
Deutschlands Autoindustrie vor dem Kollaps: Stellantis stoppt Produktion â Politik versagt auf ganzer Linie
Die deutsche Automobilindustrie, einst das AushĂ€ngeschild unserer Wirtschaftskraft, steht vor dem Abgrund. WĂ€hrend Stellantis nĂ€chste Woche die ProduktionsbĂ€nder stillstehen lĂ€sst und tausende ArbeitsplĂ€tze auf dem Spiel stehen, klammert sich die Politik weiterhin an ihre gescheiterte grĂŒne Transformation. Was wir hier erleben, ist nichts weniger als die systematische Zerstörung unseres wichtigsten Industriezweigs durch ideologische Verblendung und politische Inkompetenz.
Produktionsstopp als Symptom einer tieferen Krise
Der Automobilriese Stellantis, unter dessen Dach Traditionsmarken wie Opel, Fiat, Peugeot und Alfa Romeo vereint sind, sieht sich gezwungen, ab dem 29. September die Produktion in mehreren europĂ€ischen Werken zu stoppen. In Deutschland trifft es das Werk in Eisenach, aber auch Standorte in Frankreich, Italien, Polen und Spanien mĂŒssen die BĂ€nder anhalten. Die offizielle BegrĂŒndung klingt wie ein EingestĂ€ndnis des totalen Versagens: Man mĂŒsse die massiv gewachsenen LagerbestĂ€nde abbauen und die Produktion an die schwache Nachfrage anpassen.
Doch was bedeutet das wirklich? Es bedeutet, dass die Verbraucher die ĂŒberteuerten Elektrokarossen nicht kaufen wollen, die ihnen die Politik aufzwingen möchte. Es bedeutet, dass die kĂŒnstlich aufgeblĂ€hten Zulassungszahlen durch FlottenkĂ€ufe und Firmenwagen die wahre Misere nur verschleiert haben. Die RealitĂ€t holt die grĂŒnen TrĂ€umer nun gnadenlos ein.
Das MĂ€rchen von der grĂŒnen Transformation
Man hatte es sich in BrĂŒssel so schön ausgemalt: Mit dem Verbrennerverbot ab 2035 wollte man die Industrie zwingen, auf ElektromobilitĂ€t umzusteigen. Subventionen hier, Ladeinfrastruktur dort â alles sollte wie am ReiĂbrett funktionieren. Doch die Rechnung wurde ohne den Wirt gemacht, ohne die Verbraucher, ohne die ökonomische RealitĂ€t.
âDie katastrophale Lage der EU-Wirtschaft hat die TrĂ€ume der grĂŒnen Transformation auch im Automobilsektor pulverisiert."
Diese Erkenntnis kommt spĂ€t, aber sie kommt. Seit dem Rekordjahr 2018 hat die deutsche Autoindustrie etwa ein Viertel ihrer ProduktionskapazitĂ€ten verloren. 250.000 ArbeitsplĂ€tze sind bereits vernichtet worden â sieben Prozent der gesamten Belegschaft. Und das ist erst der Anfang. Die Zulieferindustrie blutet aus: Die AE Group meldete Insolvenz mit 650 betroffenen Stellen, die traditionsreiche Kiekert AG mit 4.500 BeschĂ€ftigten weltweit steht vor dem Aus.
Die wahren Kosten der Ideologie
Was wir hier beobachten, ist der Preis ideologischer Verblendung. WĂ€hrend China pragmatisch seine Automobilindustrie aufbaut und die USA unter Trump mit gezielten Zollsenkungen ihre Wirtschaft stĂ€rken, zerstört Europa systematisch seine industrielle Basis. Die Energiekosten explodieren, die Regulierungswut erstickt jede Innovation, und die Politik reagiert mit noch mehr Subventionen â als ob man ein brennendes Haus mit Benzin löschen könnte.
Besonders perfide: Die Automobilkonzerne selbst haben anfangs mitgespielt. Sie trĂ€umten davon, jedem BĂŒrger alle acht bis zehn Jahre ein neues E-Auto verkaufen zu können, weil die Batterien dann ihren Geist aufgeben. Ein Verbrenner hĂ€lt im Schnitt 24 Jahre â das E-Auto sollte die Cashcow der Zukunft werden. Doch die Rechnung ging nicht auf. Die BĂŒrger durchschauten das Spiel.
Politik der leeren Versprechen
WĂ€hrend die Industrie kollabiert, inszeniert sich die Politik als Retter. Bayerns MinisterprĂ€sident Söder forderte medienwirksam auf der IAA das Ende des Verbrennerverbots â wohl wissend, dass BrĂŒssel unbeirrt auf Kurs bleibt. Die neue GroĂe Koalition unter Kanzler Merz verspricht ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen fĂŒr Infrastruktur, obwohl der CDU-Chef noch im Wahlkampf versprochen hatte, keine neuen Schulden zu machen. Die Zeche zahlen wieder einmal die BĂŒrger â durch höhere Steuern, mehr Inflation und eine auf Generationen verschuldete Zukunft.
Der perfekte Sturm
Was wir erleben, ist der perfekte Sturm: Eine durch grĂŒne Ideologie ruinierte Energiepolitik trifft auf eine durch Dauerrezession geschwĂ€chte Wirtschaft. Dazu kommen die vitale Konkurrenz aus China und ein durch Jahre der Inflation ausgebluteter Verbraucher. Die Kurzarbeit bei Stellantis ist dabei nur ein Pflaster auf einer klaffenden Wunde. Sie verschiebt die Probleme, löst sie aber nicht.
Die Forderungen der Industrie nach noch mehr staatlichen Hilfen gegen hohe Energiekosten zeigen, wie sehr sich die einst stolzen Unternehmen bereits in die AbhÀngigkeit vom Staat begeben haben. Statt echte Reformen zu fordern, betteln sie um Subventionen. Das ist nicht nur ökonomisch fatal, sondern auch moralisch verwerflich.
Deutschland braucht keine weiteren Almosen fĂŒr eine sterbende Industrie, sondern einen radikalen Kurswechsel: Weg von der grĂŒnen Planwirtschaft, zurĂŒck zu Technologieoffenheit und Marktwirtschaft. Doch solange die Politik lieber Luftschlösser baut statt die RealitĂ€t anzuerkennen, wird der Niedergang weitergehen. Die zwei Welten der Autobauer â die Traumwelt der Politiker und die harte RealitĂ€t der Unternehmen â prallen immer hĂ€rter aufeinander. Am Ende verlieren wir alle.
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