Kettner Edelmetalle
11.07.2025
10:01 Uhr

Trumps Zollwahnsinn treibt Anleger in Gold – Edelmetall vor explosivem Ausbruch?

Die MĂ€rkte halten den Atem an. Was Donald Trump derzeit an handelspolitischem Chaos entfesselt, spottet jeder Beschreibung. Kanada mit 35 Prozent Strafzöllen belegen? Die EU mit bis zu 20 Prozent abstrafen? Der Mann im Weißen Haus scheint entschlossen, die Weltwirtschaft in Brand zu setzen. WĂ€hrend die AktienmĂ€rkte nervös zittern, strömen kluge Anleger in Scharen zum einzig wahren Werterhalt: Gold.

Zollkeule schwingt wild – Gold lacht

Der Goldpreis kletterte am Freitag um satte 0,5 Prozent auf 3.343 US-Dollar. Ein klares Signal, dass die MĂ€rkte verstanden haben: Wenn Trump seine protektionistische Abrissbirne schwingt, gibt es nur einen sicheren Hafen. Das gelbe Metall hat sich von seinem Mittwochstief bei 3.282 Dollar eindrucksvoll erholt. Kein Wunder – wer will schon in PapierwĂ€hrungen investieren, wenn der selbsternannte "Dealmaker" die Handelsbeziehungen der westlichen Welt mit dem Vorschlaghammer bearbeitet?

Die Liste seiner Zoll-Opfer liest sich wie ein Who's Who der Weltwirtschaft: Japan, Brasilien, Kanada – und heute soll der Brief an die EU rausgehen. Man fragt sich unwillkĂŒrlich: Hat der Mann ĂŒberhaupt noch VerbĂŒndete? Oder will er Amerika tatsĂ€chlich in die wirtschaftliche Isolation treiben?

Fed-Chaos als zusÀtzlicher Goldtreiber

Als wĂ€re das Zoll-Theater nicht genug, herrscht auch bei der US-Notenbank babylonische Verwirrung. Mary Daly von der San Francisco Fed trĂ€umt von zwei Zinssenkungen in der zweiten JahreshĂ€lfte. Die MĂ€rkte preisen eine 63-prozentige Wahrscheinlichkeit fĂŒr eine September-Senkung ein. Doch wer glaubt noch an verlĂ€ssliche Prognosen in Zeiten, in denen ein Tweet des PrĂ€sidenten ganze Branchen in den Abgrund reißen kann?

Die Unsicherheit ist der beste Freund des Goldes – und Trump liefert sie im Überfluss.

Niedrigere Zinsen wĂŒrden dem Gold zusĂ€tzlichen Auftrieb verleihen. Schließlich verliert das unverzinsliche Edelmetall bei sinkenden Zinsen seinen relativen Nachteil gegenĂŒber verzinslichen Anlagen. Ein Geschenk fĂŒr alle, die rechtzeitig auf physisches Gold gesetzt haben.

Technische Analyse zeigt Potenzial

Aus charttechnischer Sicht steht Gold an einem entscheidenden Punkt. Der 50-Tage-Durchschnitt wurde zurĂŒckerobert – ein bullisches Signal. Die Widerstandszone zwischen 3.345 und 3.360 Dollar wartet darauf, durchbrochen zu werden. Gelingt dies nachhaltig, könnte eine explosive Rallye folgen. Der kurzfristige AbwĂ€rtstrend wurde bereits mit dem Ausbruch aus einer Bullenflagge beendet.

Seit Jahresbeginn legte Gold bereits ĂŒber 25 Prozent zu. Im April markierte es bei rund 3.500 Dollar ein Rekordhoch. Doch das könnte erst der Anfang gewesen sein. Die Zentralbanken kaufen weiter fleißig Gold – sie wissen warum. WĂ€hrend Politiker mit Sanktionen und Zöllen um sich werfen, sichern sich die Notenbanken mit dem einzigen Geld ab, das keine Gegenpartei kennt.

Gold als ultimativer Vermögensschutz

Die aktuelle Situation schreit geradezu nach physischem Goldbesitz. Wer jetzt noch ausschließlich auf Papierwerte setzt, spielt russisches Roulette mit seinem Vermögen. Die Geschichte lehrt uns: In Zeiten wirtschaftlicher Verwerfungen und politischer Irrfahrten gibt es nur einen verlĂ€sslichen Anker – Gold.

Interessierte Anleger, die sich ĂŒber die aktuellen Entwicklungen informieren möchten, finden auf unserer detaillierten Goldpreis-Übersichtsseite alle relevanten Informationen, Charts und Analysen zur Preisentwicklung des Edelmetalls.

Die Frage ist nicht, ob Gold weiter steigen wird. Die Frage ist nur, wie hoch. Mit einem PrĂ€sidenten, der Handelspartner wie Feinde behandelt, einer Fed, die nicht weiß, wo es langgeht, und einer Weltwirtschaft am Rande des Nervenzusammenbruchs, gibt es nur eine logische Konsequenz: Gold gehört in jedes vernĂŒnftige Portfolio. Nicht als Spekulation, sondern als Lebensversicherung.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Wir betreiben keine Anlageberatung und jeder Anleger muss selbst ausreichend recherchieren und ist fĂŒr seine Anlageentscheidungen selbst verantwortlich. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein verlĂ€sslicher Indikator fĂŒr zukĂŒnftige Ergebnisse. Bitte konsultieren Sie bei Bedarf einen qualifizierten Anlageberater.

Wissenswertes zum Thema