
Merz' Asylwende verpufft: Deutsche trauen AfD erstmals mehr Migrationskompetenz zu als der Union
Die versprochene âAsylwende" des neuen Bundeskanzlers Friedrich Merz entpuppt sich als Rohrkrepierer. WĂ€hrend der CDU-Chef noch im Wahlkampf vollmundig eine hĂ€rtere Gangart in der Migrationspolitik ankĂŒndigte, zeigt der aktuelle ARD-âDeutschlandtrend" eine bittere Wahrheit: Die BĂŒrger kaufen ihm seine Versprechen schlichtweg nicht ab. Erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik trauen mehr Deutsche der AfD in Sachen Asyl- und FlĂŒchtlingspolitik mehr zu als der Union.
Das Ende der Merkel-Ăra â doch die Politik bleibt dieselbe
26 Prozent der Befragten halten die AfD fĂŒr die kompetenteste Kraft in der Migrationspolitik â ein Plus von sieben Prozentpunkten seit der Bundestagswahl im Februar. Die Union sackt auf 24 Prozent ab. Was fĂŒr eine Ohrfeige fĂŒr Merz, der doch so gerne den starken Mann markieren wollte! Die SPD dĂŒmpelt bei mageren zwölf Prozent herum, wĂ€hrend die GrĂŒnen mit neun Prozent ihr bestes Ergebnis in diesem Bereich einfahren â vermutlich, weil ihre WĂ€hler Abschiebungen grundsĂ€tzlich fĂŒr Teufelszeug halten.
Der Politikwissenschaftler Werner Patzelt bringt es auf den Punkt: âVieles, was die Bundesregierung jetzt an Migrationsbegrenzung auf den Weg gebracht hat, hat die AfD seit vielen Jahren gefordert." Mit anderen Worten: Die etablierten Parteien kopieren die AfD-Forderungen mit jahrelanger VerspĂ€tung und wundern sich dann, dass die WĂ€hler lieber das Original wĂ€hlen als die billige Kopie.
AfD punktet auf breiter Front â Union verliert Deutungshoheit
Doch nicht nur in der Migrationspolitik gewinnt die AfD an Boden. In nahezu allen Politikfeldern konnte sie seit der Bundestagswahl deutlich zulegen. Bei der Wirtschaftspolitik kletterte sie von zwölf auf 17 Prozent, wĂ€hrend die SPD mit acht Prozent im einstelligen Bereich versauert. Selbst beim traditionell sozialdemokratischen Thema âSoziale Gerechtigkeit" schiebt sich die AfD mit 17 Prozent auf Platz zwei â vor die Union!
Besonders pikant: Ausgerechnet bei der Verteidigungspolitik, wo SPD-Minister Boris Pistorius als beliebtester Politiker des Landes gilt, erreicht seine Partei nur 20 Prozent Kompetenzzuschreibung. Offenbar verwechseln die Deutschen Sympathie mit Kompetenz â ein fataler Irrtum in Zeiten multipler Krisen.
Die GroĂe Koalition als Auslaufmodell
Was bedeuten diese Zahlen fĂŒr die erst seit Mai amtierende GroĂe Koalition? Sie zeigen vor allem eines: Die WĂ€hler haben die Nase voll von halbherzigen Reformen und leeren Versprechungen. Merz mag zwar nicht mehr âWir schaffen das" rufen wie seine VorgĂ€ngerin, doch seine Politik unterscheidet sich kaum von der Merkel-Ăra. Die Grenzen bleiben durchlĂ€ssig, die Abschiebezahlen mickrig, und die KriminalitĂ€tsstatistik spricht eine deutliche Sprache.
Die AfD profitiert von diesem Politikversagen, weil sie als einzige Partei konsequent das ausspricht, was Millionen Deutsche denken: So kann es nicht weitergehen. WĂ€hrend Union und SPD noch darĂŒber diskutieren, ob man kriminelle Migranten vielleicht eventuell möglicherweise abschieben könnte, fordert die AfD klare Kante. Und die WĂ€hler honorieren das.
Ein Weckruf fĂŒr die etablierte Politik
Diese Umfrage sollte ein Weckruf fĂŒr die GroĂe Koalition sein. Doch vermutlich werden Merz und Klingbeil weiter so tun, als sei alles in bester Ordnung. Sie werden die AfD weiter als âGefahr fĂŒr die Demokratie" brandmarken, wĂ€hrend sie gleichzeitig deren Forderungen scheibchenweise ĂŒbernehmen. Diese Doppelmoral durchschauen die WĂ€hler lĂ€ngst.
Die Zeiten, in denen man mit warmen Worten und Symbolpolitik durchkam, sind vorbei. Die Deutschen wollen Taten sehen, keine Sonntagsreden. Sie wollen sichere StraĂen statt Messerattacken, kontrollierte Grenzen statt unkontrollierte Zuwanderung, und Politiker, die deutsche Interessen vertreten statt sich in internationalen Gremien anzubiedern.
Wenn die GroĂe Koalition nicht bald liefert, könnte die nĂ€chste Bundestagswahl eine böse Ăberraschung fĂŒr die etablierten Parteien bereithalten. Die Kompetenzwerte der AfD zeigen: Das Potential ist da, und es wĂ€chst stetig. Die Frage ist nicht mehr, ob die AfD irgendwann mitregieren wird, sondern nur noch wann.










