
Angst ums Nötigste: Jede vierte Familie bangt um Heizung und Essen

Es ist ein Befund, der einem der reichsten Länder Europas ein Armutszeugnis ausstellt: Mehr als ein Viertel der Eltern minderjähriger Kinder in Deutschland blickt mit großer Sorge auf die kommenden zwölf Monate. Das geht aus einer repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag der Kinderrechtsorganisation Save the Children hervor, die am Dienstag veröffentlicht wurde. Befragt wurden Medienberichten zufolge zwischen dem 13. und 30. Juli rund 1.000 Mütter und Väter.
27 Prozent — und der Wert klettert weiter
27 Prozent der befragten Eltern machen sich demnach „große“ oder „sehr große“ Sorgen um die finanzielle Versorgung ihrer Familie. Im Sommer 2025 waren es 25 Prozent, im Januar 2025 — kurz vor der Bundestagswahl — erst 15 Prozent.
Innerhalb von rund anderthalb Jahren hat sich der Anteil damit nahezu verdoppelt. Spiegelbildlich schrumpft die Gruppe der Sorgenfreien: Nur noch 40 Prozent geben an, sich keinerlei Gedanken zu machen. Vor einem Jahr waren es noch 48 Prozent.
Wenn Heizen zum Luxus wird
Besonders dramatisch fällt das Bild bei Haushalten mit weniger als 3.000 Euro Nettoeinkommen aus: 61 Prozent von ihnen fürchten laut der Erhebung, Grundbedürfnisse wie Heizung, Kleidung oder Nahrung künftig nicht mehr ausreichend bezahlen zu können. Unter Alleinerziehenden blicken 47 Prozent sorgenvoll nach vorn.
Der Verzicht ist längst Alltag. 21 Prozent der Eltern können sich nach eigenen Angaben Dinge jenseits des Allernötigsten kaum noch leisten — neue Möbel, Ausflüge, Restaurantbesuche, Urlaub, Hobbys der Kinder. Jeweils 22 Prozent mussten bei Freizeitaktivitäten sowie bei Feiern und Geschenken für den Nachwuchs zurückstecken oder darüber zumindest nachdenken. Bei Geringverdienern wird selbst gesunde Ernährung für über ein Drittel zum Problem.
Die Preise laufen, die Löhne hinken
Der Zusammenhang mit der Preisentwicklung liegt auf der Hand. Nach ersten Schätzungen des Statistischen Bundesamts lag die Inflationsrate im August 2026 bei 2,9 Prozent — Tendenz steigend. Größter Treiber war erneut Energie: Für Tanken und Heizen mussten Verbraucher Berichten zufolge 10,5 Prozent mehr zahlen als ein Jahr zuvor.
Wer über Jahre Teuerung erlebt, verliert Kaufkraft — dauerhaft. Denn Preise, die einmal gestiegen sind, fallen selten wieder auf das alte Niveau zurück. Für Familien mit einem einzigen Einkommen ist das kein statistisches Detail, sondern eine Frage der Haushaltskasse am Monatsende.
Vernichtendes Zeugnis für Berlin
Die Bundesregierung kommt in der Umfrage schlecht weg. 83 Prozent aller Befragten halten die aktuellen Pläne gegen Kinderarmut für unzureichend — bei Geringverdienern und Alleinerziehenden sind es mindestens 90 Prozent. Vor einem Jahr lag der Wert noch bei 76 Prozent.
Die Zustimmung zur Regierungspolitik sinkt genau dort, wo die Rechnungen am dringlichsten sind: in den Küchen der Familien.
Aus Sicht unserer Redaktion offenbart das ein strukturelles Problem: Ein Staat, der über Sondervermögen in dreistelliger Milliardenhöhe verfügt und gleichzeitig zusieht, wie Leistungsträger mit Kindern in die Enge geraten, hat seine Prioritäten erkennbar nicht sortiert. Zuständig ist das Bundesministerium unter Karin Prien (CDU). Kritiker fordern seit Langem statt neuer Programme vor allem eines: spürbare Entlastung bei Steuern, Abgaben und Energiekosten.
Wer sein Erspartes gegen den schleichenden Kaufkraftverlust absichern will, setzt traditionell auch auf physische Edelmetalle — Gold und Silber haben sich über Generationen als wertstabile Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen bewährt.
Hinweis: Dieser Beitrag dient der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Wir geben keine Kauf- oder Verkaufsempfehlungen. Jeder Anleger sollte eigenständig recherchieren und trägt die Verantwortung für seine Entscheidungen selbst.










