
Drohnenkrieg vor Amerikas KĂŒste: FBI warnte vor iranischem Angriff auf Kalifornien

Was sich wie das Drehbuch eines Hollywood-Thrillers liest, ist bittere geopolitische RealitĂ€t: Das FBI hat kalifornische Polizeibehörden in einem vertraulichen Sicherheitsbulletin vor möglichen iranischen Drohnenangriffen auf die US-WestkĂŒste gewarnt. Teheran habe demnach Anfang Februar 2026 angestrebt, einen Ăberraschungsangriff mit unbemannten Luftfahrzeugen von einem nicht identifizierten Schiff vor der amerikanischen KĂŒste durchzufĂŒhren â fĂŒr den Fall, dass die USA militĂ€risch gegen den Iran vorgehen wĂŒrden.
Ein Krieg, der die Welt in Atem hÀlt
Genau dieses Szenario ist eingetreten. Seit dem 28. Februar tobt ein offener militĂ€rischer Konflikt zwischen den USA, Israel und dem Iran. Massive LuftschlĂ€ge trafen iranische Stellungen, Irans oberster FĂŒhrer und weitere hochrangige FunktionĂ€re sollen bei den Angriffen getötet worden sein. Teheran reagierte mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel sowie auf Golfstaaten, in denen US-MilitĂ€reinrichtungen stationiert sind. Mehrere amerikanische Soldaten kamen bei einem Angriff auf einen StĂŒtzpunkt in Kuwait ums Leben. Dutzende weitere wurden verletzt. Die Kosten des Einsatzes belaufen sich nach Pentagon-Angaben bereits auf ĂŒber elf Milliarden US-Dollar â nach gerade einmal sechs Tagen.
Das Ende Februar an lokale Strafverfolgungsbehörden verteilte Bulletin, ĂŒber das zunĂ€chst ABC News berichtete und dessen Inhalt von Reuters und CBS News bestĂ€tigt wurde, enthielt nach eigener Darstellung des FBI lediglich âunverifizierte" Informationen. Zu Zeitpunkt, Methode, konkreten Zielen oder möglichen TĂ€tern lĂ€gen keine weiteren Erkenntnisse vor. Das FBI selbst lehnte jede Stellungnahme ab. Das WeiĂe Haus schwieg zunĂ€chst.
Trump gibt sich unbeeindruckt â Kalifornien rĂŒstet auf
US-PrĂ€sident Donald Trump, der den militĂ€rischen Schlag gegen den Iran autorisiert hatte, wischte Sorgen vor iranischen VergeltungsschlĂ€gen auf amerikanischem Boden mit einer fĂŒr ihn typischen LĂ€ssigkeit beiseite. Auf die Frage von Reportern im WeiĂen Haus antwortete er knapp, dies beunruhige ihn nicht. Man mag von Trumps Kommunikationsstil halten, was man will â doch in einer Situation, in der ein feindlicher Staat offenbar Angriffe auf das amerikanische Festland erwog, wirkt diese Nonchalance zumindest bemerkenswert.
Deutlich besorgter zeigte sich Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom. Er erklĂ€rte auf der Plattform X, er stehe in stĂ€ndiger Abstimmung mit Sicherheits- und Geheimdienstvertretern, um potenzielle Bedrohungen fĂŒr seinen Bundesstaat zu beobachten. Obwohl derzeit keine unmittelbaren Gefahren bekannt seien, bleibe man auf jeden Notfall vorbereitet. Sein BĂŒro relativierte das Bulletin als eine von vielen tĂ€glichen Sicherheitsmitteilungen, die Kalifornien routinemĂ€Ăig von Bundesbehörden erhalte. Gleichwohl habe der Bundesstaat seine Sicherheitsvorkehrungen seit Kriegsbeginn verschĂ€rft.
Auch die BĂŒrgermeisterin von Los Angeles, Karen Bass, betonte die enge Koordination mit staatlichen und föderalen Partnern. Zum jetzigen Zeitpunkt gebe es keine spezifische oder glaubwĂŒrdige Bedrohung fĂŒr die Metropole an der PazifikkĂŒste.
Die iranische Bedrohung reicht bis nach Mexiko
Was die Lage zusĂ€tzlich verkompliziert: In US-Geheimdienstkreisen wĂ€chst die Sorge ĂŒber eine mögliche Verbindung zwischen iranischen Operationen und mexikanischen Drogenkartellen. Bereits ein Bulletin vom September 2025 verwies auf einen nicht bestĂ€tigten Bericht, wonach KartellfĂŒhrer Angriffe mit sprengstoffbeladenen Drohnen auf US-SicherheitskrĂ€fte an der Grenze zu Mexiko genehmigt hĂ€tten. John Cohen, ehemaliger Geheimdienstchef des US-Heimatschutzministeriums, brachte es auf den Punkt: Der Iran verfĂŒge ĂŒber eine umfangreiche PrĂ€senz in Mexiko und SĂŒdamerika, unterhalte dort Beziehungen, besitze die entsprechenden Drohnen â und habe nun auch den Anreiz, Angriffe durchzufĂŒhren.
Mehrere US-Sicherheitsvertreter betonten allerdings, dass die seit dem 28. Februar andauernden Bombardierungen die iranischen FĂ€higkeiten zur DurchfĂŒhrung eines solchen Angriffs erheblich geschwĂ€cht hĂ€tten. Das Bulletin sei zudem bereits vor Beginn der militĂ€rischen Auseinandersetzungen erstellt worden.
Ein Weckruf fĂŒr Europa â und fĂŒr Deutschland
Die Eskalation im Nahen Osten sollte auch in Berlin die Alarmglocken schrillen lassen. WĂ€hrend die USA und Israel entschlossen handeln, um die iranische Bedrohung einzudĂ€mmen, diskutiert man hierzulande lieber ĂŒber Gendersternchen und LastenfahrrĂ€der. Die neue GroĂe Koalition unter Friedrich Merz hat zwar versprochen, die VerteidigungsfĂ€higkeit Deutschlands zu stĂ€rken â doch das 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen flieĂt primĂ€r in Infrastruktur, nicht in die dringend benötigte militĂ€rische ErtĂŒchtigung. Dass ein Staat wie der Iran ernsthaft erwĂ€gt, mit Drohnen von Schiffen aus eine Supermacht anzugreifen, zeigt, in welch gefĂ€hrlicher Welt wir leben. Deutschland kann es sich schlicht nicht leisten, weiterhin sicherheitspolitisch in einer Traumwelt zu verharren.
Die Ereignisse verdeutlichen einmal mehr: Physische Edelmetalle wie Gold und Silber erweisen sich in Zeiten geopolitischer Krisen als verlĂ€sslicher Anker der Vermögenssicherung. Wenn Raketen fliegen und MĂ€rkte beben, bewĂ€hrt sich das, was seit Jahrtausenden seinen Wert behĂ€lt. Wer sein Portfolio noch nicht um physische Edelmetalle ergĂ€nzt hat, sollte spĂ€testens jetzt darĂŒber nachdenken.
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