Kettner Edelmetalle
22.05.2026
17:52 Uhr

Lubminer Kraftwerk vor Verschenkungs-Aktion: CDU-Kreisvertreter springen AfD-Antrag bei

Lubminer Kraftwerk vor Verschenkungs-Aktion: CDU-Kreisvertreter springen AfD-Antrag bei

Es ist ein bemerkenswerter Vorgang, der zeigt, wie weit sich die offizielle Linie der Bundes-CDU mittlerweile vom gesunden Menschenverstand vor Ort entfernt hat: Im Kreistag Vorpommern-RĂŒgen haben CDU-Vertreter mehrheitlich einem Antrag der AfD zugestimmt, der verhindern soll, dass ein stillgelegtes Kraftwerk am ehemaligen Nord-Stream-Standort Lubmin/Mukran an einen ukrainischen Betreiber abgegeben wird. WĂ€hrend in Berlin die sogenannte "Brandmauer" weiter beschworen wird, regiert in der Provinz offenbar noch die Vernunft.

Ein deutsches Kraftwerk als Geschenk ins Ausland?

Worum geht es konkret? Die Industriekraftwerk Greifswald GmbH, deren MehrheitseigentĂŒmer die bundeseigene Securing Energy for Europe GmbH (SEFE) – die frĂŒhere Gazprom Germania – ist, will eine Kraft-WĂ€rme-Kopplungsanlage am Standort Mukran an einen ukrainischen Kraftwerksbetreiber abgeben. Offiziell als "humanitĂ€re Hilfe" deklariert, soll der EmpfĂ€nger die Anlage als "Selbstabholer" bekommen. Im Klartext: Deutsche Energieinfrastruktur, finanziert letztlich vom deutschen Steuerzahler, wird verschenkt.

Die Anlage ist alles andere als ein Schrottplatz-Inventar. Berichten zufolge wird sie mit rund 84 Megawatt angegeben, die elektrische Nettonennleistung betrĂ€gt laut SEFE 38,2 Megawatt. UrsprĂŒnglich lieferte das Kraftwerk ProzesswĂ€rme fĂŒr die Einspeisung russischen Erdgases ins deutsche Fernleitungsnetz. Mit dem Sprengstoffanschlag auf die Nord-Stream-Pipelines und dem Ende der Gaslieferungen verlor die Anlage ihre Funktion. Der Betrieb wurde 2023 eingestellt.

Wer sprengte – wer profitiert?

Die Pikanterie der Geschichte erschließt sich erst beim Blick auf den Gesamtzusammenhang: Ausgerechnet jenes Land, dessen StaatsbĂŒrger nach immer dichteren Indizien fĂŒr die Zerstörung der Nord-Stream-Pipelines verantwortlich gemacht werden, soll nun das Kraftwerk, das wegen genau dieser Zerstörung stillsteht, kostenfrei ĂŒbernehmen dĂŒrfen. Statt Reparationsforderungen zu stellen, schickt Deutschland noch Geschenke hinterher. Eine Logik, die sich erschließt – wenn man die RealitĂ€tsverdrĂ€ngung deutscher Energiepolitik der letzten Jahre kennt.

Kreistag wagt, was Landtag verweigerte

Im Landtag Mecklenburg-Vorpommern war ein entsprechender Vorstoß der AfD noch gescheitert. Im Kreistag Vorpommern-RĂŒgen hingegen kippte das Stimmungsbild. Nach Berichten von Euronews und der Ostsee-Zeitung stimmten die meisten anwesenden CDU-Vertreter dem Antrag zu, eine Nachnutzung der Anlage vor Ort zu prĂŒfen. Nicht alle CDU-Kreistagsmitglieder seien anwesend gewesen, heißt es – doch die Mehrheit stand. Eine Ohrfeige fĂŒr die Berliner Parteizentrale, die ihre Mitglieder in den Regionen offensichtlich nicht mehr im Griff hat.

SEFE versuchte die Kritik bereits abzuwehren und teilte mit, eine Nutzung der Anlage in Mukran sei "aus technischen sowie wirtschaftlichen GrĂŒnden verworfen worden". Andere WĂ€rmeabnehmer habe es nicht gegeben, ein KĂ€ufer habe sich nicht gefunden. Bemerkenswert: Statt die Anlage öffentlich auszuschreiben oder einer alternativen Verwendung im Inland zuzufĂŒhren, wĂ€hlte das bundeseigene Unternehmen offenbar den direkten Weg ins Ausland.

Eine Frage des politischen Stils

WĂ€hrend Friedrich Merz und seine schwarz-rote Koalition mit historisch schlechten Umfragewerten kĂ€mpfen – 71 Prozent Unzufriedenheit laut aktuellem ZDF-Politbarometer – senden CDU-Kommunalpolitiker ein deutliches Signal: Die viel beschworene "Brandmauer" zerbröckelt dort, wo es um konkrete Sachfragen und die Interessen der eigenen BĂŒrger geht. Realpolitik nennt man das. Oder schlicht: gesunden Menschenverstand.

Dass ein Großteil der deutschen Bevölkerung kein VerstĂ€ndnis mehr dafĂŒr aufbringt, wie leichtfertig mit nationaler Infrastruktur umgegangen wird, wĂ€hrend die eigene Industrie unter Energiepreisen Ă€chzt und ArbeitsplĂ€tze ins Ausland abwandern, ist lĂ€ngst keine Randmeinung mehr. Die Frage, warum ein funktionsfĂ€higes Kraftwerk in einem Land verschenkt wird, das selbst dringend jede Megawattstunde benötigte, dĂŒrfte sich vielen BĂŒrgern stellen – zumal die zugrundeliegende Ursache, die Sprengung der Pipelines, bis heute nicht aufgeklĂ€rt und schon gar nicht juristisch verfolgt wurde.

Fazit: Vertrauen in stabile Sachwerte wÀchst

Wenn deutsche Energieinfrastruktur verschenkt wird, Pipelines gesprengt und nicht ersetzt werden, und politische Entscheidungen immer weniger nachvollziehbar erscheinen, dann wĂ€chst bei vielen BĂŒrgern das BedĂŒrfnis nach StabilitĂ€t jenseits politischer WillkĂŒr. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich ĂŒber Jahrtausende als verlĂ€sslicher Wertspeicher bewĂ€hrt – unabhĂ€ngig von politischen Moden und kurzsichtigen Entscheidungen. Wer sein Vermögen breit aufstellen möchte, findet in Edelmetallen eine sinnvolle Beimischung zu einem gesunden Anlageportfolio.

Hinweis: Die vorliegende Berichterstattung stellt keine Anlageberatung dar. Die enthaltenen EinschĂ€tzungen geben die Meinung unserer Redaktion auf Basis der vorliegenden Informationen wieder. Jeder Leser ist aufgefordert, eigene Recherchen anzustellen und Anlageentscheidungen in eigener Verantwortung zu treffen. FĂŒr individuelle Anlage-, Steuer- oder Rechtsfragen empfehlen wir die Konsultation entsprechend qualifizierter Fachberater.

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