Kettner Edelmetalle
22.05.2026
14:20 Uhr

Merz zĂŒndelt mit Europas Sicherheit: Ukraine soll zum Quasi-EU-Mitglied aufsteigen

Merz zĂŒndelt mit Europas Sicherheit: Ukraine soll zum Quasi-EU-Mitglied aufsteigen

WĂ€hrend die deutschen BĂŒrger unter explodierenden Energiepreisen, schwindelerregender Inflation und einer immer brĂŒchiger werdenden Infrastruktur Ă€chzen, hat Bundeskanzler Friedrich Merz offenbar eine neue PrioritĂ€t entdeckt: Die Ukraine soll Sonderrechte in der EuropĂ€ischen Union erhalten – und zwar so schnell wie möglich. In einem Brief an die EU-Spitze fordert der CDU-Chef einen bislang beispiellosen Status fĂŒr Kiew: eine „assoziierte Mitgliedschaft", die weit ĂŒber das bestehende Assoziierungsabkommen hinausgehen soll und – so der Kanzler wörtlich – „keine Mitgliedschaft light" sei.

Ein Sonderstatus durch die HintertĂŒr

Was hinter den blumigen Worten steckt, hat es in sich. Die Ukraine soll kĂŒnftig an Sitzungen des EuropĂ€ischen Rates und des Rates der EU teilnehmen dĂŒrfen – freilich ohne Stimmrecht, wie Merz beschwichtigend hinzufĂŒgt. Außerdem schweben dem Kanzler assoziierte Vertreter in der EU-Kommission, im EuropĂ€ischen Parlament und sogar am EuropĂ€ischen Gerichtshof vor. Eine Änderung der EU-VertrĂ€ge oder ein langwieriger Ratifizierungsprozess? Nicht nötig, meint Merz. Eine „starke politische Vereinbarung" soll genĂŒgen.

Das ist bemerkenswert. Da werden demokratische Prozesse, die fĂŒr jedes andere Beitrittsland zur EU mĂŒhsam durchlaufen werden mĂŒssen, kurzerhand abgekĂŒrzt. Demokratische HĂŒrden – lĂ€stige Beigaben, die man umschiffen kann, wenn der politische Wille groß genug ist. Wer das in einer Union, die sich selbst gerne als Hort der Rechtsstaatlichkeit prĂ€sentiert, fĂŒr unbedenklich hĂ€lt, muss sich nicht wundern, wenn das Vertrauen der BĂŒrger in die BrĂŒsseler Institutionen weiter erodiert.

Beistandsklausel als Brandbeschleuniger

Besonders explosiv ist der sicherheitspolitische Teil des Vorschlags. Merz möchte, dass sich die EU-Mitgliedstaaten politisch dazu bekennen, die Beistandsklausel nach Artikel 42 Absatz 7 des EU-Vertrags auch auf die Ukraine anzuwenden. Im Klartext: Sollte Russland die Ukraine angreifen – was es bekanntlich seit Jahren tut –, wĂ€ren die EU-Staaten zur militĂ€rischen UnterstĂŒtzung verpflichtet. Eine „substanzielle Sicherheitsgarantie" nennt der Kanzler das. Kritiker dĂŒrften es eine Einladung zum direkten Kriegseintritt nennen.

Im Gegenzug soll die Ukraine ihre Außen- und Sicherheitspolitik vollstĂ€ndig an die der EU angleichen. FĂŒr den Fall „demokratischer RĂŒckschritte" oder rechtsstaatlicher Defizite – diplomatisch formuliert fĂŒr die in Kiew grassierende Korruption – möchte Merz eine RĂŒckfall- oder Verfallsklausel einbauen. Ein nettes Feigenblatt, aber wer glaubt, dass solche Klauseln einmal aktiviert wĂŒrden, wenn die Ukraine erst einmal tief in den EU-Strukturen verwurzelt ist, der glaubt vermutlich auch noch an die Schuldenbremse.

Auch andere Kandidaten stehen Schlange

Nicht nur die Ukraine soll von dieser kreativen Auslegung des Beitrittsrechts profitieren. Auch die Republik Moldau, Albanien und Montenegro sollen nach den Vorstellungen des Kanzlers beschleunigte Integrationsmodelle erhalten – privilegierter Zugang zum Binnenmarkt, engere Einbindung in EU-Gremien, ohne dass die unbequemen Voraussetzungen einer Vollmitgliedschaft erfĂŒllt werden mĂŒssten. Die EU wird so zur WundertĂŒte, in der jeder einen Platz findet, der politisch genehm ist.

Die deutschen Interessen? Fehlanzeige

Bei alledem fragt man sich: Wo bleiben eigentlich die Interessen der deutschen Steuerzahler? WĂ€hrend Merz mit der einen Hand Milliarden an Sondervermögen aufnimmt und Generationen verschuldet, verteilt er mit der anderen Hand großzĂŒgige Beistandsversprechen an ein Land, dessen Korruptionsprobleme legendĂ€r sind und in dem westliche Hilfsgelder seit Jahren mit beeindruckender Effizienz versickern. Friedrich Merz, der vor der Wahl noch versprach, keine neuen Schulden zu machen, entpuppt sich immer mehr als Kanzler, der Außenpolitik auf Kosten der eigenen Bevölkerung betreibt.

Die Zustimmungswerte des Kanzlers sind im Keller, die Wirtschaft schwĂ€chelt, und in deutschen InnenstĂ€dten herrscht eine KriminalitĂ€tslage, die viele BĂŒrger zunehmend verzweifeln lĂ€sst. Doch statt diese drĂ€ngenden Probleme anzupacken, prĂ€sentiert sich Merz als Architekt einer neuen europĂ€ischen Sicherheitsarchitektur – mit der Ukraine als HerzstĂŒck. Ein bemerkenswertes VerstĂ€ndnis von PrioritĂ€tensetzung.

Fazit: StabilitÀt gibt es nicht auf Pump

Wer die geopolitischen Entwicklungen der letzten Jahre nĂŒchtern betrachtet, der erkennt: Unsicherheit ist zur neuen NormalitĂ€t geworden. Politische Abenteuer wie der vorgeschlagene Ukraine-Sonderstatus dĂŒrften die InstabilitĂ€t eher verstĂ€rken als verringern. In solchen Zeiten setzen vernĂŒnftige Anleger seit Jahrtausenden auf das, was Bestand hat: physische Edelmetalle wie Gold und Silber. Sie sind keine Versprechen auf Papier, keine politischen Zusagen, die mit jedem Regierungswechsel neu verhandelt werden, sondern echte Werte, die in Krisenzeiten ihre StĂ€rke beweisen. Wer sein Vermögen vor den Folgen politischer Fehlentscheidungen schĂŒtzen möchte, kommt an einer soliden Beimischung von Edelmetallen in einem breit gestreuten Portfolio kaum vorbei.

Hinweis: Die in diesem Artikel geĂ€ußerten EinschĂ€tzungen stellen die Meinung der Redaktion dar und sind keine Anlageberatung. Anlageentscheidungen mĂŒssen stets auf Basis eigener Recherchen und gegebenenfalls unter Hinzuziehung eines qualifizierten Beraters getroffen werden. Eine Haftung fĂŒr Anlageentscheidungen auf Basis dieses Artikels wird ausdrĂŒcklich ausgeschlossen.

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