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25.02.2026
08:38 Uhr

Trumps Drohgebärde gegen Teheran: „Werde niemals zulassen, dass der Iran Atomwaffen besitzt"

Trumps Drohgebärde gegen Teheran: „Werde niemals zulassen, dass der Iran Atomwaffen besitzt"

In einer der längsten Reden zur Lage der Nation, die Washington je erlebt hat, zog US-Präsident Donald Trump nach gut einem Jahr seiner zweiten Amtszeit eine betont selbstbewusste Bilanz – und setzte dabei ein unmissverständliches Signal in Richtung Teheran. Die Botschaft war klar wie ein Paukenschlag: Eine nukleare Bewaffnung des Iran werde es unter seiner Präsidentschaft nicht geben. Punkt.

Ein Präsident, der Stärke demonstriert

Was Trump vor dem versammelten US-Kongress ablieferte, war weit mehr als eine routinierte Bestandsaufnahme. Es war eine Machtdemonstration, wie sie in dieser Deutlichkeit selbst von dem für seine markigen Worte bekannten Republikaner selten zu hören ist. Der Iran, so Trump, habe nach den US-Militärschlägen der vergangenen Monate seine atomaren Ambitionen keineswegs aufgegeben. Im Gegenteil: Das Mullah-Regime verfolge erneut „finstere Ambitionen" und baue seine militärischen Fähigkeiten systematisch aus.

„Wir haben sie ausgelöscht, und sie wollen wieder von vorne anfangen", erklärte der Präsident mit jener ihm eigenen Mischung aus Selbstgewissheit und Drohgebärde. Teheran verfüge bereits über Raketentechnologie, die europäische Ziele und amerikanische Stützpunkte im Ausland erreichen könne. An Systemen mit noch größerer Reichweite werde fieberhaft gearbeitet.

„Ich werde niemals zulassen, dass der weltweit größte Förderer des Terrors eine Atomwaffe besitzt. Das kann ich nicht zulassen."

Verhandlungen ja – aber mit der Faust auf dem Tisch

Bemerkenswert ist die Doppelstrategie, die Trump fährt. Einerseits verwies er auf laufende Gespräche mit dem Iran. Teheran wolle einen Deal, so der Präsident. Andererseits schloss er einen erneuten Militärschlag ausdrücklich nicht aus. Eine verbindliche Zusage der iranischen Führung, auf Atomwaffen zu verzichten, liege bislang nicht vor. Man muss kein Geopolitik-Experte sein, um zu erkennen, dass hier ein Ultimatum im Raum steht, auch wenn es nicht explizit so benannt wurde.

Für Europa – und insbesondere für Deutschland – sollte diese Entwicklung Anlass zur Sorge sein. Denn sollte der Konflikt zwischen Washington und Teheran tatsächlich eskalieren, wären die Auswirkungen auf die globalen Energiemärkte und damit auf die ohnehin angeschlagene deutsche Wirtschaft verheerend. Dass die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz bislang kaum eine eigenständige außenpolitische Linie erkennen lässt, macht die Sache nicht besser. Deutschland droht einmal mehr zum Zuschauer in einem geopolitischen Schachspiel zu werden, dessen Regeln andere bestimmen.

Migration und Sicherheit: Trumps Kernthemen

Neben der Iran-Frage widmete sich Trump ausführlich der Migrationspolitik – jenem Thema, das ihn bereits in seiner ersten Amtszeit definierte und das nun mit noch größerer Vehemenz auf der Agenda steht. Der Schutz der eigenen Bevölkerung sei die vorrangige Aufgabe jeder Regierung, betonte der Präsident und grenzte sich dabei scharf von den Demokraten ab. Die konsequente Durchsetzung von Abschiebungen und der Einsatz der Einwanderungsbehörde ICE seien keine Willkür, sondern schlicht die Durchsetzung geltenden Rechts.

Man mag von Trumps Rhetorik halten, was man will – doch in einem Punkt hat er zweifellos recht: Ein Staat, der seine eigenen Grenzen nicht schützen kann oder will, verliert seine Legitimität. Eine Erkenntnis, die man sich auch in Berlin endlich zu Herzen nehmen sollte, wo die Kriminalitätsstatistiken seit Jahren in besorgniserregende Höhen klettern und die Bürger sich zunehmend unsicher fühlen. Die Parallelen zwischen der amerikanischen und der deutschen Migrationsdebatte sind frappierend – mit dem Unterschied, dass in Washington zumindest der politische Wille zur Durchsetzung vorhanden zu sein scheint.

Handelspolitik: Trump gegen den Supreme Court

Auch die Handelspolitik kam nicht zu kurz. Trump äußerte sich ungewohnt offen kritisch über eine Entscheidung des Obersten Gerichtshofs, der seine Anwendung eines Notstandsgesetzes zur Einführung umfassender Zölle für unzulässig erklärt hatte. Das Urteil bezeichnete er als „bedauerlich" – ein Wort, das in Trumps Vokabular einer vernichtenden Kritik gleichkommt. Er kündigte an, alternative rechtliche Wege zu prüfen, um seine protektionistische Zollpolitik dennoch umzusetzen.

Die bereits verhängten Zölle von 20 Prozent auf EU-Importe treffen die exportabhängige deutsche Wirtschaft bereits empfindlich. Sollte Trump weitere Verschärfungen durchsetzen, könnte dies den ohnehin fragilen Aufschwung in Deutschland endgültig abwürgen. In Zeiten, in denen die Bundesregierung ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen auf Pump finanziert und damit kommende Generationen belastet, wäre ein zusätzlicher Handelskonflikt mit den USA das Letzte, was Deutschland gebrauchen kann.

Was bedeutet das für Anleger?

In einem geopolitischen Umfeld, das von eskalierenden Konflikten im Nahen Osten, Handelskriegen und wachsender Unsicherheit geprägt ist, rückt die Frage der Vermögenssicherung einmal mehr in den Vordergrund. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich in solchen Krisenzeiten historisch stets als verlässlicher Wertspeicher erwiesen. Wer sein Portfolio breit aufstellen und gegen geopolitische Schocks absichern möchte, sollte eine Beimischung physischer Edelmetalle ernsthaft in Betracht ziehen.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Anlageentscheidung sollte auf Basis eigener, gründlicher Recherche getroffen werden. Wir übernehmen keine Haftung für individuelle Anlageentscheidungen, die auf Grundlage dieses Artikels getroffen werden.

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