
Corona-Enquete: Lauterbach gesteht politische Motivation hinter der Impfpflicht ein

Was viele BĂŒrger lĂ€ngst ahnten, findet nun seinen Weg in die offiziellen Protokolle des Deutschen Bundestages: Die Corona-Impfpflicht war offenbar nicht medizinisch begrĂŒndet, sondern politisch motiviert. Ausgerechnet Karl Lauterbach, der ehemalige Bundesgesundheitsminister und wohl lauteste Trommler der Impfkampagne, lieferte in der Enquete-Kommission des Bundestages am Donnerstag die entscheidenden SĂ€tze â vermutlich ohne sich der Tragweite seiner eigenen Worte bewusst zu sein.
Ein Schlagabtausch mit historischer Sprengkraft
Die Sitzung im Berliner Marie-Elisabeth-LĂŒders-Haus geriet zur Konfrontation zweier diametral entgegengesetzter Weltsichten. Auf der einen Seite: Karl Lauterbach, der unbeirrt an seinem Narrativ festhĂ€lt, die Covid-19-Impfstoffe hĂ€tten weltweit Millionen Menschenleben gerettet. Auf der anderen Seite: Helmut Sterz, ehemaliger Chef-Toxikologe bei Pfizer, der die gesamte Impfkampagne als beispiellosen âMenschenversuch" bezeichnete. Zwei Experten, zwei RealitĂ€ten â und dazwischen Millionen von BĂŒrgern, die sich fragen, wem sie eigentlich noch vertrauen können.
Sterz, der 1971 an der UniversitĂ€t GieĂen im Fach Virologie promovierte, lieĂ kein gutes Haar an der beschleunigten Zulassung der mRNA-Vakzine. Die Sicherheit dieser Impfstoffe sei regelrecht âvorgetĂ€uscht" worden, erklĂ€rte er. Die durchgefĂŒhrten Studien hĂ€tten allenfalls fĂŒr ein hochletales Virus wie Ebola ausgereicht â nicht jedoch fĂŒr ein Coronavirus, das âim Wesentlichen eine Grippe verursacht". Besonders brisant: Das karzinogene Risiko sei aus ZeitgrĂŒnden schlicht nicht untersucht worden, Studien zur Fortpflanzung seien âmangelhaft durchgefĂŒhrt" worden.
Lauterbachs unfreiwilliges EingestÀndnis
Doch der eigentliche Paukenschlag kam von Lauterbach selbst. In seiner Stellungnahme zur Frage des sogenannten Fremdschutzes â also der FĂ€higkeit der Impfung, die Ăbertragung des Virus auf andere zu verhindern â rĂ€umte der SPD-Politiker ein, was Kritiker seit Jahren anprangern: âBeim Wildtyp war am Anfang noch ein Fremdschutz, der war bei der Deltavariante schon etwas abgeschwĂ€cht, bei Omikron war er weitestgehend weg."
Man muss sich diese Aussage auf der Zunge zergehen lassen. Die einrichtungsbezogene Impfpflicht im Gesundheitswesen trat am 16. Februar 2022 in Kraft â zu einem Zeitpunkt, als die Omikron-Variante lĂ€ngst die dominante Virusvariante in Deutschland war. Der Fremdschutz, der als zentrale BegrĂŒndung fĂŒr die Impfpflicht herhalten musste, existierte zu diesem Zeitpunkt nach Lauterbachs eigener Aussage praktisch nicht mehr. Dennoch wurden PflegekrĂ€fte, Ărzte und andere BeschĂ€ftigte im Gesundheitswesen vor die Wahl gestellt: Impfung oder Berufsverbot. Tausende verloren ihre Arbeit, wurden stigmatisiert, gesellschaftlich geĂ€chtet.
Die allgemeine Impfpflicht scheiterte nur knapp
Noch erschreckender wird das Bild, wenn man sich vergegenwĂ€rtigt, dass am 7. April 2022 â also fast zwei Monate nach EinfĂŒhrung der einrichtungsbezogenen Impfpflicht â im Bundestag ĂŒber eine allgemeine Impfpflicht abgestimmt wurde. Diese scheiterte nicht etwa, weil eine Mehrheit der Abgeordneten die medizinische Sinnlosigkeit erkannt hĂ€tte, sondern lediglich, weil sich die verschiedenen Fraktionen trotz grundsĂ€tzlicher Mehrheit nicht auf ein konkretes Umsetzungsmodell einigen konnten. Deutschland stand also haarscharf vor einer allgemeinen Impfpflicht â ohne medizinische Grundlage, wie Lauterbach nun implizit eingesteht.
Lauterbachs Verteidigungslinie bröckelt
Der ehemalige Gesundheitsminister versuchte gleichwohl, die Impfkampagne als historischen Erfolg darzustellen. Es gebe âĂŒberhaupt keinen Impfstoff, den wir jemals auf den Markt gebracht haben, der so intensiv untersucht worden ist", behauptete er. Eine Aussage, die angesichts der beispiellos kurzen Entwicklungszeit und der erst nachtrĂ€glich bekannt gewordenen Nebenwirkungen wie HerzmuskelentzĂŒndungen und Thrombosen geradezu zynisch anmutet. Lauterbach berief sich dabei ausgerechnet auf die viel kritisierten Modellrechnungen des Imperial College in London â jene Prognosen, die zu Beginn der Pandemie Millionen TodesfĂ€lle vorhergesagt hatten und Regierungen weltweit als Legitimationsgrundlage fĂŒr drakonische Grundrechtseingriffe dienten.
