Kettner Edelmetalle
01.07.2026
13:54 Uhr

Anleitung zum Rechtsbruch: Wie ein Antifa-BĂŒndnis Blockierer zu Brandstiftung und Sprengstoff informiert

Anleitung zum Rechtsbruch: Wie ein Antifa-BĂŒndnis Blockierer zu Brandstiftung und Sprengstoff informiert

Es ist ein Dokument, das jedem Rechtsstaatler die Zornesröte ins Gesicht treiben dĂŒrfte. Rechtzeitig zum Bundesparteitag der AfD in Erfurt hat das linke BĂŒndnis „Widersetzen“ eine sogenannte „RechtshilfebroschĂŒre fĂŒr ThĂŒringen“ ins Netz gestellt. Getarnt als bloße AufklĂ€rung ĂŒber Rechte und Pflichten, entpuppt sich das Machwerk bei genauerem Hinsehen als ein Leitfaden, der potenzielle StraftĂ€ter bis an den Rand des Sprengstoffanschlags begleitet. Wer sich fragt, wie tief der politische Umgangston in diesem Land gesunken ist, findet hier eine erschĂŒtternde Antwort.

Sabotage, Brandstiftung, Sprengstoff – als sei es das Normalste der Welt

In dem Papier werde nĂŒchtern erlĂ€utert, dass unter den Begriff „Sabotage“ zahlreiche Aktionen fielen – vom Zerstören kleiner GegenstĂ€nde bis hin zum Legen „grĂ¶ĂŸerer BrĂ€nde“. Man lese und staune: Es gehe darum, wie schwerwiegend die „Eingriffe und Zerstörungen“ ausfielen. Klingt das nach friedlichem Protest? Oder eher nach der kĂŒhlen Kalkulation von Kriminellen, die ihre Taten planen wie ein Unternehmen seine Quartalszahlen?

Besonders entlarvend wirkt die Liste mit dem harmlos anmutenden Titel „zu beachten“. Der erste Ratschlag: „Lass dich nicht erwischen.“ Der zweite folgt auf dem Fuße:

„Achte darauf, keine Spuren zu hinterlassen (FingerabdrĂŒcke, Fuß- oder ReifenabdrĂŒcke, DNA, Handystandorte, Überwachungskamera-Aufnahmen).“

Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Hier werden Menschen instruiert, wie man Straftaten begeht, ohne der Justiz ins Netz zu gehen. Und das Ganze wird als „Rechtshilfe“ verkauft.

Wenn „Feuer oder Sprengstoff im Spiel sind“

Die Verfasser des Pamphlets scheuen sich nicht, ihre AnhĂ€nger auch ĂŒber die Konsequenzen von Brandstiftung nach den §§ 306 ff. StGB und die „HerbeifĂŒhrung einer Sprengstoffexplosion“ nach § 308 StGB aufzuklĂ€ren. Man weise darauf hin, dass in diesem Bereich keine Geld- oder BewĂ€hrungsstrafen, sondern Haftstrafen im Raum stĂŒnden. Nirgendwo wird ausdrĂŒcklich zu Straftaten aufgerufen – aber es wird eben auch nicht davon abgeraten. Ein rhetorisches MeisterstĂŒck der Verschleierung, das den geneigten Leser fragen lĂ€sst: Warum informiert man jemanden derart detailliert ĂŒber die Risiken von SprengstoffanschlĂ€gen, wenn nicht, damit er selbst abwĂ€gen kann, ob er sie eingehen möchte?

Sand ins Getriebe des Rechtsstaats

Kaum weniger befremdlich sind die Empfehlungen zum Umgang mit der Polizei. Man solle „Sand in dieses bĂŒrokratische Getriebe streuen“, jede Bewegung „so langsam wie möglich“ machen, nach dem Sinn jedes Papiers fragen und grundsĂ€tzlich niemals eine Frage der Beamten beantworten. Die Beamten, die tĂ€glich ihren Kopf fĂŒr die Sicherheit dieses Landes hinhalten, sollen mit einer Mischung aus Schikane und Zeitschinderei zermĂŒrbt werden. Ein Angriff auf jene, die fĂŒr Recht und Ordnung sorgen sollen.

Der Missbrauch von MinderjÀhrigen

Wirklich zynisch wird es beim Umgang mit jungen Teilnehmern. Wer minderjĂ€hrig sei „oder von der Polizei dafĂŒr gehalten werden könnte“, solle sich ĂŒber „spezielle Rechte“ informieren. Im Klartext: Es werde nahegelegt, falsche Altersangaben zu machen. Und wer tatsĂ€chlich noch nicht volljĂ€hrig sei, dem empfehle man ein Blanko-Formular der Eltern – man könne dann „eine Person vor der Aktion eintragen“. Kinder und Jugendliche werden hier zum Werkzeug einer politischen Agenda gemacht. Es ist ein Sittenbild dessen, was in Teilen dieser Republik als „zivilgesellschaftliches Engagement“ durchgeht.

Steuervorteile fĂŒr Verfassungsfeinde?

Besonders pikant: Laut Impressum sei der BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer des Antifa-Vereins VVN-BdA inhaltlich verantwortlich, ein Verein, der obendrein ein Spendenkonto fĂŒr „Widersetzen“ fĂŒhrt. Ein Staatsrechtler hĂ€lt dieses parteipolitische Engagement fĂŒr einen Verstoß gegen die GemeinnĂŒtzigkeit – jene GemeinnĂŒtzigkeit, die mit erheblichen Steuervorteilen einhergehe. Das zustĂ€ndige Berliner Finanzamt solle prĂŒfen, ob der Verein diesen Status noch verdiene. Man fragt sich unwillkĂŒrlich: Finanziert der brave Steuerzahler am Ende womöglich mit, was hier ausgeheckt wird?

Der Fall reiht sich ein in eine besorgniserregende Entwicklung, in der politischer Meinungskampf immer hĂ€ufiger mit Gewalt, SachbeschĂ€digung und EinschĂŒchterung gefĂŒhrt wird. Wer die Demokratie ernst nimmt, streitet mit Argumenten – nicht mit Farbbeuteln, BrandsĂ€tzen oder Anleitungen zum Untertauchen. Dass ein solches Papier ĂŒberhaupt ungehindert im Netz kursiert, wirft ein grelles Licht auf den Zustand eines Landes, in dem die Grenzen zwischen legitimem Protest und offener Rechtsfeindlichkeit zunehmend verschwimmen.

Dieser Beitrag gibt die EinschĂ€tzung unserer Redaktion auf Basis der uns vorliegenden Informationen wieder. Er stellt keine Rechtsberatung dar. FĂŒr rechtliche Fragen wenden Sie sich bitte an eine dafĂŒr qualifizierte Stelle.

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