
Putin in Peking: Wie sich zwei Autokraten gegen den Westen verbünden – und Berlin tatenlos zusieht

Während sich die deutsche Politik in moralischen Belehrungen erschöpft und sich der Westen über Lappalien streitet, schmieden zwei strategisch denkende Mächte gerade die Achse, die unsere Weltordnung neu definieren könnte. Wladimir Putin reist zu einem zweitägigen Staatsbesuch nach China. Auf der Tagesordnung: die Vertiefung jener "grenzenlosen Freundschaft", die Xi Jinping und der Kremlchef wenige Wochen vor dem russischen Überfall auf die Ukraine ausgerufen hatten. Eine Invasion, die Peking bis heute nicht verurteilt hat – und auch in Zukunft nicht verurteilen wird.
Eine Symbiose, die der Westen unterschätzt hat
Wer in den Korridoren des Berliner Kanzleramts noch immer glaubt, Sanktionen würden Russland in die Knie zwingen, dürfte spätestens jetzt eines Besseren belehrt werden. Die Realität sieht anders aus: China kauft Russland jene Mengen an Öl und Gas ab, die einst nach Europa geflossen wären – zu Preisen, die den Kreml zwar etwas schmerzen, aber bei Weitem nicht so sehr wie die Deindustrialisierung Deutschlands den hiesigen Mittelstand. Im Gegenzug liefert China alles, was Russland aufgrund der westlichen Sanktionen sonst nur mühsam beschaffen kann: Autos, Maschinen, Elektronik und vor allem Computerchips.
Ein Vertreter des Berliner Mercator-Instituts für Chinastudien bringt es auf den Punkt: Die russische Wirtschaft, die nach westlicher Lesart eigentlich am Boden liegen müsste, profitiere enorm von dieser Allianz. Besonders sogenannte Dual-Use-Güter – also Produkte, die sowohl zivil als auch militärisch nutzbar seien – fänden in immer größerem Umfang ihren Weg von chinesischen Fabriken in russische Hände. Peking betont zwar formelhaft, keine Waffen zu liefern. Doch ein Chip ist ein Chip – ob er nun in einem Laptop oder in einer Drohne verbaut wird, entscheidet allein der Endkunde.
China will keinen Verlierer Russland
Wer auf Schützenhilfe aus Peking für die Ukraine hoffe, der hoffe vergebens, so die Einschätzung des Experten. China habe schlicht kein Interesse daran, dass Russland als Verlierer aus diesem Krieg hervorgehe. Im Gegenteil: Aus dem chinesischen Außenministerium verlautet, man wolle die bilateralen Beziehungen auf eine "tiefere Ebene" und ein "höheres Niveau" heben. Im diplomatischen Sprech bedeute dies wohl: Schulterschluss gegen den Westen.
Trump als Belustigung in Moskau und Peking?
Pikant auch ein Nebenaspekt: Der jüngste Besuch von US-Präsident Donald Trump dürfte ebenfalls auf der Agenda stehen. Beobachter gehen davon aus, dass Putin weit weniger pompös empfangen werde als der Amerikaner. Doch das, so heißt es aus dem MERICS-Umfeld, sage wenig aus. Putin habe von Xi in der Vergangenheit deutlich gewichtigere Vertrauensbeweise erhalten – die wechselseitige Teilnahme an den großen Militärparaden des vergangenen Jahres etwa. Gegenüber solchen Gesten seien "ein paar Blumenkinder", mit denen man Trump abgespeist habe, eher billiges Fernsehprogramm. Man dürfe annehmen, so der Experte, dass Putin und Xi durchaus belustigt zur Kenntnis nähmen, mit welch einfachen Tricks man den US-Präsidenten einfangen könne.
Die neue Weltordnung wird ohne Berlin verhandelt
Was bleibt, ist eine ernüchternde Erkenntnis: Peking arbeitet langfristig und strategisch an einer neuen Weltordnung, in der die bisher von den USA dominierte Architektur abgelöst werden soll. Russland ist dabei als zentraler Partner fest eingeplant. Und Deutschland? Verliert sich derweil in Genderdebatten, klimapolitischen Selbstkasteiungen und einem 500-Milliarden-Euro-Schuldenpaket, das künftige Generationen in Zinsknechtschaft führen wird. Während Friedrich Merz und Lars Klingbeil also in Berlin die Steuerlast hochfahren und damit jenen Industriestandort weiter schwächen, der einst Garant deutschen Wohlstands war, zementieren Putin und Xi mit jedem Handschlag eine neue geopolitische Realität.
Die Frage ist nicht mehr, ob sich das Machtgefüge der Welt verschiebt. Die Frage ist, ob deutsche Politiker irgendwann begreifen werden, dass moralischer Zeigefinger und ideologische Reinheit kein Ersatz für strategisches Denken sind. Bis dahin bleibt dem Bürger nur eines: die Verantwortung für die eigene Vermögenssicherung selbst in die Hand zu nehmen.
Edelmetalle als Anker in stürmischen Zeiten
In einer Welt, in der geopolitische Blöcke sich neu formieren, Sanktionen über Nacht verhängt werden und Währungen in Krisenzeiten ihre Kaufkraft verlieren, gewinnen physische Edelmetalle wie Gold und Silber als wertstabile Säule eines gut diversifizierten Vermögensportfolios zunehmend an Bedeutung. Sie sind unabhängig von politischer Willkür, kennen keine Bilanzfälschung und können von keiner Notenbank durch Knopfdruck vermehrt werden. Gerade in unsicheren Zeiten lohnt sich der Blick auf das, was über Jahrtausende seinen Wert bewahrt hat.
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