Besonders bemerkenswert war Lauterbachs Versuch, Impfskeptiker fĂŒr eine höhere Sterblichkeit in bestimmten Regionen verantwortlich zu machen. âDiese Zweifel sind auch tödlich", erklĂ€rte er mit Blick auf vermeintliche Fehlinformationen ĂŒber Impfstoffe. Eine Rhetorik, die man bereits aus den dunkelsten Tagen der Pandemie kennt: Wer Fragen stellte, wurde zum Volksfeind erklĂ€rt.
AfD-Abgeordnete halten dagegen
Der AfD-Obmann Kay-Uwe Ziegler konterte Lauterbachs VorwĂŒrfe mit einer unbequemen Wahrheit: Die grassierende Impfskepsis in der Bevölkerung habe sich Lauterbach durch seine eigene Kommunikation selbst zuzuschreiben. Die AfD-Abgeordnete und Ărztin Christina Baum wurde noch deutlicher: âDie BĂŒrger haben Ihnen vertraut, als Arzt und als Gesundheitsminister. Jetzt sind sie krank." Ein Satz, der die ganze Tragik dieser Pandemie-Politik auf den Punkt bringt. Die AtmosphĂ€re im Saal war derart aufgeladen, dass Zuschauer von der CDU-Kommissionsvorsitzenden Franziska Hoppermann des Saales verwiesen werden mussten.
Auch Kinder wurden zu Opfern der Politik
Ein weiteres beschĂ€mendes Kapitel wurde durch den Kinderarzt Reinhard Berner aufgeschlagen. Er betonte, dass Kinder und Jugendliche weit weniger stark von Covid-19 betroffen gewesen seien als zunĂ€chst behauptet, jedoch erheblich unter den MaĂnahmen gelitten hĂ€tten. SchulschlieĂungen, Kontaktverbote, Maskenpflicht im Unterricht â eine ganze Generation wurde in Geiselhaft genommen fĂŒr eine Politik, die offenbar mehr auf Angst als auf Evidenz basierte. Immerhin zeigte sich Lauterbach in diesem einen Punkt selbstkritisch: âWir haben bei den Kindern zu drastisch reagiert." Ein EingestĂ€ndnis, das fĂŒr die betroffenen Familien allerdings zu spĂ€t kommt.
Der frĂŒhere RKI-PrĂ€sident Lothar Wieler verwies derweil auf strukturelle Defizite bei der Vernetzung des Gesundheitssystems und forderte eine bessere Dateninfrastruktur. Eine Forderung, die angesichts der jĂŒngst bekannt gewordenen SchwĂ€rzungen in den RKI-Protokollen fast schon komisch anmutet â schlieĂlich war es sein eigenes Institut, das wĂ€hrend der Pandemie Transparenz vermissen lieĂ.
Die Aufarbeitung hat gerade erst begonnen
Was bleibt von diesem denkwĂŒrdigen Tag in der Enquete-Kommission? ZunĂ€chst die Erkenntnis, dass die Corona-Aufarbeitung in Deutschland endlich Fahrt aufnimmt â wenn auch viel zu spĂ€t und gegen den erbitterten Widerstand derjenigen, die fĂŒr die Fehlentscheidungen verantwortlich waren. Lauterbachs implizites EingestĂ€ndnis, dass die Impfpflicht ohne medizinische Grundlage durchgesetzt wurde, ist ein Meilenstein. Es bestĂ€tigt, was Millionen BĂŒrger am eigenen Leib erfahren mussten: Sie wurden nicht geschĂŒtzt, sondern instrumentalisiert.
Die Frage, die sich nun stellt, ist nicht mehr, ob schwerwiegende Fehler gemacht wurden, sondern wer dafĂŒr zur Verantwortung gezogen wird. In einem funktionierenden Rechtsstaat mĂŒssten die Verantwortlichen fĂŒr eine politisch motivierte Impfpflicht, die Grundrechte massiv einschrĂ€nkte und Menschen in ihrer körperlichen Unversehrtheit verletzte, zur Rechenschaft gezogen werden. Ob dies geschehen wird, steht freilich auf einem anderen Blatt. Die Erfahrung lehrt, dass in der deutschen Politik Verantwortung gerne delegiert, aber selten ĂŒbernommen wird.
Eines jedoch ist gewiss: Das Vertrauen der BĂŒrger in die politischen Institutionen hat durch die Corona-Politik einen Schaden erlitten, der sich nicht mit ein paar selbstkritischen SĂ€tzen in einer Enquete-Kommission reparieren lĂ€sst. Dieses Vertrauen muss mĂŒhsam zurĂŒckgewonnen werden â durch Transparenz, durch ehrliche Aufarbeitung und vor allem durch die Bereitschaft, Konsequenzen zu ziehen. Die BĂŒrger dieses Landes haben ein Recht darauf.










