Kettner Edelmetalle
19.05.2026
16:54 Uhr

Lulas Milliarden-Geschenk auf Pump: Brasiliens Sozialist verteilt Steuergeld an App-Fahrer

Während die westlichen Industriestaaten unter wachsenden Schuldenbergen ächzen, setzt Brasiliens linker Präsident Luiz Inácio Lula da Silva munter eins drauf. Am Dienstag startete der Veteran der lateinamerikanischen Linken in São Paulo ein neues Kreditprogramm mit dem klangvollen Namen „Move Aplicativos". Das Volumen ist beachtlich: Bis zu 30 Milliarden Real, umgerechnet rund fünf Milliarden Euro, sollen aus dem Staatshaushalt fließen, um App-Fahrern und Taxifahrern den günstigen Autokauf zu ermöglichen.

Subventionierte Zinsen weit unter dem Marktniveau

Die Mittel werden über die staatliche Entwicklungsbank BNDES an Geschäftsbanken weitergereicht. Finanziert werden Fahrzeuge bis zu einem Kaufpreis von 150.000 Real, also etwa 25.000 Euro. Der eigentliche Clou liegt jedoch in den Konditionen: Während der brasilianische Leitzins Selic bei satten 14,5 Prozent pro Jahr verharrt, sollen App-Fahrer monatlich lediglich 0,99 Prozent berappen, Taxifahrer gar nur 0,95 Prozent. Eine Zinsdifferenz, die irgendjemand am Ende wird zahlen müssen – nämlich der brasilianische Steuerzahler.

Reine Benzin- oder Dieselfahrzeuge sollen vom Programm ausgeschlossen werden, um den Kauf verbrauchsärmerer Modelle zu fördern. Der grüne Zeitgeist hat offenbar längst auch Südamerika erreicht – und mit ihm die Bereitschaft, dem Bürger vorzuschreiben, welches Auto er zu fahren hat.

Politisches KalkĂĽl vor Wahljahr 2026

Wer glaubt, hier handle es sich um reine Wohltätigkeit, der irrt gewaltig. Am 4. Oktober 2026 finden in Brasilien allgemeine Wahlen statt – Präsident, Kongress, Gouverneure und Bundesstaaten-Parlamente werden neu gewählt. Da kommt ein Milliardenprogramm für eine Zielgruppe von rund 2,2 Millionen Fahrern und Lieferarbeitern wie gerufen. Allein Uber zählt nach eigenen Angaben 1,4 Millionen registrierte Fahrer im Land. Eine Umfrage des Instituts Datafolha aus dem Jahr 2025 ergab, dass 87 Prozent der aktiven Uber-Fahrer in den kommenden drei Jahren ein Auto kaufen oder tauschen wollten – 88 Prozent davon auf Kredit. Ein Wählerreservoir, das man nicht ungenutzt lassen darf, wenn man im Amt bleiben möchte.

Regulierung scheitert – Wahlgeschenke kommen

Bemerkenswert ist auch der Kontext: Ein Gesetzentwurf zur Regulierung der Plattformarbeit liegt seit 2024 im Abgeordnetenhaus und kommt nicht voran. Vorgesehen wären eine eigene Kategorie als „selbständiger Plattformarbeiter", Mindestvergütung und Rentenansprüche. Doch die parlamentarische Mühle mahlt langsam. Da Lula die strukturellen Probleme nicht lösen kann, verteilt er eben Geschenke – ein altbekanntes Muster sozialistischer Politik weltweit.

Gewerkschaften kritisieren bereits die geplante Mindestschwelle von 100 Fahrten in den vergangenen zwölf Monaten als viel zu niedrig. Acht Fahrten im Monat seien in wenigen Tagen erledigt – Tür und Tor für Mitnahmeeffekte stünden weit offen. Der Verband der Fahrzeughersteller Anfavea begrüßt das Programm zwar grundsätzlich, fordert aber, importierte Fahrzeuge auszuschließen oder zu begrenzen, um die heimische Produktion zu schützen. Protektionismus trifft Subventionspolitik – eine brisante Mischung.

Was bedeutet das fĂĽr Anleger und Sparer?

Brasiliens Vorgehen ist symptomatisch für eine globale Entwicklung: Staaten verteilen Geld, das sie nicht haben, an Wählergruppen, die sie brauchen. Die Folgen sind absehbar – steigende Staatsverschuldung, Inflationsdruck und eine schleichende Entwertung der Landeswährung. Wer sein Vermögen vor solchen politischen Manövern schützen möchte, sollte über die jahrtausendealte Versicherung gegen staatliche Misswirtschaft nachdenken: physische Edelmetalle wie Gold und Silber. Sie kennen keine Notenpressen, keine Wahlkampfgeschenke und keine politischen Zinsmanipulationen. Eine sinnvolle Beimischung zu einem breit gestreuten Vermögensportfolio – gerade in Zeiten, in denen Politiker rund um den Globus die Spendierhosen anhaben.

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