Kettner Edelmetalle
26.03.2026
13:15 Uhr

Krieg am Golf: Globale Lieferketten vor dem Kollaps – und Deutschland mittendrin

Krieg am Golf: Globale Lieferketten vor dem Kollaps – und Deutschland mittendrin

Was viele Experten seit Monaten befĂŒrchtet haben, wird nun bittere RealitĂ€t: Der Krieg gegen den Iran entwickelt sich zu einer massiven Bedrohung fĂŒr die internationalen Lieferketten. Die Rauchwolken ĂŒber dem Hafen Jebel Ali in Dubai sind dabei mehr als nur ein symbolisches Bild – sie markieren den Beginn einer neuen Ära der wirtschaftlichen Verwundbarkeit, die auch Deutschland mit voller Wucht treffen dĂŒrfte.

400 Milliarden Euro Schaden – und das ist nur die Spitze des Eisbergs

Eine gemeinsame Studie des Supply Chain Intelligence Institute Austria, des Complexity Science Hub und der TU Delft zeichnet ein erschreckendes Bild: Selbst wenn man den Export von Gas, Rohöl und Raffinerieprodukten – immerhin zwei Drittel der gesamten Ausfuhren der Golfstaaten – außen vor lĂ€sst, könnte eine Blockade der Region den internationalen Handel um 400 Milliarden Euro jĂ€hrlich schĂ€digen. Man muss sich diese Zahl auf der Zunge zergehen lassen. Vierhundert Milliarden. Ohne Energieexporte.

Studienautor Peter Klimek warnte eindringlich, eine lĂ€ngere Blockade wĂŒrde nicht nur die EnergiemĂ€rkte treffen, sondern zahlreiche globale Lieferketten unter enormen Druck setzen. HĂ€fen wie Jebel Ali in Dubai sowie die FlughĂ€fen in Doha, Abu Dhabi und Dubai – noch bis vor Kurzem unverzichtbare Drehkreuze fĂŒr deutsche Unternehmen beim Import aus Fernost – seien als Zwischenstationen kaum noch nutzbar.

Europas Logistikgiganten: Aus Schaden klug geworden?

Immerhin scheinen die europĂ€ischen Logistikkonzerne aus den Katastrophen der jĂŒngsten Vergangenheit gelernt zu haben. Die Corona-Pandemie, die das fragile Geflecht globaler Lieferketten schonungslos offenlegte, und der russische Überfall auf die Ukraine, der Europa in eine Energiekrise stĂŒrzte – diese Erfahrungen haben offenbar dazu gefĂŒhrt, dass die Branche vorgesorgt hat. Mit unterschiedlichen Strategien versuchen die Konzerne nun, die Lieferketten fĂŒr ihre Kunden aufrechtzuerhalten.

Doch wie belastbar sind diese Strategien wirklich? Die Frage drĂ€ngt sich auf, ob alternative Routen und AusweichhĂ€fen tatsĂ€chlich ausreichen, wenn eine der wichtigsten Handelsregionen der Welt im Chaos versinkt. Der Hamburger Hafenbetreiber HHLA profitiert zwar kurzfristig von Umleitungen um das Rote Meer, doch solche Umwege kosten Zeit und Geld – Kosten, die am Ende der Verbraucher tragen wird.

Die Reedereien leiden bereits

Dass die Lage ernst ist, zeigt das Beispiel Hapag-Lloyd. Die Hamburger Reederei hat bereits ihre Dividende gesenkt – ein unmissverstĂ€ndliches Signal an die MĂ€rkte. Der Iran-Krieg macht dem Unternehmen schwer zu schaffen, und es dĂŒrfte nicht das letzte sein, das unter dem Druck der geopolitischen Verwerfungen einknickt.

Deutschland: Verwundbar wie nie zuvor

FĂŒr die deutsche Wirtschaft kommt diese Krise zur denkbar ungĂŒnstigsten Zeit. WĂ€hrend die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz ein 500 Milliarden Euro schweres Sondervermögen fĂŒr Infrastruktur auf den Weg bringt – finanziert auf Pump, versteht sich –, droht von außen der nĂ€chste Schock. Die AbhĂ€ngigkeit von funktionierenden globalen Lieferketten ist fĂŒr eine Exportnation wie Deutschland existenziell. Und genau diese Ketten drohen nun zu reißen.

Man hĂ€tte es besser wissen können. Jahrelang wurde die Diversifizierung von Handelsrouten und Energiequellen verschlafen. Stattdessen vertraute man blind auf die StabilitĂ€t einer Region, die seit Jahrzehnten ein Pulverfass ist. Die Golfstaaten stehen nun vor einer veritablen Wirtschaftskrise: 40 Prozent der Ölproduktion seien eingebrochen, zahlreiche Energieanlagen beschĂ€digt. Der Finanzplatz Dubai wackelt – Kapital sei schneller weg, als man sich umdrehen könne, heißt es aus Branchenkreisen.

Edelmetalle als Fels in der Brandung

In Zeiten wie diesen zeigt sich einmal mehr, warum physische Edelmetalle wie Gold und Silber als Vermögenssicherung unverzichtbar sind. WĂ€hrend Lieferketten kollabieren, AktienmĂ€rkte nervös reagieren und WĂ€hrungen unter Druck geraten, behalten Edelmetalle ihren inneren Wert. Sie sind nicht abhĂ€ngig von funktionierenden HĂ€fen, nicht anfĂ€llig fĂŒr geopolitische Blockaden und nicht dem Risiko digitaler AusfĂ€lle ausgesetzt. Wer sein Portfolio mit physischen Edelmetallen ergĂ€nzt, schafft sich ein StĂŒck UnabhĂ€ngigkeit in einer Welt, die zunehmend aus den Fugen gerĂ€t.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Anlageentscheidung sollte auf Basis eigener, sorgfĂ€ltiger Recherche getroffen werden. Wir ĂŒbernehmen keine Haftung fĂŒr finanzielle Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Artikels getroffen werden. Konsultieren Sie im Zweifelsfall einen qualifizierten Finanzberater.

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