Kettner Edelmetalle
03.11.2025
12:32 Uhr

Ukraine-Korrespondent fordert sofortigen Waffenstillstand: Die bittere RealitÀt nach vier Jahren Krieg

Die Wahrheit ĂŒber den Ukraine-Krieg dringt nun auch in die Redaktionsstuben der linken Medienlandschaft vor. Bernhard Clasen, langjĂ€hriger Ukraine-Korrespondent der taz, zieht nach vier Jahren Krieg eine schonungslose Bilanz, die so gar nicht ins Narrativ der deutschen Mainstream-Medien passen will. Seine Forderung nach einem sofortigen Waffenstillstand dĂŒrfte in Berlin fĂŒr Unbehagen sorgen – schließlich hat man sich dort auf bedingungslose UnterstĂŒtzung festgelegt.

Die Illusion vom Heldenkampf bröckelt

Was Clasen berichtet, liest sich wie das EingestĂ€ndnis eines gescheiterten Experiments. Aus dem erhofften Blitzsieg sei ein zermĂŒrbender Stellungskrieg geworden, der die ukrainische Gesellschaft an ihre Grenzen bringe. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Über 150.000 Soldaten hĂ€tten 2025 die Armee verlassen oder seien desertiert – und das seien nur die offiziellen Zahlen. Millionen MĂ€nner wĂŒrden sich der Musterung entziehen.

Diese RealitÀt steht in krassem Gegensatz zu den heroischen ErzÀhlungen, die uns tÀglich von Politik und Medien serviert werden. WÀhrend in Berlin weiter von der "Verteidigung westlicher Werte" geschwÀrmt wird, kollabiert die ukrainische Armee von innen. Die Frage drÀngt sich auf: Wie lange will man diese Fiktion noch aufrechterhalten?

Moralische Grenzen werden ĂŒberschritten

Besonders bemerkenswert sind Clasens EingestĂ€ndnisse zur moralischen Dimension des Krieges. Der Mann, der zu Kriegsbeginn selbst zur Waffe gegriffen hĂ€tte, sieht heute mit Entsetzen, wie sich die KriegsfĂŒhrung entwickelt hat. Angriffe auf russische Chemiewerke, StaudĂ€mme und zivile Ziele – all das geschehe mit westlichen Waffen und westlicher Billigung.

"Es gibt Dinge – wie Kinder und andere Zivilisten töten –, die trage ich auch dann nicht mit, wenn sie fĂŒr einen guten Zweck sind."

Diese Worte sollten all jenen zu denken geben, die in ihren warmen BĂŒros ĂŒber weitere Waffenlieferungen entscheiden. Doch in Berlin scheint man fĂŒr solche Bedenken taub zu sein. Die Ampel-Koalition mag zerbrochen sein, aber die neue Große Koalition unter Friedrich Merz setzt den Kurs der bedingungslosen Ukraine-UnterstĂŒtzung fort – koste es, was es wolle.

Selenskyjs verzweifelte Kehrtwende

Die politische Dimension von Clasens Analyse ist brisant: PrĂ€sident Selenskyj, der Verhandlungen mit Putin per Dekret ausgeschlossen hatte, sei nun zu direkten GesprĂ€chen bereit – ohne Vorbedingungen. Diese Kehrtwende zeigt die Verzweiflung in Kiew. WĂ€hrend die Ukraine um jeden Strohhalm ringt, zögere Russland. Die MachtverhĂ€ltnisse haben sich verschoben, und mit jedem Tag verschlechtert sich Kiews Verhandlungsposition.

Was bedeutet das fĂŒr die deutsche Politik? Jahrelang hat man uns erzĂ€hlt, die Ukraine mĂŒsse bis zum vollstĂ€ndigen Sieg unterstĂŒtzt werden. Nun zeigt sich: Dieser Sieg war eine Illusion, genĂ€hrt von Wunschdenken und ideologischer Verblendung. Die Rechnung zahlen die ukrainischen Soldaten mit ihrem Leben und die deutschen Steuerzahler mit Milliarden.

Innenpolitische RealitÀten werden ignoriert

Clasen spricht auch unangenehme Wahrheiten ĂŒber die innere Verfasstheit der Ukraine aus. Russenfeindliche Parolen in Kiew und die systematische Missachtung der russischsprachigen Minderheit – all das behindere jeden Friedensprozess. Diese RealitĂ€t passt nicht ins Bild der makellosen Demokratie, die verteidigt werden mĂŒsse.

Doch genau diese VerklĂ€rung der Ukraine hat dazu gefĂŒhrt, dass kritische Stimmen jahrelang mundtot gemacht wurden. Wer auf die komplexe ethnische und sprachliche RealitĂ€t des Landes hinwies, wurde als Putin-Versteher diffamiert. Nun rĂ€cht sich diese Ignoranz bitter.

Die bittere Wahrheit ĂŒber den kommenden Winter

Clasens Fazit ist so simpel wie erschĂŒtternd: "Zwei Jahre Waffenstillstand sind besser als null Jahre Waffenstillstand." Nach vier Jahren Krieg, Hunderttausenden Toten und Verwundeten, zerstörten StĂ€dten und zerrissenen Familien – ist das alles, was bleibt? Ein Waffenstillstand, der das Unvermeidliche nur aufschiebt?

Der kommende Winter werde hart fĂŒr die Ukraine, prophezeit Clasen. Doch nicht nur fĂŒr die Ukraine – auch fĂŒr Deutschland und Europa. Die Energiepreise explodieren, die Wirtschaft schwĂ€chelt, und die sozialen Spannungen nehmen zu. All das ist der Preis fĂŒr eine Politik, die sich in moralischer Selbstgerechtigkeit verloren hat.

Es ist Zeit fĂŒr eine ehrliche Debatte ĂŒber diesen Krieg. Clasens Artikel in der taz mag nur ein Anfang sein, aber er zeigt: Selbst in den Reihen der bedingungslosen Ukraine-UnterstĂŒtzer wĂ€chst die Erkenntnis, dass dieser Weg in die Sackgasse fĂŒhrt. Die Frage ist nur, ob unsere politische FĂŒhrung den Mut hat, diese RealitĂ€t anzuerkennen – oder ob sie weiter auf Kosten von Menschenleben an ihren Illusionen festhĂ€lt.

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