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09.01.2026
17:04 Uhr

Teheran in Flammen: Chamenei geißelt sein eigenes Volk und droht Trump

Teheran in Flammen: Chamenei geißelt sein eigenes Volk und droht Trump

WĂ€hrend das iranische Regime das Internet kappt und Demonstranten erschießen lĂ€sst, greift Ayatollah Ali Chamenei zu bewĂ€hrten Mitteln der Diktatur: Er beschimpft die eigene Bevölkerung und sucht den Schuldigen im Ausland. Die Proteste im Iran haben eine Dimension erreicht, die das Mullah-Regime in seinen Grundfesten erschĂŒttert.

Der Despot zeigt sein wahres Gesicht

In einer vom Staatsfernsehen ĂŒbertragenen Rede bezeichnete der 86-jĂ€hrige Chamenei die Protestteilnehmer als „Vandalen" – Menschen, die nichts weiter fordern als ein wĂŒrdiges Leben in einem Land, das auf Öl schwimmt, aber seine BĂŒrger hungern lĂ€sst. Die Islamische Republik werde „nicht zurĂŒckweichen", tönte der greise Diktator, wĂ€hrend draußen sein Volk fĂŒr Freiheit und Brot auf die Straße geht.

Besonders entlarvend ist Chameneis Versuch, die Demonstranten in die NĂ€he von US-PrĂ€sident Donald Trump zu rĂŒcken. Sie wĂŒrden „ihre eigenen Straßen zerstören, um den PrĂ€sidenten eines anderen Landes glĂŒcklich zu machen", behauptete er. Eine Unterstellung, die so absurd wie durchsichtig ist. Die Menschen im Iran protestieren nicht fĂŒr Trump – sie protestieren gegen ein Regime, das sie seit Jahrzehnten unterdrĂŒckt, ausplĂŒndert und ermordet.

Mindestens 45 Tote – darunter acht Kinder

Die Zahlen sprechen eine grausame Sprache: Nach Angaben der Organisation Iran Human Rights wurden seit Beginn der Proteste am 28. Dezember mindestens 45 Demonstranten getötet, darunter acht MinderjĂ€hrige. Acht Kinder, die fĂŒr eine bessere Zukunft auf die Straße gingen und dafĂŒr mit dem Leben bezahlten. Die iranischen Behörden geben lediglich 21 Tote zu – eine Zahl, die angesichts der dokumentierten Gewalt wie blanker Hohn klingt.

Trotz eines stundenlangen Internet-Blackouts, mit dem das Regime die Kommunikation der Protestierenden unterbinden wollte, gehen die Demonstrationen weiter. In mindestens 50 Ortschaften und StĂ€dten, vor allem im Westen des Landes, versammeln sich die Menschen seit fast zwei Wochen. Der im Exil lebende Kronprinz Reza Pahlavi hatte zu Massenprotesten aufgerufen – und sein Volk folgt, trotz aller Gefahren.

Trump reagiert mit klaren Worten

US-PrĂ€sident Donald Trump ließ sich von Chameneis Drohungen nicht beeindrucken. In einem Radiointerview stellte er klar: „Ich habe ihnen klargemacht, dass wir hart durchgreifen werden, wenn sie anfangen, Menschen zu töten." Die USA seien „schussbereit". Chamenei konterte mit der bizarren Behauptung, Trumps HĂ€nde seien „mit dem Blut von mehr als tausend Iranern befleckt" – wĂ€hrend seine eigenen SicherheitskrĂ€fte auf unbewaffnete Demonstranten schießen.

Der Vergleich, den Chamenei zog, könnte sich als prophetisch erweisen: Wie die bis 1979 herrschende Schah-Dynastie sei Trump „arrogant" und werde „gestĂŒrzt", sagte er. Doch wer hier tatsĂ€chlich vor dem Sturz steht, dĂŒrfte jedem klar sein, der die Bilder aus Teheran sieht.

Europa schweigt – wieder einmal

WĂ€hrend das iranische Volk sein Leben riskiert, herrscht in den europĂ€ischen HauptstĂ€dten betretenes Schweigen. Keine entschlossenen Sanktionen, keine klaren Worte der SolidaritĂ€t, keine Konsequenzen fĂŒr ein Regime, das Kinder erschießt. Es ist dieselbe beschĂ€mende PassivitĂ€t, die Europa schon bei den Protesten 2022 an den Tag legte, als die junge Mahsa Amini von der Sittenpolizei zu Tode geprĂŒgelt wurde.

Die wirtschaftliche Misere, die den Zorn der Iraner entfacht hat, ist hausgemacht. Jahrzehnte der Korruption, der Misswirtschaft und der Finanzierung von Terrororganisationen im Ausland haben ein Land ruiniert, das eigentlich zu den reichsten der Region gehören könnte. Dass Chamenei die wirtschaftlichen Forderungen der Demonstranten als „berechtigt" bezeichnete, zeigt nur, wie verzweifelt das Regime mittlerweile ist.

Die kommenden Tage werden zeigen, ob das Mullah-Regime diese Krise ĂŒbersteht – oder ob die Geschichte des Iran ein neues Kapitel aufschlĂ€gt. Die Menschen auf den Straßen von Teheran haben ihre Entscheidung bereits getroffen.

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