Kettner Edelmetalle
10.07.2025
06:01 Uhr

Energiekrise 2.0: Deutschland droht schon im Januar der Gas-Blackout

Die Ampel-Koalition mag Geschichte sein, doch ihr energiepolitisches Erbe könnte Deutschland noch teuer zu stehen kommen. WĂ€hrend die neue Große Koalition unter Friedrich Merz noch ihre Ministersessel warmhĂ€lt, schlagen die deutschen Gasspeicherbetreiber Alarm: Bei einem kalten Winter könnten die Gasreserven bereits Ende Januar 2026 aufgebraucht sein. Ein DĂ©jĂ -vu der Energiekrise, das niemand erleben möchte – außer vielleicht jene, die schon immer vor der deutschen Energiewende-Romantik gewarnt haben.

Wenn die RealitĂ€t die grĂŒnen TrĂ€ume einholt

Die Initiative Energien Speichern (INES), ein Zusammenschluss deutscher Gasspeicherbetreiber, prĂ€sentiert Zahlen, die selbst hartgesottene Optimisten ins GrĂŒbeln bringen dĂŒrften. Ihre Szenarienrechnungen zeigen: Bei einem extrem kalten Winter wĂŒrden die Speicher bis Ende Januar 2026 vollstĂ€ndig geleert sein. Eine vollstĂ€ndige Versorgung wĂ€re dann bei aktuellen Verbrauchsmustern nicht mehr möglich. Die gesetzlich geforderten MindestfĂŒllstĂ€nde zum 1. Februar? Makulatur.

Besonders brisant: Der grĂ¶ĂŸte deutsche Gasspeicher in Rehden sei nahezu leer, warnt INES-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Sebastian Heinermann. Selbst wenn alle Nachbarstaaten ihre Speicher vollstĂ€ndig fĂŒllten und sĂ€mtliche LNG-Terminals auf Hochtouren liefen, reiche ein FĂŒllstand von 70 Prozent nicht aus, um durch einen besonders kalten Winter zu kommen.

Berliner RealitÀtsverweigerung in Reinkultur

WĂ€hrend die Fachleute warnen, ĂŒbt sich die Politik in gewohnter SchönfĂ€rberei. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche hob zum 1. Juli sogar die seit 2022 geltende Gas-Alarmstufe auf – ein Schritt, der angesichts der aktuellen Warnungen wie blanker Hohn wirkt. Ihr Ministerium betont gebetsmĂŒhlenartig, die Energiekrise sei ĂŒberwunden. Man verweist auf neue LNG-Importe und gesicherte Lieferwege, als ob diese Zauberwörter die physikalischen Grenzen der SpeicherkapazitĂ€ten außer Kraft setzen könnten.

Die derzeitigen FĂŒllstĂ€nde von rund 53 Prozent mögen auf den ersten Blick beruhigend wirken. Doch die Experten der INES sehen das anders: Eine vollstĂ€ndige BefĂŒllung bis zum 1. November sei technisch gar nicht mehr möglich. Die Buchungslage sei zu statisch, nur etwa 70 Prozent der KapazitĂ€ten wĂŒrden marktgetrieben genutzt.

Der Preis politischer Fehlentscheidungen

Was die Bundesregierung als "Marktmechanismen" verklĂ€rt, könnte sich als milliardenschweres Vabanquespiel entpuppen. Die Kosten kurzfristiger Importe im Fall eines kalten Winters seien schwer kalkulierbar und könnten Milliarden verschlingen, warnen Experten. Geld, das der deutsche Steuerzahler aufbringen mĂŒsste – zusĂ€tzlich zu den ohnehin schon explodierenden Energiekosten.

Besonders pikant: Eine staatliche BefĂŒllung durch das Unternehmen Trading Hub Europe wĂ€re durchaus möglich, ist aber nicht geplant. Man setzt lieber auf den Markt – denselben Markt, der Deutschland bereits in die AbhĂ€ngigkeit von russischem Gas gefĂŒhrt hatte.

Gold statt Gas: Die wahre Versorgungssicherheit

WĂ€hrend die Politik weiter auf wackelige Energieversorgung setzt, suchen immer mehr Deutsche nach verlĂ€sslichen Alternativen zur Vermögenssicherung. Die drohende Energiekrise könnte nicht nur zu VersorgungsengpĂ€ssen fĂŒhren, sondern auch die Inflation weiter anheizen. In solchen Zeiten erweisen sich physische Edelmetalle als stabiler Anker im Portfolio – sie benötigen weder Speicher noch Pipelines und sind immun gegen politische Fehlentscheidungen.

Die Geschichte lehrt uns: Wenn Regierungen versagen und Krisen drohen, bewĂ€hren sich Gold und Silber als zeitlose Wertspeicher. Sie mögen keine Energie liefern, aber sie sichern Vermögen – unabhĂ€ngig davon, ob die Gasspeicher voll oder leer sind.

"Bei einem extrem kalten Winter werden die Speicher bereits bis Ende Januar 2026 vollstĂ€ndig entleert – eine vollstĂ€ndige Versorgung ist dann bei aktuellen Verbrauchsmustern nicht mehr möglich."

Die Warnung der Gasspeicherbetreiber sollte ein Weckruf sein. Doch statt endlich eine vernĂŒnftige Energiepolitik zu betreiben, die auf Versorgungssicherheit statt auf ideologische TrĂ€umereien setzt, verharrt die Politik in ihrer Komfortzone. Die Rechnung dafĂŒr werden wieder einmal die BĂŒrger zahlen mĂŒssen – mit kalten Wohnungen oder horrenden Gaspreisen. Es wird Zeit, dass Deutschland zu einer Energiepolitik zurĂŒckfindet, die diesen Namen auch verdient.

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