Tatmotivation attestierte. Gegen Vertreter der Linken richteten sich 16 Gewalttaten, gegen GrĂŒne 13, gegen CDU und SPD jeweils zwölf.

Ein offener Brief, der ein ganzes System entlarvt

Die ThĂŒringer GrĂŒnen-Kommunalpolitiker Matthias Kaiser und Felix Kalbe schrieben in einem offenen Brief an den dortigen SPD-Innenminister, es sei mittlerweile „normal“ geworden, auf offener Straße beleidigt oder angespuckt zu werden. Dass ausgerechnet GrĂŒnen-Politiker dies beklagen, ist die eine Seite. Die andere: Vertreter praktisch aller Parteien berichten von einer zunehmend feindseligen AtmosphĂ€re. Auch BSW-Vertreter (51 Straftaten) und FDP-Politiker (167 Delikte, etwa gleichverteilt auf rechte und linke VerdĂ€chtige) bleiben nicht verschont.

Das Versagen einer politischen Klasse

Was diese Zahlen offenlegen, ist nichts weniger als das Scheitern jener Brandmauer-Rhetorik, mit der eine ganze politische Klasse jahrelang versucht hat, missliebige Konkurrenz aus dem demokratischen Diskurs zu drĂ€ngen. Wer politische Gegner zu „Feinden der Demokratie“ erklĂ€rt, sollte sich nicht wundern, wenn militante SchlĂ€ger genau diese Sprache als Legitimation fĂŒr FaustschlĂ€ge, Farbbeutel und BrandanschlĂ€ge missverstehen. Demokratie lebt vom Streit – aber von einem Streit der Argumente, nicht von einem Krieg auf den Straßen.

Bemerkenswert ist die Verharmlosung des Linksextremismus durch große Teile von Politik und Medien. WĂ€hrend rechtsextreme Gewalt – zu Recht – regelmĂ€ĂŸig im Fokus der öffentlichen Empörung steht, scheint linke Gewalt hĂ€ufig als eine Art zivilgesellschaftliches Engagement geadelt zu werden. Ein gefĂ€hrliches Doppelmaß, das die Polarisierung weiter befeuert.

Fazit: Krisensignale in unsicheren Zeiten

Eine Gesellschaft, in der politische Gewalt zur NormalitĂ€t wird, ist eine Gesellschaft, die ihre Mitte verliert. Hinzu kommen wirtschaftliche Verwerfungen, eine zerbröselnde Sicherheitslage und eine Bundesregierung, die mit einem 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen die kommenden Generationen in Schulden treibt. Das Vertrauen vieler BĂŒrger in Politik und Institutionen erodiert spĂŒrbar. In solchen Zeiten suchen verantwortungsbewusste Sparer nach Möglichkeiten, ihr Vermögen vor den StĂŒrmen der Politik zu schĂŒtzen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben ĂŒber Jahrhunderte bewiesen, dass sie in turbulenten Phasen als verlĂ€sslicher Anker im Portfolio dienen können – unabhĂ€ngig davon, welche politischen Verwerfungen oben gerade tobt.

Hinweis: Die in diesem Beitrag geĂ€ußerten EinschĂ€tzungen geben die Meinung der Redaktion auf Basis der vorliegenden Informationen wieder. Es handelt sich weder um eine Anlageberatung noch um eine Rechts- oder Steuerberatung. Jeder Leser ist angehalten, eigene Recherchen durchzufĂŒhren und gegebenenfalls qualifizierten Rat bei einem unabhĂ€ngigen Berater einzuholen. Eine Haftung fĂŒr Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Artikels getroffen werden, wird ausdrĂŒcklich ausgeschlossen.

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