
Prien greift Familien an: Wenn ausgerechnet die CDU der jungen Generation 350 Millionen wegnimmt

Es gibt Momente, in denen die politische RealitĂ€t ihre eigene Karikatur ĂŒberholt. Die Union plakatiert vollmundig, sie lasse Familien nicht allein und bringe das Land wieder nach vorne â und im selben Atemzug legt Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) den Rotstift ausgerechnet dort an, wo es die Zukunft dieses Landes am hĂ€rtesten trifft: beim Elterngeld. Rund 350 Millionen Euro sollen die Familien bluten, insgesamt muss das Ministerium etwa 500 Millionen Euro einsparen. Man reibt sich verwundert die Augen.
Demografischer Absturz â und die Regierung schaut zu
Werfen wir einen nĂŒchternen Blick auf die Zahlen, denn sie sprechen eine erbarmungslose Sprache. Im Jahr 2025 kamen in Deutschland gerade einmal 654.241 Kinder zur Welt â so wenige wie nie zuvor in der gesamten Nachkriegsgeschichte. Zum Vergleich: 1945, im Jahr der Kapitulation und des völligen Zusammenbruchs, wurden 1,795 Millionen Kinder geboren. Selbst 1970 lag die Zahl noch bei 1,048 Millionen. Die Geburtenrate ist zum vierten Mal in Folge gesunken und dĂŒmpelt inzwischen bei mageren 1,32 Kindern pro Frau.
Ein Volk, das sich nicht mehr reproduziert, hat kein demografisches Problem â es hat ein existenzielles. Und was tut die zustĂ€ndige Ministerin? Sie kĂŒrzt genau jene Leistung, die junge Paare zur FamiliengrĂŒndung ermutigen soll. Das ist keine Familienpolitik. Das ist ihr genaues Gegenteil.
Was hinter den Prien-PlÀnen steckt
Schauen wir uns die Details an, denn der Teufel steckt bekanntlich darin. Ab Ende 2027 soll die maximale Bezugsdauer des Basiselterngeldes von 14 auf 12 Monate gestutzt werden. Gleichzeitig weitet man die sogenannten Partnermonate von zwei auf drei aus. FĂŒr jedes Elternteil werden kĂŒnftig drei Monate fest reserviert. Der monatliche Mindestbetrag steigt von 300 auf 330 Euro, der Höchstbetrag von 1.800 auf 1.900 Euro. Auch Alleinerziehende sollen kĂŒnftig maximal zwölf Monate volles Elterngeld erhalten. Die Einkommensgrenze fĂŒr den Anspruch bleibt bei 175.000 Euro zu versteuerndem Jahreseinkommen.
Klingt nach einer Anhebung? Ist aber Etikettenschwindel. Denn die entscheidende Wahrheit verschweigt die Ministerin gerne.
Ein Drittel Kaufkraft verpufft
Das Elterngeld wurde seit seiner EinfĂŒhrung im Jahr 2007 kein einziges Mal an die Inflation angepasst. Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft zeigen: In den 19 Jahren bis 2026 hat die Leistung satte 31,5 Prozent ihrer Kaufkraft eingebĂŒĂt. WĂŒrde man die Teuerung ehrlich ausgleichen, mĂŒsste der Höchstsatz bei rund 2.591 Euro und der Mindestsatz bei 432 Euro liegen â also 791 beziehungsweise 132 Euro höher als heute.
Die vermeintliche âErhöhungâ ist in Wahrheit eine reale KĂŒrzung â kaschiert durch ein paar Euro mehr, die die Inflation lĂ€ngst aufgefressen hat.
Selbst die eigenen Reihen begehren auf
Bemerkenswert: Der Widerstand kommt aus allen Richtungen. Der Koalitionspartner SPD lehnt die KĂŒrzung der Bezugszeit ab. Kritiker warnen, dass in vielen Familien die bislang von der Mutter genutzten zwölf Monate faktisch auf neun schrumpfen wĂŒrden â was vor allem einkommensschwache Familien treffe. Selbst der Nachwuchs der eigenen Partei rebelliert. Der Chef der Jungen Union geiĂelte bereits Ende Juni die âkonsequente Benachteiligung der jungen Generationâ und warnte, die CDU setze ihren Ruf als Familienpartei leichtfertig aufs Spiel.
Dabei stellt sich die Frage: Hat die Union diesen Ruf nicht lĂ€ngst verspielt? Schon 1999 verkĂŒndete die damalige GeneralsekretĂ€rin Angela Merkel den denkwĂŒrdigen Satz âFamilie ist, wo Kinder sindâ â und lĂ€utete damit die schleichende Auflösung des klassischen Familienbildes ein. Seither wurde eine Politik betrieben, die jungen Paaren die FamiliengrĂŒndung eher erschwert als erleichtert.
Wo man wirklich sparen könnte
Und nun der Punkt, der wirklich sauer aufstöĂt. Wer sparen will, findet in diesem Ministerium reichlich Gelegenheit dazu. Das Programm âDemokratie leben!â etwa verschlingt Jahr fĂŒr Jahr fast 200 Millionen Euro, die zu einem erheblichen Teil in linke Nichtregierungsorganisationen flieĂen. Hier lieĂe sich mĂŒhelos kĂŒrzen, ohne einer einzigen jungen Familie das Geld aus der Tasche zu ziehen. Doch dieser Griff traut sich die Ministerin offenkundig nicht zu.
Man muss es so deutlich sagen: Eine Regierung, die lieber ideologische Projekte finanziert als das Fundament ihrer eigenen Gesellschaft zu stĂ€rken, hat ihre PrioritĂ€ten grĂŒndlich verkehrt. Familien sind kein Sparposten. Sie sind die Zukunft dieses Landes â oder das, was davon ĂŒbrig bleibt.
Warum echte Werte Substanz brauchen
In Zeiten, in denen der Staat die Kaufkraft seiner BĂŒrger durch schleichende Inflation entwertet und selbst zugesagte Leistungen real schrumpfen lĂ€sst, wird eines ĂŒberdeutlich: Wer sich auf staatliche Versprechen allein verlĂ€sst, steht am Ende oft mit leeren HĂ€nden da. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben ĂŒber Jahrhunderte hinweg bewiesen, dass sie ihren Wert bewahren, wĂ€hrend Papierversprechen an Kaufkraft verlieren. Als Beimischung zu einem breit gestreuten Vermögen können sie ein solider Baustein zur langfristigen Absicherung sein â gerade fĂŒr Familien, die fĂŒr kommende Generationen vorsorgen möchten.
Hinweis: Der vorstehende Beitrag gibt ausschlieĂlich die Meinung unserer Redaktion und den uns vorliegenden Informationsstand wieder. Er stellt keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Jeder Anleger ist verpflichtet, eigenstĂ€ndig zu recherchieren und trĂ€gt fĂŒr seine Entscheidungen die alleinige Verantwortung. Bei individuellen Fragen wenden Sie sich bitte an einen zugelassenen Steuer- oder Rechtsberater.










