Kettner Edelmetalle
25.10.2025
13:52 Uhr

Deutschland demontiert seine Energiesicherheit: Die Sprengung von Gundremmingen als Symbol des Irrwegs

Mit einem lauten Knall endete am Samstag um Punkt 12 Uhr ein weiteres Kapitel deutscher Energiegeschichte. Die beiden 160 Meter hohen KĂŒhltĂŒrme des Kernkraftwerks Gundremmingen stĂŒrzten in sich zusammen – 56.000 Tonnen Stahlbeton, die einst fĂŒr Versorgungssicherheit und technischen Fortschritt standen, wurden zu Schutt und Asche. WĂ€hrend einige Schaulustige jubelten, sprach Landrat Hans Reichhart (CSU) aus, was viele denken: Hier wurde nicht nur Beton gesprengt, sondern ein StĂŒck deutscher Industriegeschichte unwiederbringlich zerstört.

Ein Landrat trauert – und spricht Klartext

„Viel Wehmut" sei dabei gewesen, erklĂ€rte Reichhart gegenĂŒber der Welt. Das Kernkraftwerk sei nicht nur landschaftsprĂ€gend gewesen, sondern habe ArbeitsplĂ€tze geschaffen und sauberen Strom produziert. „Insoweit ist tatsĂ€chlich viel Herzblut dabei", so der Landrat des Landkreises GĂŒnzburg. Seine Worte klingen wie ein Nachruf auf eine Zeit, in der Deutschland noch auf technologischen Fortschritt setzte statt auf ideologische Verblendung.

Besonders bemerkenswert: Reichhart scheute sich nicht, den Atomausstieg als das zu bezeichnen, was er ist – eine fatale Fehlentscheidung. Selbst nach Fukushima 2011 habe er darauf bestanden, dass Kernkraft eine „sichere, saubere Energie" sei. Der im April 2023 vollzogene Ausstieg sei falsch gewesen, stellte er unmissverstĂ€ndlich klar.

Vom Kraftwerk zum Schuttberg – die Geschichte einer Demontage

Das Atomkraftwerk Gundremmingen war keine gewöhnliche Anlage. Seit 1967 in kommerzieller Nutzung, entwickelte es sich zum leistungsstĂ€rksten Kernkraftwerk Deutschlands. Die Reaktorblöcke B und C, ab 1976 errichtet, versorgten Millionen Haushalte zuverlĂ€ssig mit Strom – bei jedem Wetter, zu jeder Tageszeit. 2017 wurde Block B abgeschaltet, 2021 folgte Block C. Nun sind auch die markanten KĂŒhltĂŒrme Geschichte.

„Aber es hilft jetzt nichts mehr. Die Entscheidungen sind gefĂ€llt", resignierte Reichhart. Ein Satz, der die Ohnmacht vieler Vernunftbegabter in diesem Land auf den Punkt bringt.

Die Symbolkraft der Sprengung

Was hier gesprengt wurde, war mehr als nur Beton. Es war ein Symbol fĂŒr die technologische LeistungsfĂ€higkeit Deutschlands, fĂŒr eine Zeit, in der Ingenieure und nicht Ideologen die Energiepolitik bestimmten. Gundremmingen stand jahrzehntelang fĂŒr das, was Deutschland einst auszeichnete: ZuverlĂ€ssigkeit, Effizienz und technische Exzellenz.

Stattdessen setzt man nun auf wetterabhĂ€ngige Energiequellen. Wind und Sonne sollen richten, was Kernkraft und Kohle bisher zuverlĂ€ssig leisteten. Dass dies eine MilchmĂ€dchenrechnung ist, zeigen die EnergieengpĂ€sse der vergangenen Jahre deutlich. Wenn der Wind nicht weht und die Sonne nicht scheint, hilft auch der grĂ¶ĂŸte Batteriespeicher nichts – den RWE ĂŒbrigens auf dem GelĂ€nde des ehemaligen Kraftwerks errichten will. Ein schwacher Trost fĂŒr den Verlust grundlastfĂ€higer Energieerzeugung.

Die verpasste Chance der RĂŒckkehr

Besonders bitter: Noch 2023 attestierte die amerikanische Radiant Energy Group, dass eine Wiederinbetriebnahme von acht abgeschalteten deutschen Kernkraftwerken möglich wĂ€re – darunter auch die Blöcke B und C in Gundremmingen. Doch statt auf Expertenmeinungen zu hören, folgte man lieber dem grĂŒnen Zeitgeist. Das Ergebnis: Deutschland importiert nun Atomstrom aus Frankreich und verstromt wieder mehr Kohle – so viel zur angeblichen Klimarettung.

Die neue Große Koalition unter Friedrich Merz hĂ€tte die Chance gehabt, diesen Irrweg zu korrigieren. Stattdessen plant man ein 500 Milliarden Euro schweres Sondervermögen fĂŒr Infrastruktur und hat die KlimaneutralitĂ€t bis 2045 im Grundgesetz verankert. Neue Schulden fĂŒr alte Ideologien – obwohl Merz versprochen hatte, genau das nicht zu tun. Die Zeche zahlen kommende Generationen durch höhere Steuern und Abgaben, wĂ€hrend die Inflation weiter steigt.

Der Preis der Ideologie

Was bleibt, ist die Erkenntnis, dass Deutschland seine Energiesicherheit auf dem Altar grĂŒner Ideologie geopfert hat. WĂ€hrend China neue Kernkraftwerke baut und die USA ihre NuklearkapazitĂ€ten ausbauen, sprengen wir funktionierende Anlagen. WĂ€hrend unsere Konkurrenten auf bewĂ€hrte Technologie setzen, trĂ€umen wir von einer Energiewende, die physikalischen Gesetzen trotzen soll.

Die jubelnden Zuschauer bei der Sprengung mögen es als Fortschritt feiern. In Wahrheit feierten sie den RĂŒckschritt in eine Zeit energiepolitischer Unsicherheit. Landrat Reichhart hatte recht: Hier wurde tatsĂ€chlich viel Herzblut zerstört – und mit ihm ein StĂŒck deutscher ZukunftsfĂ€higkeit.

Die wahre Tragödie: Es handelt sich hierbei nicht nur um die Meinung unserer Redaktion, sondern spiegelt die Sorgen eines Großteils des deutschen Volkes wider. Menschen, die verstehen, dass Versorgungssicherheit kein Luxus ist, sondern Grundvoraussetzung fĂŒr Wohlstand und sozialen Frieden. Menschen, die wissen, dass man Physik nicht durch Wunschdenken ersetzen kann.

In Zeiten steigender Energiepreise und wachsender geopolitischer Unsicherheiten wird deutlich: Die Absicherung durch physische Werte wie Gold und Silber gewinnt an Bedeutung. WĂ€hrend die Politik Milliarden in ideologische Projekte pumpt, suchen kluge Anleger nach stabilen Werten, die auch in Krisenzeiten Bestand haben. Edelmetalle als Beimischung in einem ausgewogenen Portfolio können hier einen wichtigen Beitrag zur Vermögenssicherung leisten – ganz ohne AbhĂ€ngigkeit von Wind, Wetter oder politischen Launen.

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