Kettner Edelmetalle
11.06.2025
13:28 Uhr

Handelskrieg 2.0: Trump pokert mit China um Seltene Erden – und Deutschland schaut wieder nur zu

WĂ€hrend sich die beiden Wirtschaftsgiganten USA und China in London zu neuen HandelsgesprĂ€chen treffen, offenbart sich einmal mehr die erschreckende Bedeutungslosigkeit Deutschlands auf der weltpolitischen BĂŒhne. US-PrĂ€sident Donald Trump verkĂŒndete auf seinem Sprachrohr Truth Social eine grundsĂ€tzliche Einigung mit China ĂŒber den Abbau von ExportbeschrĂ€nkungen bei Seltenen Erden – Rohstoffe, die fĂŒr die moderne Industrie unverzichtbar sind.

Das große Pokerspiel der SupermĂ€chte

Die Verhandlungen in der britischen Hauptstadt gleichen einem hochkarĂ€tigen Pokerspiel, bei dem beide Seiten ihre TrĂŒmpfe ausspielen. China, das etwa 90 Prozent des globalen Marktes fĂŒr Seltene Erden kontrolliert, verpflichte sich laut Trump, diese strategisch wichtigen Rohstoffe an die USA zu liefern. Im Gegenzug wĂŒrden chinesische Studierende weiterhin Zugang zu amerikanischen UniversitĂ€ten erhalten – ein geschickter Schachzug Trumps, der damit Pekings Achillesferse trifft.

Der US-PrĂ€sident sprach von einem "ausgezeichneten" VerhĂ€ltnis und legte die ZollsĂ€tze fest: 55 Prozent fĂŒr Importe aus China in die USA, wĂ€hrend China nur 10 Prozent erhalte. Diese asymmetrische Vereinbarung zeige deutlich, wer in diesem Machtspiel die Oberhand behĂ€lt.

Deutschlands peinliche Abwesenheit

Besonders bitter fĂŒr Deutschland: WĂ€hrend Trump mit Finanzminister Scott Bessent und Handelsminister Howard Lutnick hochkarĂ€tige Verhandler nach London schickte und China mit Vize-MinisterprĂ€sident He Lifeng und Handelsminister Wang Wentao konterte, glĂ€nzt die Bundesrepublik durch komplette Abwesenheit. Die selbsternannte "Exportnation" Deutschland spielt in diesem globalen Wirtschaftspoker nicht einmal die Rolle des Zaungastes.

Diese Entwicklung sollte jeden aufrechten deutschen BĂŒrger alarmieren. Seltene Erden seien essentiell fĂŒr Zukunftstechnologien wie ElektromobilitĂ€t, Windkraftanlagen und Digitalisierung – alles Bereiche, in denen Deutschland einst fĂŒhrend war oder es zumindest behauptete. Nun mĂŒsse man zusehen, wie andere die Spielregeln bestimmen.

Trumps harte Gangart zeigt Wirkung

Der republikanische PrĂ€sident bewies einmal mehr sein Verhandlungsgeschick. Nachdem er zunĂ€chst mit drastischen Zollerhöhungen gedroht hatte – die Einfuhrzölle auf Stahl und Aluminium wurden bereits von 25 auf 50 Prozent verdoppelt – zwang er China an den Verhandlungstisch. Diese Politik der StĂ€rke stehe in krassem Gegensatz zur zahnlosen deutschen Diplomatie, die sich lieber in endlosen Arbeitskreisen und Gipfeltreffen verliert.

Trumps Wirtschaftsberater Kevin Hassett zeigte sich optimistisch und erwarte einen "krĂ€ftigen HĂ€ndedruck" bei den GesprĂ€chen. Die Tatsache, dass China die ExportbeschrĂ€nkungen bei Seltenen Erden lockern wolle, sei ein bedeutender Erfolg amerikanischer VerhandlungsfĂŒhrung.

Die EU als Bittsteller

WĂ€hrend Trump Fakten schafft, bettelt die EU um Gnade. EU-KommissionsprĂ€sidentin Ursula von der Leyen musste persönlich bei Trump antichambrieren, um einen Aufschub fĂŒr neue Zölle zu erbitten. Der US-PrĂ€sident gewĂ€hrte gnĂ€dig eine Verschiebung bis zum 9. Juli – nicht aus Freundschaft, sondern um der EU Zeit fĂŒr weitere ZugestĂ€ndnisse zu geben.

Die Reaktion aus BrĂŒssel sei bezeichnend: Man "bedauere zutiefst" die Zollerhöhungen und drohe halbherzig mit Gegenmaßnahmen. Diese kraftlose Rhetorik zeige, wie sehr die EU und insbesondere Deutschland ihre wirtschaftliche SouverĂ€nitĂ€t bereits eingebĂŒĂŸt hĂ€tten.

Was bedeutet das fĂŒr deutsche Anleger?

In Zeiten geopolitischer Verwerfungen und wirtschaftlicher Unsicherheit gewinnen physische Edelmetalle als Vermögensschutz zunehmend an Bedeutung. WÀhrend Papierwerte durch Handelskriege und politische Fehlentscheidungen bedroht seien, böten Gold und Silber einen realen Gegenwert, der nicht von den Launen der Politik abhÀnge.

Die aktuelle Entwicklung zeige einmal mehr: Wer sich allein auf die Weisheit der deutschen Politik verlĂ€sst, könnte am Ende mit leeren HĂ€nden dastehen. Eine vernĂŒnftige Beimischung physischer Edelmetalle zum Portfolio erscheine daher als sinnvolle ErgĂ€nzung zur Vermögenssicherung – gerade in Zeiten, in denen Deutschland wirtschaftspolitisch ins Hintertreffen gerate.

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