Kettner Edelmetalle
10.07.2026
06:04 Uhr

Porsche fährt die grüne E-Auto-Ideologie an die Wand – 4000 Jobs verglühen im Batteriefeuer

Es war einmal ein Statussymbol, das röhrte, brüllte und in jeder Kurve die Emotionen zum Kochen brachte. Der Porsche-Benziner galt über Jahrzehnte als das ultimative Bekenntnis: „Ich habe es geschafft.“ Wer den satten Sound eines aufheulenden Motors hörte, wusste sofort – hier fährt jemand, der den Aufstieg geschafft hat. Doch dieses Kapitel deutscher Ingenieurskunst neigt sich dem Ende zu. Und schuld ist nicht etwa mangelnde Qualität, sondern eine politisch verordnete Zwangsbeglückung, die an der Realität des Kunden vorbeigeplant wurde.

Das Anbiedern an Berlin hat nichts gebracht

Der Stuttgarter Sportwagenbauer streicht nun bis zu 4000 Stellen. Betroffen sind vor allem das Management und der traditionsreiche Entwicklungsstandort Weissach. Wie das Handelsblatt Anfang Juli berichtete, laufen zudem befristete Verträge aus, gleich drei Tochterfirmen wurden dichtgemacht. Tausende Beschäftigte müssen gehen – viele von ihnen werden in der Nähe ihres kreditfinanzierten schwäbischen „Häusles“ kaum eine gleichwertig bezahlte Stelle finden.

Man fragt sich unweigerlich: Was hat das jahrelange Anschleimen an die grüne Klimapolitik in Berlin diesem einst stolzen Konzern eigentlich gebracht? Die Antwort ist ernüchternd. Nichts. Der Luxuskarren steckt tief im Dreck, und die goldenen Jahre, in denen Geld keine Rolle spielte, sind vorbei.

Desaster mit der Steckdose

Das Kernproblem liegt auf der Hand. Die Kunden wollen die Elektrokisten schlichtweg nicht. Der vollelektrische Taycan brach um satte 22 Prozent ein – gerade einmal 16.300 Exemplare fanden einen Abnehmer. Wer einen Porsche kauft, will Sound, will Emotion, will das Kribbeln beim Beschleunigen. Was er eben nicht will, ist ein stummer Stromer, der sich anfühlt wie ein besseres Küchengerät auf Rädern.

Hohe Entwicklungskosten für die E-Sparte, eine schwache Nachfrage und das Wegbrechen staatlicher Förderungen – diese Kombination hat einen der prestigeträchtigsten Namen der deutschen Wirtschaft in die Knie gezwungen.

Nun rudert man in Stuttgart zurück, besinnt sich wieder auf Verbrenner und Hybride. Doch für die Bilanz kommt diese Einsicht zu spät. Der immerhin besser laufende Macan Electric konnte den Gesamteinbruch nicht auffangen.

Ein Menetekel für die gesamte Branche

Porsche ist kein Einzelfall, sondern nur das prominenteste Opfer einer verfehlten Strategie. Allein 2025 hat die deutsche Automobilindustrie fast 50.000 Arbeitsplätze verloren. Das ist keine Naturkatastrophe, sondern das Ergebnis einer Politik, die dem Bürger vorschreiben wollte, wie er sich fortzubewegen habe – gegen jeden Marktmechanismus, gegen jeden Kundenwunsch, gegen jede wirtschaftliche Vernunft.

Fast schon ironisch mutet ein Blick in die Firmengeschichte an: Zwischen 1950 und 1963 baute Porsche rund 120.000 Traktoren – in Kaminrot mit elfenbeinfarbenen Felgen. Ein Schlepper, der sich technisch ohnehin kaum elektrifizieren ließe, wäre womöglich krisensicherer als jeder Batterie-Sportwagen.

Was der Anleger daraus lernen sollte

Die Geschichte von Porsche zeigt eindrücklich, wie schnell selbst scheinbar unerschütterliche Werte ins Wanken geraten, wenn Ideologie über wirtschaftlichen Sachverstand siegt. Wer sein Vermögen vor politisch verursachten Verwerfungen schützen möchte, tut gut daran, nicht alles auf eine Karte zu setzen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben über Jahrhunderte bewiesen, dass sie unabhängig von politischen Moden und ideologischen Experimenten ihren Wert bewahren – eine sinnvolle Ergänzung für jedes breit gestreute und krisenfeste Portfolio.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Er gibt ausschließlich die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Anleger ist verpflichtet, eigenständig ausreichend zu recherchieren und trägt für seine Anlageentscheidungen die alleinige Verantwortung.

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