Kettner Edelmetalle
21.05.2026
17:55 Uhr

Stellantis dreht den Hahn zu: 800.000 Autos weniger – Europas Industrie im freien Fall

Stellantis dreht den Hahn zu: 800.000 Autos weniger – Europas Industrie im freien Fall

Es ist ein weiterer Paukenschlag aus der einst stolzen europÀischen Automobilindustrie: Der Multikonzern Stellantis, unter dessen Dach Marken wie Opel, Peugeot, Fiat, Jeep, Alfa Romeo, Maserati und Dodge versammelt sind, will bis 2030 jÀhrlich rund 800.000 Fahrzeuge weniger produzieren als bislang geplant. Wie aus Unternehmenskreisen am US-Hauptsitz in Auburn Hills verlautete, soll die Drosselung vor allem Europa treffen. Wer geglaubt hatte, die Talfahrt der Branche habe ihren Tiefpunkt bereits erreicht, wird eines Besseren belehrt.

Europa als Verlierer – Investitionen fließen woandershin

Besonders bitter: WĂ€hrend der Konzern ein Investitionsvolumen von 60 Milliarden Euro innerhalb von fĂŒnf Jahren ankĂŒndigt, profitieren von diesem Geldsegen ausgerechnet die Marken Peugeot, Fiat, Jeep und Ram. Opel, das traditionsreiche RĂŒsselsheimer AushĂ€ngeschild deutscher Ingenieurskunst, taucht in dieser erlauchten Liste schlicht nicht auf. Ein deutlicheres Misstrauensvotum gegenĂŒber dem Wirtschaftsstandort Deutschland lĂ€sst sich kaum formulieren.

Die ProduktionskapazitĂ€ten in Europa wĂŒrden zurĂŒckgefahren, hieß es lapidar aus dem Konzern. Bei den Elektroautos solle der Fokus kĂŒnftig auf kleineren und preisgĂŒnstigeren Modellen liegen – ein stilles EingestĂ€ndnis, dass das politisch verordnete Premium-Stromer-MĂ€rchen der vergangenen Jahre an der RealitĂ€t zerschellt ist. Die Verbraucher wollen schlicht keine 60.000-Euro-Akkukisten kaufen, deren Reichweite im Winter zur Lotterie wird.

22,3 Milliarden Euro Verlust – die Quittung kommt

Im Jahr 2025 fuhr Stellantis einen astronomischen Verlust von 22,3 Milliarden Euro ein, getrieben vor allem von milliardenschweren Abschreibungen. Das ist keine konjunkturelle Delle mehr, das ist ein industrielles Erdbeben. Und Stellantis ist kein Einzelfall: Auch Volkswagen hatte zuvor bereits massive KapazitĂ€tskĂŒrzungen angekĂŒndigt. Reihenweise kĂ€mpfen europĂ€ische Hersteller mit kollabierenden Absatzzahlen, wĂ€hrend chinesische Konkurrenten mit subventionierten E-Modellen den Markt fluten.

Hausgemachtes Desaster: BrĂŒssel und Berlin als TotengrĂ€ber

Wer hat das alles zu verantworten? Die Antwort liegt unbequem auf dem Tisch. Es war die ideologisch getriebene Verbrenner-Verbotspolitik der EU, das Klein-Klein deutscher Klimaregulierung und das fortgesetzte MĂ€rchen, man könne eine ganze SchlĂŒsselindustrie per Federstrich vom Verbrennungsmotor auf batterieelektrische Antriebe zwingen – ohne wirtschaftliche Verwerfungen. Die explodierenden Energiepreise, eine erdrĂŒckende BĂŒrokratie und absurde CO₂-Strafzahlungen haben den Rest erledigt. Was hier ablĂ€uft, ist die planmĂ€ĂŸige Deindustrialisierung eines ganzen Kontinents.

Die im April 2025 von der Großen Koalition unter Friedrich Merz unterzeichnete Agenda „Verantwortung fĂŒr Deutschland“ und das 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen werden an dieser Misere wenig Ă€ndern. Wer Schulden ĂŒber Generationen hinweg aufhĂ€uft, wĂ€hrend die produktive Substanz des Landes ins Ausland verlagert wird, betreibt keine Industriepolitik, sondern verwaltet den Niedergang.

Was bleibt dem BĂŒrger?

Wer in RĂŒsselsheim, Eisenach oder Kaiserslautern bei Opel und seinen Zulieferern arbeitet, muss sich nun ernsthaft fragen, wie lange sein Arbeitsplatz noch existieren wird. Die Politik verspricht Transformation, liefert aber Werksschließungen. WĂ€hrend Aktien von Automobilkonzernen krĂ€ftig schwanken und das Vertrauen in klassische Industrieaktien bröckelt, suchen kluge Anleger nach krisenfesten Alternativen.

Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben in Zeiten industrieller UmbrĂŒche und politischer Misswirtschaft schon immer ihre StĂ€rke bewiesen. Sie sind keine Versprechen auf eine kĂŒnftige Dividende, sondern realer, greifbarer Wert – unabhĂ€ngig von Konzernbilanzen, Regulierungswahn und ideologisch motivierten Industriepolitiken. Als Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen können sie ein Anker der StabilitĂ€t sein, gerade dann, wenn ganze Branchen wanken.

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