Kettner Edelmetalle
05.08.2025
11:00 Uhr

Trumps Zoll-Keule trifft die Schweiz: 39 Prozent auf alle Exporte – Verzweiflungsmission nach Washington

Die Eidgenossen haben es erwischt, und zwar mit voller Wucht. WĂ€hrend Deutschland noch ĂŒber mögliche Strafzölle spekuliert, hat Donald Trump bei unserem Nachbarn bereits Fakten geschaffen: Satte 39 Prozent Zölle auf sĂ€mtliche Schweizer Exporte in die USA. Ein Schlag ins Kontor fĂŒr die exportorientierte Alpenrepublik, der selbst die pessimistischsten Prognosen ĂŒbertrifft.

Panik in Bern: Hochrangige Delegation eilt nach Washington

Die Schweizer Regierung reagiert mit einer Mischung aus Verzweiflung und diplomatischer Offensive. Noch am Dienstag machte sich eine politische Schwergewichtsdelegation auf den Weg in die amerikanische Hauptstadt. BundesprĂ€sidentin Karin Keller-Sutter und Wirtschaftsminister Guy Parmelin, flankiert von StaatssekretĂ€rinnen, sollen retten, was noch zu retten ist. Man wolle den USA ein "attraktives Angebot" unterbreiten, heißt es aus Bern. Was genau im diplomatischen GepĂ€ck steckt, bleibt vorerst geheim.

Die Eile ist verstĂ€ndlich: Mit 39 Prozent Strafzöllen liegt die Schweiz sogar noch ĂŒber dem ursprĂŒnglich angedrohten Satz von 31 Prozent. Selbst ein persönliches Telefonat zwischen Keller-Sutter und Trump konnte das Blatt nicht wenden. Die Schweizer Uhren-, Pharma- und Maschinenbauindustrie steht vor gewaltigen Herausforderungen.

Trumps America-First-Politik zeigt ZĂ€hne

Was wir hier erleben, ist die konsequente Umsetzung von Trumps Wahlversprechen. Der 47. US-PrĂ€sident macht Ernst mit seiner protektionistischen Handelspolitik. Die EU trifft es mit 20 Prozent, China mit 34 Prozent, Mexiko und Kanada mit jeweils 25 Prozent – und die kleine Schweiz mit satten 39 Prozent. Eine klare Botschaft an alle Handelspartner: Die Zeiten des freien Welthandels, wie ihn die globalistische Elite propagierte, sind vorbei.

WĂ€hrend in Washington ĂŒber 5 Millionen Menschen gegen Trumps Politik auf die Straße gehen, zeigt sich der PrĂ€sident unbeeindruckt. Seine Zollpolitik folgt einer klaren Linie: amerikanische ArbeitsplĂ€tze schĂŒtzen, die heimische Industrie stĂ€rken und Handelsdefizite abbauen. Dass dabei traditionelle VerbĂŒndete wie die Schweiz unter die RĂ€der kommen, nimmt er billigend in Kauf.

Die Schweiz als Kollateralschaden im globalen Handelskrieg

Besonders bitter fĂŒr die Eidgenossen: Sie gelten eigentlich als verlĂ€sslicher Partner der USA, pflegen enge wirtschaftliche Beziehungen und haben stets auf NeutralitĂ€t und Ausgleich gesetzt. Doch in Trumps Weltbild zĂ€hlen solche Feinheiten offenbar nicht mehr. Wer nicht bedingungslos amerikanische Interessen unterstĂŒtzt, wird zur Kasse gebeten.

Die Schweizer Delegation steht vor einer Herkulesaufgabe. Sie muss Trump davon ĂŒberzeugen, dass die kleine Alpenrepublik keine Bedrohung fĂŒr amerikanische ArbeitsplĂ€tze darstellt. Möglicherweise werden ZugestĂ€ndnisse in anderen Bereichen nötig sein – etwa bei Finanzdienstleistungen oder beim Marktzugang fĂŒr US-Unternehmen.

Lehrstunde fĂŒr Europa

Was die Schweiz gerade erlebt, sollte auch der EU und insbesondere Deutschland eine Warnung sein. Trumps Handelspolitik kennt keine SentimentalitÀten. Die Zeiten, in denen man sich auf transatlantische Freundschaft verlassen konnte, sind vorbei. Wer seine eigenen wirtschaftlichen Interessen nicht konsequent verteidigt, wird zum Spielball fremder MÀchte.

Ironischerweise könnte diese Entwicklung auch eine Chance sein. Statt sich weiter in AbhĂ€ngigkeiten zu begeben, sollten europĂ€ische Staaten auf eigene StĂ€rken setzen. Die Schweiz hat mit ihrer Uhrenindustrie, ihrer Pharmabranche und ihrem Finanzsektor durchaus TrĂŒmpfe in der Hand. Vielleicht ist es an der Zeit, neue MĂ€rkte zu erschließen und sich weniger von den Launen amerikanischer PrĂ€sidenten abhĂ€ngig zu machen.

Gold als sicherer Hafen in unsicheren Zeiten

In Zeiten solcher handelspolitischer Verwerfungen zeigt sich einmal mehr der Wert von Sachwerten. WĂ€hrend WĂ€hrungen schwanken und Handelsbeziehungen ĂŒber Nacht neu definiert werden, behĂ€lt physisches Gold seinen Wert. Gerade fĂŒr Schweizer Unternehmen und Anleger, die nun mit massiven Gewinneinbußen rechnen mĂŒssen, könnte die Beimischung von Edelmetallen zum Portfolio eine sinnvolle Absicherungsstrategie darstellen.

Die kommenden Tage werden zeigen, ob die Schweizer Delegation in Washington Erfolg hat. Die Chancen stehen nicht besonders gut – Trump hat sich bisher in Handelsfragen als unnachgiebig erwiesen. FĂŒr Europa sollte das ein Weckruf sein: Die Welt hat sich verĂ€ndert, und wer nicht mit der Zeit geht, wird von ihr ĂŒberrollt.

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