Kettner Edelmetalle
06.06.2026
15:19 Uhr

Spar-Wahn der Krankenkassen: Wenn der Rotstift bei der Organspende ansetzt

Spar-Wahn der Krankenkassen: Wenn der Rotstift bei der Organspende ansetzt

Es ist ein Treppenwitz deutscher Gesundheitspolitik: WĂ€hrend Milliarden fĂŒr alle möglichen Prestigeprojekte und ideologische Spielereien aus dem Fenster geworfen werden, soll ausgerechnet bei einem der sensibelsten Themen unserer Gesellschaft der Sparhammer geschwungen werden – bei der Beratung zur Organspende. Ein CSU-Politiker schlĂ€gt nun Alarm, und das aus gutem Grund.

Wenn Sparen am falschen Ende zum Bumerang wird

Stephan Pilsinger, stellvertretender Vorsitzender des Gesundheitsausschusses und Mann der CSU, warnt anlĂ€sslich des Tags der Organspende eindringlich vor den PlĂ€nen der eigenen Koalition. Nach seinen Worten wĂŒrde die geplante Streichung der Ă€rztlichen Abrechnungsziffer fĂŒr Organspendeberatung die ohnehin schon mageren Spenderzahlen weiter in den Keller treiben. Eine Maßnahme, mit der – so betont Pilsinger – ohnehin nur ein lĂ€cherlich geringer Betrag eingespart werden könne.

Dieser Schritt wĂŒrde die Spenderzahlen eher noch senken – die Ă€rztliche AufklĂ€rung ĂŒber das Thema Organspende faktisch unmöglich zu machen, halte er fĂŒr keine gute Idee.

Man muss sich diese Logik einmal auf der Zunge zergehen lassen: Da plant das Bundeskabinett ein Sparpaket fĂŒr die gesetzlichen Krankenkassen, und ausgerechnet jene Beratung, die womöglich Menschenleben rettet, soll dem Rotstift zum Opfer fallen. Wer so kalkuliert, hat offensichtlich jeden Sinn fĂŒr PrioritĂ€ten verloren.

Der Arzt als letzte BrĂŒcke zum schwierigen Thema

Pilsinger bringt einen Punkt auf den Tisch, der eigentlich jedem mit gesundem Menschenverstand einleuchten sollte: Gerade der persönliche Kontakt zwischen Arzt und Patient sei eine ideale Gelegenheit, die Menschen ĂŒberhaupt erst an dieses doch schwierige Thema heranzufĂŒhren. Wo sonst, wenn nicht im vertraulichen GesprĂ€ch in der Praxis, könnte ein Mensch dazu bewegt werden, sich fĂŒr eine postmortale Organspende auszusprechen und sich gleich im Register eintragen zu lassen?

Der CSU-Politiker habe das Thema koalitionsintern bereits zur Sprache gebracht und hoffe nun, dass diese unsĂ€gliche Maßnahme wieder aus dem Gesetzentwurf gestrichen werde. Bleibt zu hoffen, dass in der Großen Koalition aus Union und SPD noch genug Vernunft vorhanden ist, um diesen Unfug zu stoppen.

Symptom eines kranken Systems

Doch der eigentliche Skandal liegt tiefer. Diese Episode ist nur das jĂŒngste Beispiel dafĂŒr, wie marode das deutsche Gesundheitswesen mittlerweile ist. Die Krankenkassen Ă€chzen unter explodierenden Kosten, die BeitrĂ€ge steigen, und statt die strukturellen Probleme anzupacken, greift man zu kosmetischen Sparmaßnahmen an Stellen, an denen es richtig wehtut. Wer Milliarden fĂŒr fragwĂŒrdige Projekte hat, aber bei der Lebensrettung knausert, offenbart ein erschreckendes WerteverstĂ€ndnis.

Es bleibt die bittere Erkenntnis: In einem Land, das seine finanziellen SpielrĂ€ume durch jahrelange Misswirtschaft und ein 500-Milliarden-Schuldenpaket immer weiter einengt, wird am Ende stets dort gekĂŒrzt, wo die BĂŒrger es am wenigsten verkraften können. Sicherheit und StabilitĂ€t sehen anders aus.

Was bleibt dem BĂŒrger?

In Zeiten, in denen der Staat selbst bei elementaren Aufgaben den Sparstift ansetzt und finanzielle Planbarkeit zur Illusion wird, gewinnt eines an Bedeutung: die eigene Vorsorge. Wer sein Vermögen vor den Folgen einer ausufernden Staatsverschuldung und schleichender Inflation schĂŒtzen möchte, setzt seit jeher auf physische Edelmetalle wie Gold und Silber. Sie sind seit Jahrtausenden ein bewĂ€hrter Anker der Vermögenssicherung und gehören als sinnvolle Beimischung in jedes breit gestreute Portefeuille – unabhĂ€ngig davon, wie verantwortungslos in Berlin mit den Finanzen jongliert wird.

Hinweis der Redaktion: Dieser Beitrag gibt die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder und stellt keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Jeder Anleger ist verpflichtet, eigenstĂ€ndig zu recherchieren und trĂ€gt die Verantwortung fĂŒr seine Entscheidungen selbst.

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