Kettner Edelmetalle
27.10.2025
07:23 Uhr

Bankenaufsicht vergibt Armutszeugnis: 85 Prozent der Banken versagen klÀglich

Die EuropĂ€ische Zentralbank hat den Banken ein vernichtendes Zeugnis ausgestellt. Sage und schreibe 85 Prozent der europĂ€ischen GeldhĂ€user erhielten im Jahr 2024 lediglich die Note 3 – ein Ergebnis, das selbst wohlwollende Beobachter nur als "weitgehend unbefriedigend" bezeichnen können. Claudia Buch, oberste Bankenaufseherin der EZB, fand bei ihrer Vorlesung an der Frankfurt School of Finance and Management deutliche Worte fĂŒr dieses Armutszeugnis.

Was wĂŒrde wohl passieren, wenn Studierende mit solchen Noten nach Hause kĂ€men? Sie wĂŒrden sich schĂ€men, wie Buch treffend anmerkte. Doch wĂ€hrend Studenten bei schlechten Leistungen durchfallen, dĂŒrfen Banken munter weitermachen – trotz gravierender MĂ€ngel im Risikomanagement und fragwĂŒrdiger Gehaltsstrukturen.

Die Gier der Investmentbanker als Dauerproblem

Besonders pikant: Die erfolgsabhĂ€ngige Bezahlung der Investmentbanker bereitet der Aufsicht nach wie vor Kopfzerbrechen. Wenn Banker nur dann richtig Kasse machen, wenn sie hohe Risiken eingehen, dann lĂ€uft etwas gewaltig schief im System. Buch formulierte es diplomatisch: "Eine hohe erfolgsabhĂ€ngige Bezahlung kann Entscheider anregen, sich auf risikoreiche Strategien zu verlegen, um schnell Gewinne zu machen." Man könnte es auch direkter ausdrĂŒcken: Die Gier einzelner Banker gefĂ€hrdet die StabilitĂ€t des gesamten Finanzsystems.

Der Vergleich mit der Luftfahrtbranche, den die Bankenaufseherin zog, ist dabei entlarvend. WĂ€hrend Piloten verpflichtet seien, alles zu stoppen, wenn Gefahren wahrgenommen werden, scheinen Banker nach dem Motto zu handeln: Vollgas, solange der Bonus stimmt. Die Konsequenzen tragen dann andere – im Zweifel die Steuerzahler, wie wir aus der Finanzkrise 2008 schmerzlich gelernt haben.

Datenchaos und mangelnde Transparenz

Noch erschreckender ist die Tatsache, dass viele Banken nicht einmal in der Lage seien, die nötigen Unterlagen fĂŒr PrĂŒfungen zu liefern. In Zeiten der Digitalisierung, in denen jeder Handwerksbetrieb seine Buchhaltung im Griff haben muss, können Milliarden-Institute keine ordentlichen Daten vorlegen? Das grenzt an Arbeitsverweigerung.

Die Aufsichtsbehörden mĂŒssten daher "viele intensive GesprĂ€che in Banken fĂŒhren", wie Buch erklĂ€rte. Man fragt sich unwillkĂŒrlich: Warum braucht es ĂŒberhaupt GesprĂ€che? Sollten die Zahlen und Fakten nicht fĂŒr sich sprechen? Offenbar herrscht in vielen Banken eine Kultur der Intransparenz, die nur durch persönliche Nachfragen aufgebrochen werden kann.

Die nÀchste Krise kommt bestimmt

Buch warnte eindringlich vor den Folgen von Bankenkrisen: Sie wirkten "lange aufs Wachstum, auf den Arbeitsmarkt und auf die Staatsfinanzen" und verletzten das Vertrauen der Menschen ins Wirtschaftssystem nachhaltig. Angesichts der aktuellen Bewertungen muss man sich fragen: Wie lange noch, bis die nĂ€chste Krise vor der TĂŒr steht?

Die Tatsache, dass selbst 16 Jahre nach der Finanzkrise die Mehrheit der Banken nur mittelmĂ€ĂŸig aufgestellt ist, sollte jeden Sparer alarmieren. WĂ€hrend die Politik mit immer neuen Schulden und Sondervermögen jongliert – man denke nur an die 500 Milliarden Euro fĂŒr Infrastruktur der neuen Bundesregierung – scheint das Bankensystem auf tönernen FĂŒĂŸen zu stehen.

Gold als sicherer Hafen in unsicheren Zeiten

In diesem Umfeld gewinnen physische Edelmetalle wie Gold und Silber zunehmend an Bedeutung. WĂ€hrend Banken mit der Note 3 glĂ€nzen und die Politik die Inflation durch immer neue Schulden anheizt, bieten Edelmetalle einen realen Werterhalt. Sie sind unabhĂ€ngig von der WillkĂŒr der Notenbanken und den Eskapaden risikofreudiger Banker.

Die Ironie der Geschichte: WĂ€hrend Jens Weidmann einst als BundesbankprĂ€sident fĂŒr solide Geldpolitik stand, sitzt er nun als Aufsichtsratschef der Commerzbank – einer Bank, die von Buchs Behörde beaufsichtigt wird. Man darf gespannt sein, ob er dort fĂŒr mehr SoliditĂ€t sorgen kann als seine Kollegen in anderen Instituten.

Eines steht fest: Solange die Bankenaufsicht derart vernichtende Urteile fĂ€llen muss, sollten Anleger ihre Vermögenssicherung nicht allein den Banken ĂŒberlassen. Eine vernĂŒnftige Beimischung physischer Edelmetalle in einem breit gestreuten Portfolio erscheint angesichts dieser ZustĂ€nde nicht nur sinnvoll, sondern geradezu zwingend.

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Wer ist: Dr. Markus Krall 

Der Ökonom, Autor und Unternehmensberater Dr. Markus Krall ist mittlerweile ein in ganz Deutschland bekannter KĂ€mpfer fĂŒr die Freiheit. Seine kritische Ansichten zur Fiskalpolitik der EZB, der Rating