
Demokratie-Farce in Ludwigshafen: CDU siegt mit mickrigen 13 Prozent der Wahlberechtigten
Was sich am vergangenen Sonntag in Ludwigshafen abspielte, könnte man getrost als BankrotterklĂ€rung der deutschen Demokratie bezeichnen. Bei einer geradezu beschĂ€menden Wahlbeteiligung von nur 24,1 Prozent wurde Dr. Klaus Blettner zum neuen OberbĂŒrgermeister gewĂ€hlt â oder sollte man besser sagen: ernannt? Denn von einer echten demokratischen Legitimation kann bei solchen Zahlen kaum die Rede sein.
Ein "Sieger" ohne Volk
Der CDU-Kandidat Blettner holte zwar 58,5 Prozent der abgegebenen Stimmen, doch was bedeutet das schon, wenn drei Viertel der Wahlberechtigten zu Hause blieben? In absoluten Zahlen ausgedrĂŒckt: Gerade einmal 13,3 Prozent aller wahlberechtigten Ludwigshafener hielten es fĂŒr nötig, dem neuen Stadtoberhaupt ihre Stimme zu geben. Ein Armutszeugnis fĂŒr die politische Kultur in Deutschland.
Noch dramatischer wird das Bild, wenn man die Entwicklung betrachtet: Von der Hauptwahl zur Stichwahl sank die Beteiligung nochmals um fĂŒnf Prozentpunkte. Die BĂŒrger scheinen sich vollends von der Politik abgewandt zu haben â und wer könnte es ihnen verdenken?
Der wahre Skandal: Ausschluss des AfD-Kandidaten
Doch die eigentliche Schande dieser Wahl liegt woanders. Der AfD-Kandidat Joachim Paul wurde kurzerhand vom Wahlausschuss ausgeschlossen â auf Basis eines eilig zusammengeschusterten Gutachtens des Verfassungsschutzes. Man stelle sich das vor: Ein Geheimdienst entscheidet, wer in Deutschland zur Wahl antreten darf und wer nicht. George Orwell hĂ€tte seine helle Freude an diesem Schauspiel gehabt.
Die BegrĂŒndung? Angebliche Zweifel an seiner Verfassungstreue. Beweise? Fehlanzeige. Stattdessen reichte ein Gutachten, das eigens fĂŒr diesen Zweck angefertigt wurde. Wenn das keine politische Justiz ist, was dann? Paul klagte sich durch alle Instanzen â erfolglos. Die Gerichte spielten brav mit bei diesem undemokratischen Treiben.
Ein Pyrrhussieg mit Nachspiel
Jetzt, nach der Wahl, kann Paul erneut gegen seinen Ausschluss vorgehen. Sollte sich herausstellen, dass der Wahlausschluss rechtswidrig war â wovon auszugehen ist â, mĂŒsste die gesamte Wahl wiederholt werden. Ein teures Nachspiel fĂŒr die Steuerzahler, verursacht durch die Angst des Establishments vor der demokratischen Konkurrenz.
Die hohe Zahl ungĂŒltiger Stimmen â immerhin 5,5 Prozent â spricht ebenfalls BĂ€nde. Offenbar haben viele WĂ€hler ihren Protest durch ungĂŒltige Stimmabgabe zum Ausdruck gebracht. Ein stiller Aufschrei gegen ein System, das ihnen keine echte Wahl lĂ€sst.
Symptom einer kranken Demokratie
Was in Ludwigshafen geschah, ist symptomatisch fĂŒr den Zustand unserer Demokratie. Wenn Kandidaten nach GutdĂŒnken ausgeschlossen werden können, wenn der Verfassungsschutz zum politischen Instrument wird und wenn am Ende nur noch ein Viertel der BĂŒrger zur Wahl geht, dann stimmt etwas Grundlegendes nicht mehr.
Die etablierten Parteien mögen sich ĂŒber den Sieg des CDU-Kandidaten freuen. Doch was ist das fĂŒr ein Sieg, wenn er auf dem Ausschluss des politischen Gegners beruht? Was ist das fĂŒr eine Demokratie, in der die BĂŒrger mit den FĂŒĂen abstimmen und zu Hause bleiben?
Deutschland braucht dringend eine politische Wende. Politiker, die wieder fĂŒr das Volk und nicht gegen das Volk regieren. Die VorgĂ€nge in Ludwigshafen zeigen ĂŒberdeutlich: So kann und darf es nicht weitergehen. Die BĂŒrger haben die Nase voll von einer Politik, die sie bevormundet, ihre Wahlmöglichkeiten einschrĂ€nkt und dann noch von demokratischer Legitimation spricht. Es ist höchste Zeit fĂŒr echte VerĂ€nderungen â bevor auch die letzten 24 Prozent das Vertrauen in unser System verlieren.










