Kettner Edelmetalle
05.05.2026
14:31 Uhr

Feuer am Golf: Vereinigte Arabische Emirate erneut unter iranischem Beschuss – Pulverfass Hormus eskaliert

Feuer am Golf: Vereinigte Arabische Emirate erneut unter iranischem Beschuss – Pulverfass Hormus eskaliert

WĂ€hrend Berlin sich in Sonntagsreden ĂŒber KlimaneutralitĂ€t und Genderdebatten ergeht, brennt am Persischen Golf buchstĂ€blich die Lunte am Pulverfass. Die Vereinigten Arabischen Emirate sind erneut Ziel iranischer Raketen- und Drohnenangriffe geworden – die Luftverteidigung des WĂŒstenstaats lĂ€uft auf Hochtouren. Das emiratische Verteidigungsministerium bestĂ€tigte offiziell, dass die im ganzen Land vernehmbaren Detonationen das Resultat aktiver Abwehrmaßnahmen gegen ballistische Raketen, Marschflugkörper und Kampfdrohnen seien. Die Bevölkerung wurde aufgefordert, in SchutzrĂ€umen auszuharren.

Pentagon spielt das Inferno herunter

Im Pentagon hingegen bemĂŒht man sich, die Lage rhetorisch zu glĂ€tten. Generalstabschef Dan Caine erklĂ€rte am Dienstagmorgen mit bemerkenswerter Gelassenheit, die iranischen Aktionen lĂ€gen sĂ€mtlich „unterhalb der Schwelle einer Wiederaufnahme grĂ¶ĂŸerer Kampfhandlungen". Kriegsminister Pete Hegseth ergĂ€nzte, der Waffenstillstand mit Teheran sei keineswegs gebrochen. Eine bemerkenswerte Auslegung – immerhin handelt es sich um neun Angriffe auf Handelsschiffe und zehn auf US-StreitkrĂ€fte seit VerkĂŒndung der Feuerpause. Man fragt sich unwillkĂŒrlich, wo Washington die Schwelle eigentlich verortet, wenn nicht hier.

Caine warnte gleichwohl: „Kein Gegner sollte unsere derzeitige ZurĂŒckhaltung mit mangelnder Entschlossenheit verwechseln." Worte, die im Krisengebiet gehört werden – ob sie auch ernst genommen werden, steht auf einem anderen Blatt.

Riss durch die iranische FĂŒhrung

Höchst aufschlussreich sind Berichte ĂŒber offenen Streit innerhalb der iranischen Machtarchitektur. Nach Informationen des in London ansĂ€ssigen Senders Iran International soll PrĂ€sident Masoud Pezeshkian wutentbrannt gegen die Revolutionsgarden (IRGC) Stellung bezogen haben. Die Angriffe auf die Emirate seien „völlig unverantwortlich" gewesen und ohne Wissen oder Koordination der Regierung erfolgt. Pezeshkian habe das Vorgehen der Garden gar als „Wahnsinn" gebrandmarkt und vor irreversiblen Folgen gewarnt. Er habe ein Dringlichkeitstreffen mit RevolutionsfĂŒhrer Khamenei verlangt, um die IRGC zu stoppen.

Sollten diese Berichte zutreffen, offenbart sich ein klassisches PhĂ€nomen autoritĂ€rer Regime: Die zivile FĂŒhrung verliert die Kontrolle ĂŒber militĂ€rische Hardliner, die ihre eigene Agenda verfolgen. Eine brandgefĂ€hrliche Konstellation in einer ohnehin ĂŒberhitzten Region.

USS Truxtun und USS Mason brechen durch die Meerenge

Operativ konnte Washington einen Erfolg verbuchen: Die beiden Zerstörer USS Truxtun und USS Mason haben die Straße von Hormus durchquert und den Persischen Golf erreicht – trotz iranischer Sperrfeuer aus Schnellbooten, Raketen und Drohnen. Apache-Kampfhubschrauber versenkten sechs iranische Schnellboote, die zivile Schiffe unter US-Schutz angegriffen haben sollen. Beide US-Schiffe blieben unbeschĂ€digt. Trumps „Project Freedom" zur Sicherung der Schifffahrtswege durch Hormus zeigt damit erste Wirkung – wenngleich der Preis in Form weiterer Eskalationsrisiken hoch ist.

Araghchi sucht Schulterschluss in Peking

Irans Außenminister Abbas Araghchi flog derweil nach Peking, um sich mit seinem chinesischen Amtskollegen Wang Yi zu beraten. Auf X ließ Araghchi verlauten: „Die Ereignisse in Hormus zeigen klar, dass es keine militĂ€rische Lösung fĂŒr eine politische Krise gibt." Project Freedom sei in Wahrheit „Project Deadlock". Offiziell pflegt Peking eine Politik der Nichteinmischung, doch Washington wirft China seit Monaten vor, Teheran mit AufklĂ€rungsdaten und womöglich MilitĂ€rtechnik zu versorgen. Eine Achse, die sich in der Krise weiter verfestigt.

Trump rechnet mit weiteren Wochen Krieg

PrĂ€sident Donald Trump erklĂ€rte unterdessen, der Krieg könne sich noch zwei bis drei Wochen hinziehen, gleichzeitig hĂ€tten die USA „bereits gewonnen". US-Geheimdienstanalysen zeichnen ein nĂŒchterneres Bild: Der Zeitrahmen, den Iran zum Bau einer Atomwaffe benötigt, habe sich seit dem Sommer kaum verĂ€ndert. Um Teherans Nuklearprogramm wirklich empfindlich zu treffen, mĂŒsse der verbliebene Bestand hochangereicherten Urans zerstört oder entfernt werden. Eine ernĂŒchternde Bestandsaufnahme nach Wochen massiver LuftschlĂ€ge.

Europa zwischen Komparserie und Selbstverzwergung

Bemerkenswert ist auch eine Randnotiz aus der Financial Times: US-Finanzminister Bessent soll sich mit der britischen Schatzkanzlerin Reeves einen „heftigen Schlagabtausch" ĂŒber deren Iran-Kritik geliefert haben. Trump selbst nannte Europa erneut „sehr enttĂ€uschend". WĂ€hrend die Welt am Abgrund balanciert, beschĂ€ftigt sich BrĂŒssel mit Lieferkettengesetzen und die Bundesregierung unter Kanzler Merz mit dem 500-Milliarden-Schuldenpaket. Eine geopolitische Statistenrolle, die Deutschland teuer zu stehen kommen dĂŒrfte – nicht zuletzt an der Tankstelle.

Was bedeutet das fĂŒr deutsche Sparer?

Die Eskalation am Golf trifft deutsche Verbraucher unmittelbar: Steigende Ölpreise, importierte Inflation, Verunsicherung an den MĂ€rkten. In solchen Zeiten zeigt sich, was substanziell ist und was nicht. Aktien taumeln, Anleihen schwĂ€cheln, Immobilien stehen unter Druck der hohen Zinsen. Physische Edelmetalle hingegen haben in jeder geopolitischen Krise der letzten Jahrhunderte ihren Wert bewiesen – sie sind nicht von Lieferketten, Zentralbankentscheidungen oder politischen Launen abhĂ€ngig. Wer in unsicheren Zeiten einen Teil seines Vermögens in Gold und Silber als physische Beimischung diversifiziert, schĂŒtzt sich gegen genau jene Szenarien, die sich derzeit am Persischen Golf abspielen.

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