Kettner Edelmetalle
07.08.2025
13:40 Uhr

Demokratie-Theater um Brosius-Gersdorf: Wenn linke Politiker ihre eigene Niederlage beweinen

Was fĂŒr ein bemerkenswertes Schauspiel bietet sich dem aufmerksamen Beobachter der deutschen Politik! Da zieht eine SPD-Kandidatin ihre Bewerbung fĂŒr das Bundesverfassungsgericht zurĂŒck, und prompt bricht bei den linken Parteien das große Wehklagen aus. Man könnte meinen, die Demokratie selbst lĂ€ge im Sterben – dabei ist lediglich ein politisches Manöver gescheitert.

Die Opferinszenierung der GrĂŒnen

Besonders grotesk mutet die Reaktion von Katrin Göring-Eckardt an, die von einer "wochenlangen Schmutzkampagne" faselt und "erheblichen Schaden" fĂŒr die Demokratie beklagt. Eine interessante Interpretation der Ereignisse, könnte man sagen. Wenn die eigene Kandidatin nicht durchkommt, ist es natĂŒrlich eine Schmutzkampagne. Wenn hingegen konservative Kandidaten durch den medialen Fleischwolf gedreht werden, nennt man das wohl "kritischen Journalismus".

Die GrĂŒnen-Fraktionschefinnen Haßelmann und Dröge schießen reflexartig gegen Jens Spahn und die CDU/CSU-Fraktion. Es sei "absolut inakzeptabel", dass die Union ihre UnterstĂŒtzung zurĂŒckgezogen habe. Man fragt sich unwillkĂŒrlich: Seit wann ist es in einer Demokratie inakzeptabel, seine politische Meinung zu Ă€ndern? Oder gilt das Recht auf MeinungsĂ€nderung nur fĂŒr die eigene politische Blase?

Die SPD und ihre "klare demokratische Haltung"

Matthias Miersch von der SPD attestiert Brosius-Gersdorf eine "klare demokratische Haltung" – als ob dies bei einer Kandidatin fĂŒr das höchste deutsche Gericht eine besondere Auszeichnung und nicht die absolute Mindestanforderung wĂ€re. Diese Formulierung offenbart mehr ĂŒber das DemokratieverstĂ€ndnis der SPD, als ihr lieb sein dĂŒrfte. Offenbar hĂ€lt man es fĂŒr erwĂ€hnenswert, wenn jemand aus den eigenen Reihen demokratisch gesinnt ist.

"Die Kampagne der Rechtspopulisten gegen Brosius-Gersdorf war erfolgreich"

So tönt Karl Lauterbach auf X und zeigt damit eindrucksvoll, wie schnell die Schuldzuweisungen bei der Hand sind. Jeder, der es wagt, eine SPD-Kandidatin kritisch zu hinterfragen, wird kurzerhand zum "Rechtspopulisten" erklĂ€rt. Ein bewĂ€hrtes Muster der politischen Linken: Wer nicht fĂŒr uns ist, muss rechts sein.

Das wahre Problem: Machterhalt um jeden Preis

Was sich hier in Wahrheit abspielt, ist der verzweifelte Versuch der rot-grĂŒnen KrĂ€fte, ihren Einfluss auf das Bundesverfassungsgericht zu sichern. Nach Jahren der ideologischen Durchdringung deutscher Institutionen fĂŒrchtet man nun offenbar, dass die Zeiten sich Ă€ndern könnten. Die hysterischen Reaktionen zeigen deutlich: Es geht nicht um die Demokratie, es geht um Macht.

Die GrĂŒnen-Parteichefin Franziska Brantner spricht davon, die CDU lasse sich "von Rechtsextremen treiben". Eine bemerkenswerte Aussage, wenn man bedenkt, dass die Union lediglich von ihrem demokratischen Recht Gebrauch macht, eine Kandidatin abzulehnen. Aber in der Welt der GrĂŒnen ist offenbar jeder ein Rechtsextremer, der nicht bedingungslos ihrer Linie folgt.

Die Doppelmoral der selbsternannten Demokratie-Retter

Besonders pikant wird die ganze Angelegenheit, wenn man sich vor Augen fĂŒhrt, mit welcher Vehemenz dieselben Politiker konservative Kandidaten in der Vergangenheit bekĂ€mpft haben. Da war von "Schmutzkampagnen" keine Rede – im Gegenteil, man feierte sich fĂŒr die "kritische Auseinandersetzung". Doch wehe, die eigenen Kandidaten geraten unter Beschuss!

Die Reaktionen offenbaren ein fundamentales MissverstĂ€ndnis demokratischer Prozesse. In einer funktionierenden Demokratie ist es völlig normal und sogar wĂŒnschenswert, dass Kandidaten fĂŒr wichtige Ämter kritisch hinterfragt werden. Dass eine Kandidatin diesem Druck nicht standhĂ€lt und zurĂŒckzieht, ist bedauerlich fĂŒr ihre UnterstĂŒtzer, aber keineswegs ein Angriff auf die Demokratie.

Ein Blick in die Zukunft

Was bleibt von diesem politischen Theater? Die linken Parteien haben eindrucksvoll demonstriert, wie dĂŒnnhĂ€utig sie reagieren, wenn ihre PlĂ€ne durchkreuzt werden. Die Drohung von Lauterbach, man werde sich das "gut merken können", klingt mehr nach bockigem Kindergarten als nach seriöser Politik.

Vielleicht tĂ€ten SPD und GrĂŒne gut daran, sich weniger in Opferinszenierungen zu ergehen und stattdessen zu fragen, warum ihre Kandidaten offenbar nicht mehrheitsfĂ€hig sind. In einer Zeit, in der ĂŒber 25% der Sitze im EU-Parlament von rechtskonservativen und konservativen Parteien besetzt werden, sollte man die Zeichen der Zeit erkennen: Die BĂŒrger haben genug von ideologischer Bevormundung und sehnen sich nach einer Politik, die ihre wahren Interessen vertritt.

Die Episode um Brosius-Gersdorf zeigt letztlich eines: Die alte politische Elite verliert zunehmend ihre Deutungshoheit. Und das ist keine Gefahr fĂŒr die Demokratie – es ist ihre Rettung.

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