
Krisenalarm im Genossenschafts-Sektor: Bad Bank der Volksbanken schluckt Problemkredite in Rekordhöhe
Wenn die hauseigene MĂŒllabfuhr der Volks- und Raiffeisenbanken plötzlich dreimal so viel Schrott verarbeiten muss wie im Vorjahr, dann ist das mehr als nur ein statistischer AusreiĂer â es ist ein Alarmsignal. Die BAG Bankaktiengesellschaft, jene Abwicklungsgesellschaft, die als Bad Bank der genossenschaftlichen Finanzgruppe fungiert, meldet fĂŒr 2025 einen Anstieg ihres GeschĂ€ftsvolumens um knapp 1,4 Milliarden Euro. Ein Niveau, das zuletzt vor ĂŒber 20 Jahren erreicht wurde â damals, im Krisenjahr 2003, als gleich mehrere Genossenschaftsbanken ins Straucheln gerieten.
Ein Volumen, das nachdenklich stimmt
Insgesamt bearbeitet die BAG nun Ende 2025 ein Volumen von gut 1,7 Milliarden Euro an Problemkrediten, notleidenden Immobilien und schwierigen Beteiligungen. Eine Hausnummer, die deutlich macht, in welchem Zustand sich Teile der deutschen Bankenlandschaft tatsĂ€chlich befinden. Die offiziellen Verlautbarungen mögen beruhigend klingen, doch die Zahlen sprechen eine andere Sprache. Wer dreimal so viele faule Kredite einsammeln muss wie im Vorjahr, der erlebt nicht etwa eine konjunkturelle Delle â der erlebt die Folgen einer wirtschaftspolitischen Vollbremsung.
Die Quittung fĂŒr eine verfehlte Wirtschaftspolitik
Es wĂ€re fahrlĂ€ssig, den dramatischen Anstieg der Problemkredite isoliert zu betrachten. TatsĂ€chlich spiegelt die Bilanz der BAG das wider, was viele Unternehmer und MittelstĂ€ndler lĂ€ngst am eigenen Leib erfahren: Eine deutsche Wirtschaft, die unter explodierenden Energiekosten, ausufernder BĂŒrokratie und ideologisch motivierten Auflagen Ă€chzt. Die jahrelange grĂŒne Transformationsromantik, die teure Klimapolitik und die nun im Grundgesetz verankerte KlimaneutralitĂ€t bis 2045 hinterlassen Spuren â auch in den KreditbĂŒchern der Banken. Wenn Unternehmen ihre Schulden nicht mehr bedienen können, weil ProduktionsstĂ€tten unrentabel werden oder ins Ausland abwandern, landen diese Forderungen am Ende bei Abwicklungsgesellschaften wie der BAG.
DĂŒstere Aussichten fĂŒr 2026
BAG-Chef RenĂ© Kunsleben gibt sich verhalten: Man rechne auch fĂŒr 2026 mit weiterem Zuwachs, allerdings nicht in der GröĂenordnung des Vorjahres. Im niedrigen dreistelligen Millionenbereich sollten die zu ĂŒbernehmenden Problemkredite, Immobilien und Beteiligungen liegen, so seine EinschĂ€tzung. Eine Prognose, die in ihrer NĂŒchternheit fast trĂŒgerisch wirkt â denn sie setzt voraus, dass sich die wirtschaftliche Lage nicht weiter verschlechtert. Angesichts der angekĂŒndigten US-Strafzölle unter PrĂ€sident Trump, der anhaltenden geopolitischen Verwerfungen im Nahen Osten und der Ukraine sowie der hausgemachten deutschen Strukturprobleme darf man diese EinschĂ€tzung getrost als optimistisch bezeichnen.
RettungsfÀlle reihen sich aneinander
Die Liste der StĂŒtzungsfĂ€lle im genossenschaftlichen Sektor liest sich mittlerweile wie ein SittengemĂ€lde der deutschen Bankenkrise im Kleinen. Vom Bankhaus RSA, das weitere Finanzhilfen benötigt, ĂŒber die Volksbank Brawo, die ihren Vorstandschef Brinkmann entlieĂ und nun sogar das eigene GeschĂ€ftsmodell auf den PrĂŒfstand stellt, bis hin zur VR Altmark â die Probleme hĂ€ufen sich. Eine Kapitalerhöhung ĂŒber 200 Millionen Euro musste die Bad Bank bereits einstecken, um den wachsenden Berg an ProblemfĂ€llen ĂŒberhaupt bewĂ€ltigen zu können.
Was bedeutet das fĂŒr den Sparer?
FĂŒr den deutschen Sparer ist diese Entwicklung mehr als nur eine Randnotiz im Wirtschaftsteil. Sie ist ein Mahnruf. Wenn selbst der traditionell als solide geltende Genossenschaftssektor unter den Folgen einer fehlgeleiteten Wirtschaftspolitik Ă€chzt, sollte sich jeder BĂŒrger Gedanken ĂŒber die Sicherheit seines Vermögens machen. Das Vertrauen in das Bankensystem mag in Deutschland tief verwurzelt sein, doch Geschichte und Gegenwart zeigen immer wieder: Papiergeld auf Bankkonten ist nicht das robusteste Fundament fĂŒr die private Vermögenssicherung.
In Zeiten, in denen die Bundesregierung unter Friedrich Merz â entgegen aller Wahlversprechen â ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen auflegt und damit kommende Generationen mit Zinsen belastet, gewinnt die Frage nach werthaltigen, krisenfesten Anlageformen zunehmend an Bedeutung. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben ĂŒber Jahrtausende hinweg ihren Wert bewahrt â unabhĂ€ngig davon, ob Banken strauchelten, WĂ€hrungen kollabierten oder Regierungen sich verkalkulierten. Als Beimischung in einem ausgewogenen Portfolio leisten sie das, was Bankguthaben in Krisenzeiten oft nicht können: realen Werterhalt.
Fazit: Symptom einer tieferen Krise
Die RekordĂŒbernahmen der BAG sind kein zufĂ€lliges Ereignis, sondern Symptom einer tieferen wirtschaftlichen Schieflage. Solange die politischen Rahmenbedingungen in Deutschland nicht grundlegend reformiert werden â weg von ideologischer Klimapolitik, hin zu einer wirtschaftsfreundlichen Standortpolitik â ist mit einer Entspannung kaum zu rechnen. Der mĂŒndige BĂŒrger tut gut daran, die Zeichen der Zeit zu erkennen und sein Vermögen entsprechend breit aufzustellen.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die hier wiedergegebenen EinschĂ€tzungen entsprechen der Meinung unserer Redaktion auf Grundlage der uns vorliegenden Informationen. Jeder Anleger ist verpflichtet, eigene Recherchen anzustellen und trĂ€gt die Verantwortung fĂŒr seine Anlageentscheidungen selbst. Eine Haftung fĂŒr etwaige VermögensschĂ€den, die aus der Umsetzung der hier dargestellten Inhalte resultieren könnten, wird ausdrĂŒcklich ausgeschlossen.
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