
Milliardenschwerer Steuerraub: Wie die Politik beim Cum-Cum-Betrug wegschaut
WĂ€hrend die Ampel-Regierung den BĂŒrgern immer neue Steuern aufbĂŒrdet und von "SolidaritĂ€t" schwadroniert, plĂŒndern Banken und Investoren weiterhin ungeniert die Staatskasse. Der Cum-Cum-Skandal, der Deutschland bereits 29 Milliarden Euro gekostet haben soll, geht munter weiter â und die Politik schaut tatenlos zu. Ein LehrstĂŒck ĂŒber die unheilvolle Allianz zwischen Finanzlobby und Regierung.
Das AusmaĂ des Skandals sprengt jede Vorstellungskraft
Die Zahlen sind schwindelerregend: Allein zwischen 2000 und 2020 soll der deutsche Staat durch Cum-Cum-GeschĂ€fte knapp 29 Milliarden Euro verloren haben, schĂ€tzen Experten der UniversitĂ€t Mannheim. Weltweit belaufe sich der Schaden auf ĂŒber 140 Milliarden Euro. Geld, das in Schulen, StraĂen oder die Sicherheit unserer BĂŒrger hĂ€tte flieĂen können. Stattdessen landet es in den Taschen cleverer Finanzjongleure, die das System schamlos ausnutzen.
Das Perfide daran: Obwohl die Machenschaften lĂ€ngst bekannt sind und unter bestimmten UmstĂ€nden sogar illegal, lĂ€uft das groĂe PlĂŒndern weiter. Anne Brorhilker, ehemalige OberstaatsanwĂ€ltin und heute bei der Organisation "Finanzwende" tĂ€tig, bringt es auf den Punkt: Die Behörden wĂŒssten sehr wohl Bescheid, behaupteten aber gerne das Gegenteil mit der Standardfloskel "Uns ist das nicht bekannt".
So funktioniert der legalisierte Raubzug
Das Prinzip der Cum-Cum-GeschĂ€fte ist so simpel wie dreist: AuslĂ€ndische Finanzinstitute verleihen ihre deutschen Aktien kurz vor der DividendenausschĂŒttung an deutsche Partner. Diese lassen sich die Kapitalertragssteuer erstatten â ein Privileg, das eigentlich nur inlĂ€ndischen Anlegern zusteht. Nach der Transaktion wandern die Aktien zurĂŒck, der Gewinn wird geteilt. Ein Taschenspielertrick auf Kosten der Allgemeinheit.
Christoph Spengel von der UniversitĂ€t Mannheim erklĂ€rt, dass eine simple GesetzesĂ€nderung genĂŒgen wĂŒrde: Die Besteuerung der WertpapierleihgebĂŒhren. In LĂ€ndern, die dies bereits umgesetzt hĂ€tten, existierten keine Cum-Cum-GeschĂ€fte. Doch in Deutschland? Fehlanzeige. Bereits 2016 mahnte Spengel vergeblich. Die Politik hatte offenbar Wichtigeres zu tun â oder kein Interesse daran, ihren Gönnern aus der Finanzbranche das Handwerk zu legen.
Behördenversagen als System
Die GrĂŒnde fĂŒr das fortgesetzte Versagen sind vielfĂ€ltig und erschreckend zugleich. Brorhilker zeichnet das Bild einer Verwaltung, die dem organisierten Finanzbetrug hoffnungslos unterlegen ist. Chronische Unterbesetzung bei den BetriebsprĂŒfungen, veraltete Technik, mangelnde Abstimmung zwischen den Behörden â die Liste des Versagens ist lang.
"Das einzige Risiko ist das Risiko, durch die Behörden entdeckt zu werden. Dieses Risiko ist solange sehr gering, solange die Behörden so schlecht aufgestellt sind"
Besonders grotesk: WĂ€hrend die Finanzbranche mit modernster Technik operiert, scheitern deutsche Behörden schon am Versenden verschlĂŒsselter E-Mails. Ein Rotationsprinzip sorgt dafĂŒr, dass Fachwissen verloren geht, bevor es ĂŒberhaupt aufgebaut werden kann. Man könnte meinen, das System sei bewusst so konzipiert, um Steuerhinterziehung zu erleichtern.
Die Macht der Finanzlobby
Fast 40 Millionen Euro jĂ€hrlich investiert die Finanzbranche in Lobbyarbeit â mehr als Auto- und Chemieindustrie zusammen. Mit 442 Lobbyisten kommen rechnerisch fast zehn Interessenvertreter auf jedes Mitglied des Finanzausschusses im Bundestag. Diese geballte Macht zeigt Wirkung: VerschĂ€rfungen werden verhindert, Schlupflöcher bleiben offen.
Monika Heinold, ehemalige Finanzministerin Schleswig-Holsteins, berichtet aus eigener Erfahrung, wie Lobbyisten versuchten, Steuergesetze zu ihren Gunsten zu beeinflussen. Leider fĂ€nden sie "viel zu oft Gehör". Mehrere Abgeordnete des Finanzausschusses bezögen sogar NebeneinkĂŒnfte von Sparkassen oder Volksbanken â ein Interessenkonflikt, der offenbar niemanden stört.
Die neue Regierung macht es nicht besser
Auch unter der neuen GroĂen Koalition von CDU/CSU und SPD zeichnet sich keine Besserung ab. Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) kĂŒndigte zwar an, die Aufbewahrungsfristen fĂŒr Belege im Cum-Cum-Skandal zu verlĂ€ngern. Doch das ist bestenfalls Symbolpolitik. Die eigentlichen GesetzeslĂŒcken bleiben weiterhin sperrangelweit offen.
Besonders pikant: Das 2024 beschlossene BĂŒrokratieabbaugesetz mit seinen verkĂŒrzten Aufbewahrungsfristen könnte der Finanzbranche sogar helfen, ihre illegalen GeschĂ€fte noch besser zu verschleiern. Man fragt sich unwillkĂŒrlich: Wessen Interessen vertritt diese Regierung eigentlich?
Ein Staat, der sich selbst aufgibt
Der Cum-Cum-Skandal ist mehr als nur ein Finanzskandal. Er ist ein Symptom fĂŒr einen Staat, der seine ureigenen Aufgaben nicht mehr wahrnimmt. WĂ€hrend hart arbeitende BĂŒrger mit immer neuen Steuern und Abgaben belastet werden, lĂ€sst man Finanzjongleure gewĂ€hren, die sich schamlos am Gemeinwohl bereichern.
Die 29 Milliarden Euro, die Deutschland durch Cum-Cum-GeschĂ€fte verloren hat, fehlen an allen Ecken und Enden. Sie fehlen bei der Polizei, die unsere StraĂen nicht mehr sicher machen kann. Sie fehlen in den Schulen, wo der Putz von den WĂ€nden bröckelt. Sie fehlen bei der Infrastruktur, die zusehends verfĂ€llt. Stattdessen finanzieren sie die Boni von Bankern, die sich ĂŒber die Dummheit der Politik kaputtlachen.
Es ist höchste Zeit, dass die BĂŒrger aufwachen und Politiker wĂ€hlen, die wieder fĂŒr Deutschland und nicht fĂŒr die Finanzlobby arbeiten. Die GesetzeslĂŒcken mĂŒssen geschlossen, die Behörden ordentlich ausgestattet und die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden. Nur so lĂ€sst sich das Vertrauen in unseren Rechtsstaat wiederherstellen. Denn eines ist klar: Ein Staat, der sich von Finanzhaien ausplĂŒndern lĂ€sst, hat seine Daseinsberechtigung verloren.










