
Trump vs. Harris: Streit um Bidens Wahlkampfgelder eskaliert
Donald Trump hat erneut fĂŒr Aufsehen gesorgt, indem er VizeprĂ€sidentin Kamala Harris den Zugriff auf die Wahlkampfkasse von Joe Biden verwehren möchte. Harris, die nach Bidens RĂŒckzug als PrĂ€sidentschaftskandidatin der Demokraten ins Rennen geht, sieht sich nun mit einer Beschwerde des Trump-Teams konfrontiert.
Beschwerde bei der Wahlkommission eingereicht
Am Dienstag reichte das Wahlkampfteam von Trump eine Beschwerde bei der Wahlkommission FEC ein. Laut dieser Beschwerde könne Harris nicht rechtmĂ€Ăig Gelder ĂŒbernehmen, die ursprĂŒnglich fĂŒr Bidens Wahlkampf gesammelt wurden. Trump bezeichnete Harris' Vorgehen als âunverschĂ€mte Habgierâ und den âgröĂten VerstoĂ gegen die Wahlkampffinanzierung in der amerikanischen Geschichteâ.
Reaktionen aus dem Harris-Lager
Das Wahlkampfteam von Harris weist die VorwĂŒrfe entschieden zurĂŒck. Charles Kretchmer Lutvak, Sprecher von Harris' Wahlkampfteam, sieht in der Klage einen Ablenkungsversuch der Republikaner. âDie MAGA-AnhĂ€nger sind neidisch, dass die Demokraten so viel Begeisterung auslösenâ, schrieb er auf der Plattform X. âWir mobilisieren Zehntausende Freiwillige, sprechen mit Millionen von WĂ€hlern und werden diese Wahl gewinnen. Lenkt euch gerne mit unbegrĂŒndeten Klagen ab.â
Finanzielle Lage der Kandidaten
In der Wahlkampfkasse von Biden lagen Ende Juni rund 95 Millionen US-Dollar. Harris' Team gibt an, dass sie seit Sonntag selbst bereits 100 Millionen US-Dollar eingesammelt und den Kontostand der Biden-Kampagne damit in nur wenigen Tagen ĂŒbertroffen habe. Ob Harris das Geld von Biden ĂŒberhaupt benötigen wĂŒrde, ist daher ebenfalls unklar.
Rechtliche EinschÀtzungen
Ein Anwalt des Campaign Legal Center, einer ĂŒberparteilichen Beobachtungsgruppe fĂŒr WahlkĂ€mpfe, rĂ€umt der Beschwerde nur geringe Chancen ein. Harris sei als VizeprĂ€sidentschaftskandidatin bereits ein Teil der Wiederwahlkampagne âBiden for Presidentâ von Joe Biden gewesen und sollte daher Anspruch auf das Geld haben, heiĂt es.
Politische Implikationen
Der bisherige PrĂ€sidentschaftskandidat der Demokraten, Amtsinhaber Joe Biden, hatte am Sonntag Forderungen aus der eigenen Partei nachgegeben, seinen RĂŒckzug als Kandidat erklĂ€rt und sich fĂŒr Harris als seine Nachfolgerin im WeiĂen Haus ausgesprochen. Eine Lösung des Konflikts durch die Wahlbehörden vor der PrĂ€sidentschaftswahl am 5. November gilt als unwahrscheinlich.
Fazit
Die Auseinandersetzung um die Wahlkampfkasse von Joe Biden zeigt einmal mehr die tiefen GrĂ€ben zwischen den politischen Lagern in den USA. WĂ€hrend das Trump-Lager versucht, Harris' Kampagne zu behindern, zeigt sich das Harris-Team kĂ€mpferisch und optimistisch. Ob die Beschwerde vor der Wahlkommission Erfolg haben wird, bleibt abzuwarten. Klar ist jedoch, dass diese Kontroverse die ohnehin schon aufgeheizte Stimmung im Vorfeld der PrĂ€sidentschaftswahl weiter anheizen dĂŒrfte.










