Kettner Edelmetalle
26.11.2025
07:03 Uhr

Kupferpreis-Explosion voraus: UBS prognostiziert dramatische Verknappung am Weltmarkt

WĂ€hrend die deutsche Wirtschaft unter der verfehlten Energiepolitik der vergangenen Jahre Ă€chzt und die neue Große Koalition mit ihrem 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen die Inflation weiter anheizt, zeichnet sich am internationalen Rohstoffmarkt eine bemerkenswerte Entwicklung ab. Die Schweizer Großbank UBS hat ihre Kupferpreisprognosen deutlich nach oben korrigiert – ein Signal, das aufhorchen lassen sollte.

VersorgungsengpÀsse treiben Preise in schwindelerregende Höhen

Die Analysten der UBS sehen fĂŒr das kommende Jahr eine regelrechte Preisexplosion beim roten Metall voraus. FĂŒr MĂ€rz 2026 prognostizieren sie einen Preis von 11.500 US-Dollar pro Tonne, gefolgt von 12.000 Dollar im Juni und 12.500 Dollar im September. Den Höhepunkt soll der Kupferpreis im Dezember 2026 mit 13.000 Dollar pro Tonne erreichen. Diese Zahlen mögen abstrakt klingen, doch sie bedeuten nichts anderes als eine massive Verteuerung eines der wichtigsten Industriemetalle ĂŒberhaupt.

Was steckt hinter dieser dramatischen Entwicklung? Die Antwort liegt in einem gefĂ€hrlichen Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage. WĂ€hrend die Welt immer mehr Kupfer fĂŒr Elektrofahrzeuge, erneuerbare Energien und Rechenzentren benötigt – alles Projekte, die von der Politik mit Milliardensummen gefördert werden –, kĂ€mpft die Bergbauindustrie mit massiven Produktionsproblemen.

MinenunfÀlle und Proteste verschÀrfen die Krise

Ein tödlicher Unfall in der Grasberg-Mine von Freeport-McMoRan in Indonesien, schleppende Produktionserholung in Chile und wiederkehrende Proteste in Peru – die Liste der Störfaktoren liest sich wie ein Katastrophenbericht. Diese strukturellen VersorgungsengpĂ€sse dĂŒrften sich laut UBS bis weit ins Jahr 2026 hinziehen. Die Bank hat ihre Prognose fĂŒr das Marktdefizit drastisch nach oben korrigiert: FĂŒr 2025 rechnet sie nun mit einer Unterversorgung von 230.000 Tonnen, die sich 2026 auf erschreckende 407.000 Tonnen fast verdoppeln soll.

Diese Zahlen sollten jeden aufschrecken, der noch an die MĂ€rchen von der problemlosen Energiewende glaubt. Denn ohne Kupfer keine WindrĂ€der, keine Solaranlagen, keine Elektroautos. Die grĂŒnen TrĂ€ume der Politik könnten schnell zum Albtraum fĂŒr Industrie und Verbraucher werden, wenn die Rohstoffpreise durch die Decke gehen.

Wachsende Nachfrage trifft auf schrumpfendes Angebot

Besonders beunruhigend ist die Diskrepanz zwischen Nachfrage- und Angebotswachstum. WĂ€hrend UBS fĂŒr beide Jahre ein Nachfragewachstum von 2,8 Prozent erwartet, wurde die Prognose fĂŒr das Produktionswachstum auf magere 1,2 Prozent fĂŒr 2025 und 2,2 Prozent fĂŒr 2026 gesenkt. HauptgrĂŒnde seien sinkende Erzgehalte und operative Herausforderungen in den Minen.

Am Londoner Metallmarkt notierte Kupfer zuletzt bei ĂŒber 10.777 Dollar pro Tonne – nur etwa 500 Dollar unter dem Rekordhoch von 11.200 Dollar, das Ende Oktober erreicht wurde. An der COMEX stieg der Preis sogar um 1,1 Prozent auf 5,0215 Dollar pro Pfund, was etwa 11.070 Dollar pro Tonne entspricht.

Was bedeutet das fĂŒr Anleger?

In Zeiten, in denen die Politik mit immer neuen Schulden und Sondervermögen die Kaufkraft des Euros untergrÀbt, suchen kluge Anleger nach Alternativen. WÀhrend Kupfer zweifellos von der aktuellen Marktlage profitiert, sollten Anleger nicht vergessen, dass Industriemetalle starken Schwankungen unterliegen und von der Konjunktur abhÀngig sind.

Physische Edelmetalle wie Gold und Silber bieten hier eine bewĂ€hrte Alternative zur Vermögenssicherung. Sie sind nicht nur unabhĂ€ngig von industriellen Zyklen, sondern haben sich ĂŒber Jahrhunderte als Wertspeicher bewĂ€hrt. Gerade in Zeiten steigender Inflation und politischer Unsicherheit können sie eine sinnvolle Beimischung fĂŒr ein ausgewogenes Anlageportfolio darstellen.

"Die Kupferknappheit zeigt exemplarisch, wie fragil unsere moderne Industriegesellschaft geworden ist. Wer sein Vermögen schĂŒtzen will, sollte nicht allein auf Industriemetalle setzen."

Die aktuelle Entwicklung am Kupfermarkt ist ein Warnschuss. Sie zeigt, dass die von der Politik forcierte Transformation der Wirtschaft nicht nur teuer wird, sondern möglicherweise an ganz banalen RohstoffengpĂ€ssen scheitern könnte. WĂ€hrend Politiker von der schönen neuen Welt trĂ€umen, explodieren die Preise fĂŒr die dafĂŒr benötigten Rohstoffe. Am Ende zahlt wie immer der BĂŒrger die Zeche – durch höhere Preise und eine weiter galoppierende Inflation.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger muss seine Investitionsentscheidungen selbst treffen und trĂ€gt die volle Verantwortung fĂŒr seine Anlageentscheidungen. Wir empfehlen, sich vor jeder Investition ausreichend zu informieren und gegebenenfalls professionellen Rat einzuholen.

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