
Klöckner im Stasi-Knast: Wenn die Regierenden dem Volk die eigene Wahrnehmung absprechen

Es gibt Orte, die schweigen nie. Hohenschönhausen ist ein solcher Ort. Zwischen den kalten ZellenwĂ€nden im ehemaligen Stasi-GefĂ€ngnis hallt bis heute das Echo jener Menschen wider, die von einem sozialistischen Unrechtsstaat gebrochen, gequĂ€lt und ihrer Freiheit beraubt wurden. Ausgerechnet an diesem Ort, wenige Wochen vor dem 65. Jahrestag des Mauerbaus, hat sich BundestagsprĂ€sidentin Julia Klöckner (CDU) zu einer bemerkenswerten Aussage hinreiĂen lassen.
Die Botschaft von oben: Zweifel sind absurd
Nach einem Rundgang durch die GedenkstĂ€tte in Lichtenberg, bei der die SED-Opferbeauftragte Evelyn Zupke ihren Bericht ĂŒberreichte, lieĂ Klöckner keinen Zweifel an ihrer Haltung. Wer heute davon spreche, es gebe keine Meinungsfreiheit oder Deutschland nĂ€here sich einer Diktatur, Ă€uĂere âabsurdeâ Ansichten â besonders im Vergleich zu dem, was Menschen in der DDR tatsĂ€chlich erdulden mussten.
âWenn heute davon gesprochen wird, es gebe keine Meinungsfreiheit, Deutschland sei einer Diktatur nah, und solche Sachen, die man im Internet findet â das ist absurdâ, so die CDU-Politikerin sinngemĂ€Ă.
Man muss der BundestagsprĂ€sidentin in einem Punkt uneingeschrĂ€nkt beipflichten: Der Vergleich mit der brutalen SED-Diktatur, mit ihren ErschieĂungen an der Mauer, ihren Spitzeln in jeder Familie und ihren Folterkellern, verbietet sich in der Tat. Wer die heutige Bundesrepublik mit dem Terror-Apparat der Stasi gleichsetzt, verharmlost das Leid der echten Opfer. Doch genau hier liegt der wunde Punkt.
Wer definiert eigentlich, was âabsurdâ ist?
Denn es ist ein durchsichtiges rhetorisches Manöver, jede Kritik an der aktuellen politischen Lage in die NĂ€he des DDR-Vergleichs zu rĂŒcken, um sie anschlieĂend als âabsurdâ abtun zu können. Millionen BĂŒrger empfinden sehr wohl, dass sich das Klima im Land verĂ€ndert hat. Wer die unkontrollierte Migration kritisiert, wer die milliardenschwere Schuldenpolitik der GroĂen Koalition hinterfragt oder wer sich gegen ideologische Sprachvorgaben wie das Gendern ausspricht, sieht sich zunehmend an den gesellschaftlichen Rand gedrĂ€ngt.
Es geht nicht um Stasi und Stacheldraht. Es geht um die schleichende Verengung des Sagbaren, um staatlich finanzierte âMeldestellenâ, um die Verrohung des öffentlichen Diskurses gegen Andersdenkende. Wer diese berechtigten Sorgen von oben herab als âabsurdâ abkanzelt, der spricht dem eigenen Volk die FĂ€higkeit ab, seine eigene LebensrealitĂ€t zu beurteilen. Und genau diese Arroganz der Regierenden ist es, die das Misstrauen erst nĂ€hrt.
Freiheit ist nie selbstverstÀndlich
Der Besuch in Hohenschönhausen mahnt uns zu Recht, wie kostbar Freiheit ist. Doch die Lehre daraus lautet nicht, kritische Stimmen mundtot zu machen. Sie lautet vielmehr: Wachsamkeit gegenĂŒber jeder Form staatlicher Bevormundung. Wer die Erinnerung an die DDR nutzt, um heutige Kritik zu delegitimieren, betreibt selbst ein gefĂ€hrliches Spiel mit dem historischen GedĂ€chtnis.
In unsicheren Zeiten, in denen Vertrauen in Institutionen erodiert und die Kaufkraft durch eine ausufernde Schuldenpolitik dahinschmilzt, suchen viele BĂŒrger nach BestĂ€ndigkeit. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben ĂŒber Jahrhunderte bewiesen, dass sie unabhĂ€ngig von politischen Launen und ideologischen Debatten ihren Wert bewahren â ein solides Fundament fĂŒr jedes breit gestreute Vermögen.
Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Er gibt ausschlieĂlich die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Leser ist aufgefordert, eigenstĂ€ndig zu recherchieren und Entscheidungen in eigener Verantwortung zu treffen.










