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19.10.2026
08:14 Uhr
KI-generiert

Frankreich brennt: Macrons hilflose Frage an die eigene Nation

Frankreich brennt: Macrons hilflose Frage an die eigene Nation
Symbolbild: KI-generiert

Brennende RathĂ€user, geplĂŒnderte SupermĂ€rkte, fast 1.000 verletzte Polizisten: Nach der schlimmsten Krawallnacht seit Jahren hat sich Emmanuel Macron am Sonntagabend im Fernsehen an die Franzosen gewandt. Der PrĂ€sident kĂŒndigte ein hartes Vorgehen gegen die Randalierer an. Seine zentrale Frage klang allerdings eher ratlos als entschlossen.

„Wie können Franzosen Frankreich so etwas antun?“

Eine Nacht, die das Land erschĂŒttert

Den Ausgangspunkt bildeten landesweite Proteste vom Samstag. Sie richteten sich Medienberichten zufolge gegen steigende Preise und den Verfall der öffentlichen Dienste, außerdem schloss sich ihnen eine seit einem Monat andauernde SchĂŒler- und Studentenbewegung an. Die Regierung zĂ€hlte rund 550.000 Teilnehmer, die Veranstalter sprachen von 800.000.

Am Rande der MĂ€rsche eskalierte die Lage. In Limoges ging das Rathaus in Flammen auf, wobei laut Berichten sogar der Glockenturm einstĂŒrzte. In Lyon brannte das Fremdenverkehrsamt nieder. Randalierer drangen ins Rathaus von Marseille ein, und in Bordeaux stĂŒrmte ein vermummter Mob die Residenz des PrĂ€fekten.

Die Zahlen des Innenministeriums sind dramatisch: 2.397 Festnahmen, 997 verletzte Polizisten und Gendarmen, sieben davon schwer. In Paris soll ein Demonstrant an einem Herzstillstand gestorben sein. Allein beim Handelskonzern Carrefour sollen nach Angaben des Konzernchefs 50 Filialen beschĂ€digt und 20 geplĂŒndert worden sein. Den Schaden beziffert er auf mehrere Dutzend Millionen Euro.

Große Worte vom PrĂ€sidenten

Macron machte „AufrĂŒhrer aus linksextremen Splittergruppen“ verantwortlich, denen sich zahlreiche Kriminelle angeschlossen hĂ€tten. Diese hĂ€tten eine „zĂŒgellose Gewalt“ entfesselt. Er fand dafĂŒr harte Worte: „Nichts rechtfertigt das, nichts erklĂ€rt es, nichts entschuldigt es.“

Wer zerstört habe, mĂŒsse zahlen, und wer geplĂŒndert habe, mĂŒsse den Schaden ersetzen. Der Staat werde „unnachgiebig“ vorgehen. PrĂ€fekten und BĂŒrgermeister sollen kĂŒnftig einzelne Versammlungen verbieten dĂŒrfen. Den Ausnahmezustand, den Teile der Opposition gefordert hatten, rief Macron jedoch nicht aus.

Mögliche VersĂ€umnisse der Sicherheitsbehörden wolle er aufarbeiten lassen: „Ich erwarte klare Antworten, und es wird vollstĂ€ndige Transparenz geben.“ Premierminister SĂ©bastien Lecornu soll am Montag einen Krisenstab leiten und Hilfen fĂŒr geschĂ€digte HĂ€ndler auf den Weg bringen.

Der Staat kam zu spÀt

Wie viel diese AnkĂŒndigungen wert sind, zeigt das Beispiel Limoges. BĂŒrgermeister Guillaume GuĂ©rin beklagte Medienberichten zufolge, seine Stadt habe nicht genĂŒgend Nationalpolizisten bekommen. Er drohte sogar mit seinem RĂŒcktritt, falls Paris kein Geld fĂŒr den Wiederaufbau bereitstelle. Das Feuer brannte also auch dort, wo der Staat schlicht nicht prĂ€sent war.

Die Rechnung zahlen die BĂŒrger

Beobachter sehen in der Nacht mehr als einen Gewaltausbruch. Sie werten sie als Bilanz einer PrĂ€sidentschaft, die 2027 nach zehn Jahren endet und von sozialem Unmut, schwacher Wirtschaft und explodierenden Schulden geprĂ€gt war. Marine Le Pen, die in Umfragen als Favoritin fĂŒr die Wahl gilt, rief ebenfalls zur Ruhe auf. Gewalt sei keine Meinung, sagte sie.

Die MĂ€rkte reagierten prompt. Der Pariser Leitindex CAC 40 fiel am Montagmorgen um mehr als ein Prozent, Banken und HĂ€ndler wie Carrefour verloren deutlich. Der Renditeabstand zwischen französischen und deutschen Staatsanleihen weitete sich laut Agenturberichten auf 144 Basispunkte aus. So hoch lag er seit 2012 nicht mehr. Analysten halten sogar 150 Punkte fĂŒr möglich, ausgerechnet jetzt, wo Paris einen Sparhaushalt durchbringen muss.

Ein Warnsignal auch fĂŒr Berlin

In Deutschland warnen Unionspolitiker bereits vor „französischen VerhĂ€ltnissen“. Diese Sorge ist berechtigt. Auch hierzulande stehen ein schuldenfinanziertes Sondervermögen, hohe Lebenshaltungskosten und eine angespannte Sicherheitslage auf der Tagesordnung. Wo der Staat seine AutoritĂ€t verspielt, verlieren am Ende die BĂŒrger, die HĂ€ndler und die Sparer.

Wer sein Vermögen gegen solche politischen und finanziellen ErschĂŒtterungen absichern möchte, kann physisches Gold und Silber als ErgĂ€nzung in einem breit gestreuten Portfolio in Betracht ziehen. Edelmetalle hĂ€ngen von keinem Staatshaushalt und keinem Versprechen einer Regierung ab.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Er gibt die Meinung unserer Redaktion auf Basis der uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Leser muss eigenstĂ€ndig recherchieren und ist fĂŒr seine Anlageentscheidungen selbst verantwortlich.

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