Kettner Edelmetalle
30.03.2026
06:44 Uhr

Preisschock vorprogrammiert: Deutsche Unternehmen drehen massiv an der Preisschraube

Was viele BĂŒrger lĂ€ngst im Supermarkt, an der Tankstelle und bei der Nebenkostenabrechnung spĂŒren, wird nun auch durch harte Zahlen untermauert: Der Preisdruck in Deutschland nimmt wieder dramatisch zu. Der Ifo-Indikator fĂŒr die Preiserwartungen der Unternehmen ist im MĂ€rz auf 25,3 Punkte geklettert – nach 20,3 Punkten im Vormonat. Ein Wert, der zuletzt im MĂ€rz 2023 erreicht wurde. Die Botschaft ist unmissverstĂ€ndlich: Die Inflation kehrt mit Wucht zurĂŒck.

Energiepreise als Brandbeschleuniger

Klaus Wohlrabe, Leiter der Ifo-Umfragen, brachte es auf den Punkt: Der Preisdruck nehme wieder „spĂŒrbar zu". Als Haupttreiber identifizierte er die massiv gestiegenen Energiepreise infolge des Krieges im Nahen Osten. Rohöl, Gas, Strom – die Kosten explodieren auf breiter Front. Und wĂ€hrend die Energiekomponente in den vergangenen Monaten die Inflation noch gedĂ€mpft hatte, zeichne sich nun eine schmerzhafte Umkehr ab.

Man muss kein Wirtschaftsprofessor sein, um zu verstehen, was das bedeutet. Wenn Unternehmen mehr fĂŒr Energie bezahlen, reichen sie diese Kosten weiter – an den Endverbraucher, also an jeden einzelnen deutschen BĂŒrger. Über höhere Produktions- und Transportkosten wĂŒrden die Energiepreise „auch auf Waren und Dienstleistungen durchschlagen", so Wohlrabe. Eine Kettenreaktion, die am Ende jeden Einkaufszettel teurer macht.

BranchenĂŒbergreifende Preislawine

Besonders alarmierend ist die Breite des Preisanstiegs. In der Industrie sprangen die Preiserwartungen von 13 auf 20 Punkte – ein gewaltiger Satz. Das Baugewerbe zog mit einem Anstieg von 10 auf 20,2 Punkte nach, was angesichts der ohnehin schon katastrophalen Lage am Wohnungsmarkt wie blanker Hohn wirkt. Wer soll sich in diesem Land noch eine Wohnung leisten können, wenn selbst das Bauen immer teurer wird?

Die konsumnahen Dienstleister – also jene Branchen, die der BĂŒrger im Alltag am unmittelbarsten zu spĂŒren bekommt – erhöhten ihre Preiserwartungen von 25,1 auf satte 31,6 Punkte. Restaurants, Friseure, Handwerker: Überall wird es teurer. Auch die unternehmensnahen Dienstleister inklusive Großhandel planen hĂ€ufiger mit steigenden Preisen; hier stieg der Indikator von 24,7 auf 27 Punkte.

Was der Ifo-Indikator wirklich aussagt

Zur Einordnung: Die Punkte geben an, wie viel Prozent der Unternehmen per saldo ihre Preise erhöhen wollen. Der Saldo errechnet sich aus der Differenz zwischen dem Anteil der Unternehmen, die Preise anheben wollen, und jenem Anteil, der Preise senken möchte. Ein Wert von 25,3 bedeutet also, dass ein erheblicher Überhang an Unternehmen existiert, die ihre Preise nach oben korrigieren werden. Das Institut fragt dabei wohlgemerkt nicht nach der Höhe der geplanten PreisĂ€nderung – die tatsĂ€chliche Belastung fĂŒr die Verbraucher könnte also noch deutlich gravierender ausfallen, als die nackten Zahlen vermuten lassen.

Politisches Versagen mit Ansage

Man darf sich an dieser Stelle durchaus die Frage stellen, wie es so weit kommen konnte. Deutschland hat sich ĂŒber Jahre hinweg in eine fatale EnergieabhĂ€ngigkeit manövriert. Der ideologisch getriebene Ausstieg aus der Kernenergie, die gescheiterte Energiewende, die Zerstörung der Nord-Stream-Pipelines – all das rĂ€cht sich nun bitter. Statt einer souverĂ€nen Energiepolitik, die auf Versorgungssicherheit und bezahlbare Preise setzt, wurde dem deutschen BĂŒrger ein grĂŒnes Wunschkonzert aufgezwungen, dessen Rechnung nun auf dem Tisch liegt.

Die neue Große Koalition unter Friedrich Merz hat zwar vollmundig Besserung versprochen, doch das 500 Milliarden Euro schwere Sondervermögen – in Wahrheit nichts anderes als ein gigantischer Schuldenberg – wird die Inflation eher befeuern als bremsen. Generationen von Steuerzahlern werden die Zeche fĂŒr diese Politik begleichen mĂŒssen. Von der versprochenen Haushaltsdisziplin ist wenig ĂŒbrig geblieben.

FĂŒr den deutschen Sparer und Verbraucher bedeutet diese Entwicklung nichts Gutes. Die Kaufkraft schmilzt dahin wie Schnee in der FrĂŒhlingssonne. Wer sein Vermögen schĂŒtzen will, sollte sich ernsthaft Gedanken ĂŒber wertbestĂ€ndige Anlagen machen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich ĂŒber Jahrhunderte hinweg als verlĂ€sslicher Inflationsschutz bewĂ€hrt – gerade in Zeiten, in denen das Vertrauen in die Geldpolitik und die wirtschaftliche Kompetenz der Regierenden schwindet. Als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio können sie einen wichtigen Beitrag zur Vermögenssicherung leisten.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Anlageentscheidung sollte auf Basis eigener Recherche und gegebenenfalls nach RĂŒcksprache mit einem qualifizierten Finanzberater getroffen werden. FĂŒr Verluste, die aus Anlageentscheidungen resultieren, die auf Grundlage dieses Artikels getroffen werden, ĂŒbernehmen wir keinerlei Haftung.

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