Kettner Edelmetalle
22.05.2026
14:15 Uhr

Schlagabtausch bei Lanz: Ex-General zerlegt CDU-Kriegsrhetoriker Kiesewetter

Schlagabtausch bei Lanz: Ex-General zerlegt CDU-Kriegsrhetoriker Kiesewetter

Es war einer jener Fernsehmomente, in denen die ganze Hilflosigkeit der deutschen Sicherheitsdebatte schlagartig sichtbar wurde. In der ZDF-Talkshow von Markus Lanz trafen mit dem CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter und dem früheren Brigadegeneral Erich Vad zwei Männer aufeinander, deren Weltbilder kaum gegensätzlicher sein könnten. Heraus kam ein verbaler Schlagabtausch, der die tiefen Risse innerhalb des bürgerlichen Lagers über den Ukraine-Krieg schonungslos offenlegte.

Warnung vor einer Eskalation, die längst nicht mehr theoretisch ist

Vad, einst militärischer Berater von Angela Merkel und einer der wenigen Stimmen mit echter strategischer Erfahrung in deutschen Talkshows, zeichnete ein ungeschminktes Bild der Lage. Russland habe bereits öffentlich benannt, welche deutschen Firmen an der Drohnenproduktion für Kiew beteiligt seien. München sei längst als «Hotspot der Rüstungsindustrie» Teil russischer Zielplanungen geworden. Wer glaube, Deutschland könne sich Schritt für Schritt tiefer in den Konflikt hineinziehen lassen, ohne dass die Rechnung präsentiert werde, sei naiv. «Es kommt der Tag, wo sie Vergeltungsschläge auf Europa, auf Deutschland durchführen», warnte Vad. Russland sei nach wie vor die stärkste Nuklearmacht der Welt – eine Tatsache, die in Berlin gern verdrängt werde.

Kiesewetters Reflex: Mehr Waffen, mehr Konfrontation

Kiesewetter hingegen blieb seiner bekannten Linie treu. Die Ukraine schütze Deutschland und bilde sogar Bundeswehrsoldaten aus, behauptete er. Vad konterte trocken, dass Deutschland als logistisches Drehkreuz der NATO im Ernstfall zum primären Schauplatz eines europäischen Krieges würde. «Wenn es einen europäischen Krieg gibt, läuft er in unserem Land», stellte er klar. Ein Satz, der in seiner Schlichtheit erschreckender ist als jede Pressemitteilung aus dem Verteidigungsministerium.

Als Kiesewetter dem General vorwarf, er habe die Ukraine «schon vor vier Jahren aufgegeben» und das Schicksal der Menschen lasse ihn kalt, platzte Vad der Kragen. Hunderttausende Russen und Ukrainer seien gefallen, Hunderttausende junge Männer wollten sich dem Wehrdienst entziehen. Er verstehe das, denn dieser Krieg sei «eine Blutmühle, die keinen Sinn macht, weil wir keine politischen Ziele setzen!»

Wenn Realismus auf Ideologie trifft

Der entscheidende Satz des Abends fiel allerdings beiläufig: «Herr Kiesewetter, Sie wären ein super ukrainischer Verteidigungsminister.» Bissiger lässt sich kaum auf den Punkt bringen, was viele Bürger längst denken: Manche deutsche Politiker scheinen die Interessen Kiews über jene des eigenen Landes zu stellen. Während die Bundesregierung unter Friedrich Merz neue Milliardenpakete schnürt, Taurus-Debatten führt und sogar einen schnellen EU-Beitritt der Ukraine ins Spiel bringt, fragt sich der Steuerzahler zu Recht, wer eigentlich noch deutsche Interessen vertritt.

Eine Debatte, die längst überfällig war

Was bei Lanz zu beobachten war, ist mehr als nur ein Streit zweier Männer. Es ist das Aufeinanderprallen zweier politischer Schulen: hier der nüchterne Militärstratege, der die Mechanik von Eskalation kennt und vor ihr warnt; dort der politische Berufsmoralist, der jede Mahnung zur Vorsicht reflexartig als Verrat brandmarkt. Dass Kiesewetter dem General am Ende vorwarf, er schreie und sei «richtig ausser sich», passt ins Bild. Wer keine Argumente mehr hat, greift zur Pose.

Die Reaktionen der Zuschauer sprechen Bände. In den Kommentarspalten ist die Stimmung eindeutig: Die Menschen sind die Dauerbeschallung mit Kriegsrhetorik leid. Sie fragen sich, warum eine Bundesregierung, die sich selbst zur Kriegspartei erklärt, gleichzeitig glaubwürdige Vermittlerin sein könnte. Sie fragen sich, warum Friedensbewegungen, die in den 1980er Jahren noch Hunderttausende auf die Straße brachten, heute schweigen. Und sie fragen sich, ob in Berlin überhaupt noch jemand sitzt, der die Konsequenzen seiner Worte zu Ende denkt.

Vermögenssicherung in unsicheren Zeiten

Wer die Lage nüchtern betrachtet, dem dürfte klar sein: Eine Welt, in der deutsche Politiker offen über Kriegsfähigkeit sprechen, in der Industriestandorte zu militärischen Zielen erklärt werden und in der die Inflation durch ausufernde Schuldenpakete weiter angeheizt wird, ist keine Welt, in der man sich auf Papiergeld und politische Versprechen verlassen sollte. Physisches Gold und Silber haben in den letzten Jahrhunderten jede Krise, jeden Krieg und jeden Währungsschnitt überlebt. Als Beimischung zu einem breit gestreuten Vermögen bleiben Edelmetalle ein Anker der Stabilität – gerade dann, wenn Politiker wie Kiesewetter den Eindruck erwecken, sie würden lieber das Land an die Wand fahren, als ihre Position zu korrigieren.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Er gibt die Meinung unserer Redaktion auf Basis der uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Leser ist verpflichtet, eigene Recherchen anzustellen und gegebenenfalls qualifizierte Berater hinzuzuziehen. Für Anlageentscheidungen trägt jeder Anleger die alleinige Verantwortung.

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