Kettner Edelmetalle
08.05.2026
10:32 Uhr

Die RentenlĂŒge fliegt auf: Millionen Babyboomer stehen vor dem sozialen Absturz

Die RentenlĂŒge fliegt auf: Millionen Babyboomer stehen vor dem sozialen Absturz
Symbolbild: KI-generiert

Wenn am Monatsende von der Rente kaum mehr als die Miete ĂŒbrig bleibt, wird aus einem Leben voller Arbeit ein Leben voller Existenzangst. Genau dieses Szenario droht laut einer aktuellen Berechnung des Pestel-Instituts im Auftrag der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt einer ganzen Generation. Die Zahlen lesen sich wie ein politisches Armutszeugnis: Rund 5,1 Millionen Babyboomer – also vier von zehn kĂŒnftigen Rentnern – sollen mit weniger als 800 Euro gesetzlicher Rente pro Monat auskommen mĂŒssen. Eine Generation, die das Land aufgebaut, die Sozialkassen jahrzehntelang gefĂŒllt und brav ihre BeitrĂ€ge entrichtet hat, wird in den nĂ€chsten zehn Jahren reihenweise in die Wohnarmut entlassen.

Wenn die Lebensleistung nicht einmal die Miete deckt

Bundeskanzler Friedrich Merz nannte die gesetzliche Rente jĂŒngst eine „Basisabsicherung“. Eine bemerkenswerte Wortwahl. Denn was hier als nĂŒchterne Beschreibung daherkommt, ist in Wahrheit das EingestĂ€ndnis eines kolossalen Versagens deutscher Sozialpolitik. Wer sein gesamtes Berufsleben in das Umlagesystem eingezahlt hat, sollte am Ende mehr erwarten dĂŒrfen als eine „Basis“, die nicht einmal die Kaltmiete in einer mittleren deutschen Stadt deckt.

Bereits heute hĂ€ngen bundesweit mehr als 760.000 Rentner am Tropf der Grundsicherung. Ihr Anteil hat sich seit dem Jahr 2010 von 2,5 auf 4,3 Prozent nahezu verdoppelt. Spitzenreiter bei den Betroffenen ist laut Pestel-Institut Nordrhein-Westfalen – allein dort droht ĂŒber einer Million Menschen der finanzielle Absturz im Ruhestand.

Die unbequeme Wahrheit: Niedriglohn, Teilzeit, keine Vorsorge

Pestel-Institut-Chef Matthias GĂŒnther liefert laut Nachrichtenagentur dpa eine bittere ErklĂ€rung: Wer jahrzehntelang wenig verdient habe, in Teilzeit tĂ€tig gewesen sei oder lĂ€ngere Phasen ohne BeschĂ€ftigung erlebt habe, sammle schlicht zu wenig Rentenpunkte. Genau diese Gruppe verfĂŒge selten ĂŒber eine Betriebsrente oder nennenswerte Ersparnisse. Sein Urteil sei drastisch: „Arm im Alter heißt arm bis zum Tod.“

IG-Bau-Chef Robert Feiger bringe das Drama auf den Punkt: SpĂ€testens die Miete drĂ€nge einen Großteil der Babyboomer in die Wohnarmut. Bezahlbares Wohnen sei fĂŒr ihn die „soziale Frage Nummer 1“. Eine Forderung, die nach Jahrzehnten politischen Versagens fast schon wie Hohn klingt.

Wohnungsbau in TrĂŒmmern – die Politik schaut zu

Statt das Problem an der Wurzel zu packen, hat sich die Lage auf dem Wohnungsmarkt in den vergangenen Jahren systematisch verschlechtert. Feiger warnte bereits im MĂ€rz, dass die Zahl neu gebauter Wohnungen unter 200.000 sinken werde – nicht einmal die HĂ€lfte dessen, was mindestens nötig wĂ€re. Ohne massiv mehr Wohnungsbau, so seine EinschĂ€tzung, werde es auch keine wirtschaftliche Erholung geben. Immerhin hĂ€ngten am Wohnungsbau jeder siebte Arbeitsplatz und jeder siebte Euro der gesamten Wirtschaftsleistung.

Wer nun glaubt, die neue Bundesregierung werde es richten, dem dĂ€mpft Immobilienexperte Michael VoigtlĂ€nder vom Institut der Deutschen Wirtschaft die Hoffnungen: Der sogenannte Bau-Turbo sei noch lange nicht der „große Wurf“. Kommunen kĂ€mpften gegen BĂŒrgerproteste, strenge Umweltauflagen blockierten Projekte – beides Themen, die die Politik bis heute nicht ernsthaft angepackt habe. Mit anderen Worten: WĂ€hrend die ideologische Symbolpolitik weiter blĂŒht, wird real kaum noch gebaut.

Die Quittung jahrzehntelanger Fehlsteuerung

Was wir hier erleben, ist die Quittung fĂŒr eine Politik, die das Geld der Beitragszahler wie Konfetti im Wind verstreut hat. Milliardenhilfen fĂŒr die halbe Welt, Sondervermögen in dreistelliger Milliardenhöhe, ausufernde BĂŒrokratie, ideologisch motivierte Energiepreise und eine Migrationspolitik, die die sozialen Sicherungssysteme zusĂ€tzlich belastet – all das geht zulasten derjenigen, die das System einst getragen haben. Die Babyboomer, einst Garanten des deutschen Wirtschaftswunders, werden zur VerfĂŒgungsmasse einer Politik, die ihre eigenen BĂŒrger systematisch aus dem Blick verloren hat.

WĂ€hrend die neue Große Koalition unter Merz und Klingbeil ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen fĂŒr Infrastruktur durchwinkt und die KlimaneutralitĂ€t bis 2045 ins Grundgesetz schreibt, fragen sich Millionen Menschen, wie sie morgen ihre Heizkostenabrechnung bezahlen sollen. Die Schere zwischen den großen politischen Versprechen und der bitteren LebensrealitĂ€t Ă€lterer Menschen klafft so weit auseinander wie selten zuvor.

Was bleibt: Eigenverantwortung und reale Werte

Wer sich auf den Staat verlĂ€sst, ist verlassen – das ist die zentrale Lehre dieser Studie. Die gesetzliche Rente wird auch in den kommenden Jahren weiter erodieren, weil das Umlagesystem demografisch an seine Grenzen stĂ¶ĂŸt und die Politik mehr mit Umverteilung als mit nachhaltiger Vorsorge beschĂ€ftigt ist. Wer im Alter nicht in die Wohnarmut rutschen will, muss heute selbst Vorsorge treffen. Sachwerte, allen voran physische Edelmetalle wie Gold und Silber, haben sich ĂŒber Jahrhunderte als verlĂ€sslicher Inflationsschutz und stabiler Vermögensanker bewĂ€hrt – gerade dann, wenn staatliche Versprechen unter dem Druck politischer RealitĂ€t zerbröseln. Eine kluge Beimischung physischer Edelmetalle in ein breit gestreutes Portfolio kann ein wichtiger Baustein sein, um die eigene Kaufkraft im Ruhestand zu sichern.

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