Kettner Edelmetalle
24.02.2026
19:39 Uhr

Baden-Württemberg im freien Fall: CDU sackt auf historisches Umfragetief – und die Grünen wittern Morgenluft

Was ist nur los im einstigen Musterländle? Die CDU in Baden-Württemberg erreicht in einer aktuellen INSA-Umfrage nur noch 28 Prozent – den schwächsten Wert seit Mitte 2023. Ein Ergebnis, das nicht nur die Christdemokraten erschüttern dürfte, sondern auch ein Schlaglicht auf den desolaten Zustand der deutschen Volksparteien wirft. Denn während die Union bröckelt, legen ausgerechnet jene zu, die das wirtschaftliche Fundament des Südwestens in den vergangenen Jahren systematisch untergraben haben.

Der schleichende Niedergang einer Volkspartei

Nur noch sechs Prozentpunkte trennen die CDU von den Grünen, die mittlerweile auf 22 Prozent klettern. Noch im Oktober vergangenen Jahres betrug der Abstand satte vierzehn Punkte. Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Eine Partei, die maßgeblich dafür verantwortlich ist, dass Industriegiganten wie Daimler, Porsche und Bosch in existenzielle Krisen schlittern, gewinnt an Zuspruch. Einen schwächeren Wert als die aktuellen 28 Prozent hatte die CDU zuletzt im Juli 2023 erreicht, als sie bei mageren 26 Prozent lag.

Die AfD hält sich derweil stabil bei 20 Prozent und behauptet damit seit Oktober 2025 konstant die Marke oberhalb der Zwanzig-Prozent-Schwelle. Die SPD dümpelt bei 10 Prozent vor sich hin – ein Wert, der die einstige Arbeiterpartei im Südwesten zur Randerscheinung degradiert. Die Linke kommt auf 7 Prozent, die FDP auf 6 Prozent, und das Bündnis Sahra Wagenknecht erreicht lediglich 3 Prozent.

Ein Bundesland, das sich selbst arm regiert

Die Landtagswahl am 8. März rückt näher, und die Zahlen lesen sich wie ein politisches Armutszeugnis. Bei der letzten Wahl 2021 hatten die Grünen mit 32,6 Prozent triumphiert, die CDU kam auf 24,1 Prozent. Seither regiert Ministerpräsident Winfried Kretschmann in einer grün-schwarzen Koalition – einer Konstellation, die Baden-Württemberg von einem wirtschaftlichen Leuchtturm zu einem Sanierungsfall gemacht hat. Die Automobilindustrie ächzt unter ideologiegetriebener Regulierungswut, der Mittelstand kämpft ums Überleben, und die Energiekosten treiben Unternehmen scharenweise ins Ausland.

Und was bietet die CDU als Alternative? Manuel Hagel, den Spitzenkandidaten, der sich als vermeintlicher Erneuerer inszeniert, aber letztlich für eine Politik steht, die sich von den Grünen kaum noch unterscheiden lässt. Schwarz-Grün oder Grün-Schwarz – am Ende kommt dasselbe dabei heraus. Eine Koalition der Mutlosen, die den wirtschaftlichen Abstieg verwaltet, statt ihn aufzuhalten.

Der Merz-Effekt: Bundespolitik als Mühlstein

Man darf getrost davon ausgehen, dass der Absturz der CDU in Baden-Württemberg nicht nur landespolitische Ursachen hat. Bundeskanzler Friedrich Merz, der vor der Bundestagswahl vollmundig versprochen hatte, keine neuen Schulden zu machen, hat mit dem 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen genau das Gegenteil getan. Die Große Koalition aus CDU/CSU und SPD in Berlin belastet kommende Generationen mit einem Schuldenberg, der die Inflation weiter anheizen und den Wohlstand der Bürger schmelzen lassen wird wie Schnee in der Frühlingssonne. Wer so regiert, braucht sich über sinkende Umfragewerte nicht zu wundern.

Die Ironie der Geschichte: Ausgerechnet jene Partei, die sich als Garant wirtschaftlicher Vernunft verkauft, betreibt eine Fiskalpolitik, die selbst eingefleischte Keynesianer erröten lassen würde. Die Bürger spüren das – und sie quittieren es an der Wahlurne.

Warum wählen die Schwaben gegen ihre eigenen Interessen?

Die eigentlich verstörende Frage lautet jedoch: Warum erhalten CDU und Grüne zusammen immer noch rund 50 Prozent der Stimmen? Wie ist es möglich, dass in einem Bundesland, dessen wirtschaftliche Substanz vor aller Augen erodiert, die Verursacher dieser Misere weiterhin belohnt werden? Es ist, als würde man den Brandstifter zum Feuerwehrhauptmann befördern.

Ein Teil der Antwort liegt wohl in der medialen Dauerbeschallung durch den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, der kritische Stimmen konsequent marginalisiert und alternative politische Angebote systematisch diskreditiert. Ein anderer Teil liegt in der Trägheit einer Wohlstandsgesellschaft, die noch von den Reserven vergangener Jahrzehnte zehrt. Doch diese Reserven sind endlich. Wenn die Abfindungen von Bosch, Daimler und Co. aufgebraucht sind, wenn die letzten Zulieferer ihre Tore geschlossen haben, dann wird auch der letzte Schwabe aufwachen – nur könnte es dann zu spät sein.

Die INSA-Umfrage im Detail

Für die aktuelle Erhebung wurden zwischen dem 17. und 23. Februar insgesamt 1.000 Personen online befragt. Die Fehlertoleranz liegt bei rund drei Prozentpunkten. Umfragen bilden naturgemäß nur eine Momentaufnahme ab und sind keine Prognose des tatsächlichen Wahlergebnisses. Dennoch zeichnen die Zahlen ein klares Bild: Die politische Landschaft in Baden-Württemberg ist in Bewegung geraten, und die Richtung verheißt nichts Gutes für jene, die auf eine wirtschaftspolitische Kehrtwende hoffen.

In Zeiten politischer Unsicherheit und wirtschaftlicher Turbulenzen suchen viele Bürger nach Möglichkeiten, ihr Vermögen zu sichern. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als verlässlicher Wertspeicher bewährt – gerade dann, wenn das Vertrauen in politische Institutionen und die Stabilität der Währung schwindet. Als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio können sie einen wichtigen Beitrag zur Vermögenssicherung leisten, unabhängig davon, welche Farbe die nächste Landesregierung in Stuttgart trägt.

Wissenswertes zum Thema