Kettner Edelmetalle
06.07.2026
10:49 Uhr

Ramelow und die Kunst der Realitätsverweigerung: Wie ein Linken-Politiker die Gewalt von Erfurt wegredet

Ramelow und die Kunst der Realitätsverweigerung: Wie ein Linken-Politiker die Gewalt von Erfurt wegredet

Es gibt Momente in der deutschen Politik, in denen man sich verwundert die Augen reibt und fragt, ob die Verantwortlichen in derselben Realität leben wie der Rest der Bevölkerung. Der Auftritt von Bodo Ramelow, ehemaliger Thüringer Ministerpräsident und amtierender Bundestagsvizepräsident, nach den Ausschreitungen am Rande des AfD-Parteitags in Erfurt ist genau ein solcher Moment. Denn während auf den Straßen der thüringischen Landeshauptstadt Journalisten verprügelt und Polizisten verletzt wurden, verkündete der Linken-Politiker auf der Plattform X mit bemerkenswerter Kaltschnäuzigkeit, es habe schlicht keine Gewalt gegeben.

Die Frage, die zynischer kaum sein könnte

„Und wo war nun der Krawall? Das Chaos?“ – so soll Ramelow laut eigenem Beitrag rhetorisch gefragt haben, während er sich zugleich darüber beklagte, wieviel „Hass und Hetze“ er habe lesen müssen, nur weil er zuvor verkündet hatte, vom sogenannten Bündnis „Widersetzen“ werde keine Gewalt ausgehen. Man muss sich diese Chuzpe auf der Zunge zergehen lassen. Ein Mann, der eines der höchsten Ämter im deutschen Parlament bekleidet, stellt sich vor die Öffentlichkeit und tut so, als sei in Erfurt ein friedliches Kaffeekränzchen abgehalten worden.

Die Realität, die Ramelow nicht sehen will

Die nackten Zahlen der Thüringer Polizei zeichnen ein völlig anderes Bild. Bis Sonntagmittag registrierten die Beamten 65 Straftaten und 13 Ordnungswidrigkeiten. Darunter befanden sich Sachbeschädigungen, Körperverletzungen und Verstöße gegen das Versammlungsgesetz. Elf Polizisten wurden verletzt. Im Bereich Frienstedt versuchten rund 250 Personen einen Durchbruch, weshalb der Verdacht auf Landfriedensbruch im Raum steht. Die Zahl der gewaltbereiten Demonstranten schätzten die Behörden auf über 2.000 – und diese wurden nach Einschätzung der Polizei von den übrigen Teilnehmern gedeckt.

Von den Aktionen des Bündnisses Widersetzen werde keine Gewalt ausgehen – so lautete Ramelows Prophezeiung. Die Wirklichkeit machte sie binnen Stunden zur Farce.

Wenn Reporter zu Freiwild werden

Besonders erschütternd ist der brutale Übergriff auf ein Reporterteam, das lediglich seine journalistische Arbeit verrichten wollte. Am Gothaer Platz sollen die Journalisten von etwa einem Dutzend mutmaßlicher Linksextremisten körperlich attackiert worden sein. Sie seien verfolgt, zu Boden geworfen und getreten worden. Ein Reporter habe eine blutende Platzwunde am Kopf davongetragen, dazu Prellungen und Schürfwunden. Rettungssanitäter mussten eingreifen. Zuvor sollen Vermummte die Berichterstatter mit Farbe markiert haben – eine Methode, die an dunkelste Kapitel deutscher Geschichte erinnert. Und während die Fäuste flogen, hallten offenbar Rufe wie „Nazis raus“ über den Platz.

Man stelle sich für einen Moment die mediale Empörung vor, hätten Anhänger einer konservativen Bewegung ein Reporterteam derart zusammengeschlagen. Die Talkshows würden überquellen, die Leitartikel wären getränkt in gerechter Entrüstung. Doch wenn die Gewalt von links kommt, herrscht auffälliges Schweigen – oder man leugnet die Ereignisse gleich ganz, so wie es der Bundestagsvizepräsident vorexerziert.

Ein Amt, das Verantwortung verlangt

Es ist kein Randdetail, dass ausgerechnet der zweithöchste Repräsentant des Deutschen Bundestages hier die Augen verschließt. Während man der stärksten Oppositionskraft im Parlament das Amt eines Bundestagsvizepräsidenten hartnäckig verweigert, sitzt ein Politiker auf diesem Posten, der offenkundig gewalttätige Ausschreitungen kleinredet, sobald sie aus dem eigenen ideologischen Lager stammen. Diese Doppelmoral ist kein Betriebsunfall, sondern Ausdruck eines politischen Klimas, in dem mit zweierlei Maß gemessen wird.

Die zunehmende Verrohung auf deutschen Straßen und die systematische Verharmlosung linksextremer Gewalt sind Symptome einer Politik, die den Kompass verloren hat. Viele Bürger in diesem Land empfinden längst, dass der Rechtsstaat je nach politischer Gesinnung unterschiedlich streng ausgelegt wird. Wer den Angriff auf Journalisten leugnet, statt ihn ohne Wenn und Aber zu verurteilen, beschädigt nicht nur das eigene Ansehen, sondern das Vertrauen in die demokratischen Institutionen insgesamt.

Vertrauen zerbricht – Werte bleiben

Was bleibt, ist die ernüchternde Erkenntnis, dass Worte und Realität in Teilen der deutschen Politik immer weiter auseinanderklaffen. Pressefreiheit gilt offenbar nur noch für die richtigen Journalisten, Gewalt wird nur beklagt, wenn sie den passenden Absender hat. In Zeiten, in denen politisches Vertrauen bröckelt und gesellschaftliche Spaltung zunimmt, sehnen sich viele Menschen nach Beständigkeit und Verlässlichkeit. Wer die Instabilität des politischen Betriebs beobachtet, den überrascht es nicht, dass immer mehr Bürger auf krisenfeste Sachwerte wie physische Edelmetalle setzen. Gold und Silber lügen nicht, sie leugnen keine Realität und lassen sich von keiner politischen Rhetorik entwerten – eine sinnvolle Ergänzung zur Absicherung des eigenen Vermögens in unsicheren Zeiten.

Hinweis: Dieser Beitrag gibt die Einschätzung unserer Redaktion auf Grundlage der uns vorliegenden Informationen wieder und stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist für seine Entscheidungen selbst verantwortlich und sollte eigenständig recherchieren oder fachkundigen Rat einholen.

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