
Raketenhagel über Kiew: Putin schaltet in den Vernichtungsmodus – und Europa schaut tatenlos zu

Wieder eine Nacht des Schreckens über der Ukraine. Wieder einbrechende Wohnblocks, wieder Tote unter den Trümmern, wieder Kinder, die in U-Bahn-Schächten Schutz suchen, während über ihren Köpfen der Himmel brennt. Was sich in der Nacht zum Dienstag in Kiew, Dnipro und Charkiw abgespielt hat, lässt sich nicht mehr beschönigen: Russland hat den Krieg in eine neue, noch brutalere Dimension geführt. Und der Kreml macht aus seiner Eiseskälte nicht einmal ein Geheimnis.
Ein „neues Paradigma“ – die zynische Sprache der Macht
Kremlsprecher Dmitri Peskow sprach davon, der Konflikt habe „ein neues Paradigma“ erreicht. Man muss sich diese Wortwahl auf der Zunge zergehen lassen. Während unter eingestürzten Betondecken Menschen verschüttet werden, bemüht Moskau die Vokabel des Strategiezirkels. Es sei, so heißt es aus dem Kreml sinngemäß, eine angemessene Vergeltung für einen ukrainischen Drohnenschlag auf ein Studentenwohnheim im besetzten Luhansk gewesen. Kiew wiederum erklärte, das eigentliche Ziel sei eine Drohnen-Kommandozentrale gewesen. Wie immer in diesem Krieg: zwei Wahrheiten, ein gemeinsamer Nenner – das Leid der Zivilbevölkerung.
Die nackten Zahlen einer Nacht
Mindestens 18 Tote, über hundert Verletzte, darunter Kinder. In Kiew stürzte nach einem Raketeneinschlag ein Teil eines 24-stöckigen Wohngebäudes ein. Bürgermeister Vitali Klitschko sprach von sechs Toten und 66 Verletzten allein in der Hauptstadt. In Dnipro und Umgebung kamen mindestens zwölf Menschen ums Leben, 36 wurden verletzt.
Besonders perfide: In Dnipro starb ein Rettungshelfer bei einem sogenannten „Double-Tap“-Angriff – einem zweiten Schlag, der gezielt die bereits eingetroffenen Helfer treffen soll.
Wer Rettungskräfte ins Visier nimmt, hat jede Grenze der Menschlichkeit längst hinter sich gelassen. Das ist kein „Paradigma“, das ist Terror aus dem Lehrbuch.
Hyperschallraketen als Drohgebärde
Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe feuerte Russland insgesamt 656 Drohnen und 73 Raketen ab. Davon seien 602 Drohnen und 40 Raketen abgefangen worden. Unter den Geschossen befanden sich acht Hyperschallraketen vom Typ Zirkon – nach Angaben der Luftwaffe vermutlich die höchste Zahl dieser Waffen in einem einzigen Angriff. Die Zirkon soll mit neunfacher Schallgeschwindigkeit fliegen und eine Reichweite von 1000 Kilometern besitzen. Ein Signal Moskaus, das auch im Westen verstanden werden dürfte.
Polen sichert den Himmel – und Deutschland?
Bezeichnend ist, was an den Rändern dieses Krieges geschieht. Das NATO-Mitglied Polen ließ angesichts der Angriffe im Nachbarland Kampfjets aufsteigen, um den eigenen Luftraum zu sichern. Während Warschau handelt, ergeht sich Berlin weiter in jenen Sonntagsreden, die wir seit Jahren kennen. Die Patriot-Bestände, die zur Abwehr solcher Angriffe entscheidend wären, sind knapp – das ist kein Geheimnis. Die Frage, die sich jeder mündige Bürger stellen sollte, lautet: Wo bleibt die wehrhafte, handlungsfähige Außen- und Sicherheitspolitik eines Landes, das jahrelang lieber moralisierte als verteidigte?
Was bleibt: Unsicherheit als Dauerzustand
Ob Putin seinem erklärten Ziel – der Zermürbung der ukrainischen Bevölkerung – mit dieser Eskalation tatsächlich näherkommt, ist umstritten. Klar ist nur eines: Der Krieg an Europas Ostflanke ist keine ferne Schlagzeile, sondern eine reale Bedrohung für Stabilität, Wohlstand und Sicherheit des gesamten Kontinents. Jede neue Eskalation schickt Schockwellen durch die ohnehin fragilen Finanzmärkte, treibt Energiepreise und befeuert Unsicherheit.
In Zeiten, in denen Raketen über europäischen Städten fliegen und politische Verlässlichkeit zur Mangelware geworden ist, besinnen sich kluge Anleger seit jeher auf Werte, die keine Regierung per Knopfdruck entwerten kann. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als Anker in stürmischen Zeiten bewährt – als sinnvolle Beimischung eines breit gestreuten, krisenfesten Vermögens.
Hinweis der Redaktion: Dieser Beitrag gibt die Einschätzung unserer Redaktion auf Basis der vorliegenden Informationen wieder und stellt keine Anlageberatung dar. Wir betreiben keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Jeder Anleger ist verpflichtet, eigenständig zu recherchieren und trägt die Verantwortung für seine Entscheidungen selbst.










