Kettner Edelmetalle
13.01.2026
20:18 Uhr

Grüne Wähler wollen Krieg gegen Amerika: Die absurde Militärbegeisterung der Öko-Pazifisten

Grüne Wähler wollen Krieg gegen Amerika: Die absurde Militärbegeisterung der Öko-Pazifisten

Es gibt Momente, in denen man sich fragt, ob die politische Landschaft Deutschlands noch irgendeinen Bezug zur Realität hat. Eine aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag von stern und RTL Deutschland liefert nun den nächsten Beweis für die vollständige Entrückung eines bestimmten Wählermilieus: Sage und schreibe 75 Prozent der Grünen-Anhänger befürworten einen militärischen Beistand für Dänemark, sollte es im Zuge des Grönland-Konflikts zu einer Intervention der Vereinigten Staaten kommen.

Vom Pazifismus zur Kriegsbegeisterung in Rekordzeit

Man reibt sich verwundert die Augen. Dieselbe Partei, die jahrzehntelang die Bundeswehr als Hort des Militarismus verunglimpfte, deren Anhänger zu Hunderttausenden den Wehrdienst verweigerten und die noch vor wenigen Jahren jede Erhöhung des Verteidigungsetats als Kriegstreiberei brandmarkten – diese Partei stellt nun die eifrigsten Befürworter eines bewaffneten Konflikts mit der stärksten Militärmacht der Welt. Die Ironie könnte kaum größer sein.

Insgesamt sprechen sich laut der Umfrage 62 Prozent der Bundesbürger dafür aus, dass Deutschland gemeinsam mit anderen NATO-Partnern militärisch eingreifen sollte, falls die USA auf Grönland intervenieren und Dänemark den Bündnisfall ausruft. Bei den Unionsanhängern liegt dieser Wert bei 71 Prozent, bei der SPD bei 68 Prozent. Doch die Grünen übertreffen alle mit ihren 75 Prozent Zustimmung.

Die Realitätsferne der Sofastrategen

Was diese Umfrage in erschreckender Deutlichkeit offenbart, ist die vollkommene Ahnungslosigkeit über militärische und geopolitische Realitäten. US-Präsident Donald Trump hatte zwar öffentlich bekräftigt, die Vereinigten Staaten müssten Grönland unter ihre Kontrolle bringen, und dabei auch militärischen Zwang nicht ausgeschlossen. Doch wer Trump kennt, weiß: Der Mann ist ein Dealmaker, kein Feldherr. Er generiert Verhandlungsmasse, er provoziert, er testet Grenzen aus – aber er führt keine Angriffskriege gegen NATO-Verbündete.

Grönland gehört als autonomes Gebiet zum Königreich Dänemark und verfügt über weitreichende Selbstverwaltungsrechte. Die Insel hat sogar das Recht, durch ein Referendum über ihre Unabhängigkeit abzustimmen. Sollte Trump tatsächlich ernst machen wollen, würde er vermutlich den Weg über die Grönländer selbst wählen – mit Geld, Versprechungen und wirtschaftlichen Anreizen. Bei gerade einmal 56.000 Einwohnern wäre das ein überschaubares Unterfangen.

Die militärische Realität

Doch selbst wenn man das hypothetische Szenario eines amerikanischen Angriffs auf Grönland durchspielen würde: Was genau stellen sich die kriegsbegeisterten Grünen-Wähler vor? Die USA verfügen über elf Flugzeugträger, jeder einzelne davon eine schwimmende Stadt mit mehr Kampfkraft als die meisten europäischen Armeen zusammen. Zwei Flugzeugträgerverbände vor Grönland – und Deutschland schickt was? Die Gorch Fock? Ein paar Fregatten, von denen die Hälfte ohnehin in der Werft liegt?

Hinzu kommt: Die USA unterhalten bereits seit 1951 einen Vertrag mit Dänemark, der ihnen erlaubt, auf Grönland Militärbasen zu errichten und Soldaten zu stationieren. Die Pituffik Space Base, ehemals Thule Air Base, ist seit dem Kalten Krieg ein strategischer Eckpfeiler der amerikanischen Raketenabwehr. Von einem "Überfall" kann also keine Rede sein – die Amerikaner sind längst da.

Doppelmoral in Reinkultur

Besonders pikant wird die Angelegenheit, wenn man sich die Haltung derselben Grünen-Wähler zur Verteidigung des eigenen Landes anschaut. Eine frühere Umfrage von n-tv offenbarte, dass ausgerechnet Grünen-Wähler am wenigsten bereit sind, für Deutschland zur Waffe zu greifen. Für Grönland hingegen – eine Eiswüste am anderen Ende der Welt – sollen andere in den Krieg ziehen. Die Doppelmoral ist atemberaubend.

Es ist die typische Haltung des Salon-Pazifisten: Vom warmen Sofa aus große Reden schwingen, moralische Überlegenheit demonstrieren und dann andere in den Kampf schicken. Ob die eigenen Kinder im wehrfähigen Alter sich bereits freiwillig zur Bundeswehr gemeldet haben? Man darf getrost davon ausgehen, dass die Antwort in den allermeisten Fällen "Nein" lautet.

Die vernünftige Minderheit

Erfreulich ist immerhin, dass nicht alle Deutschen dem kollektiven Wahnsinn verfallen sind. Unter AfD-Wählern lehnen 59 Prozent eine militärische Unterstützung Dänemarks ab, nur 37 Prozent befürworten sie. Auch regional zeigen sich Unterschiede: In den ostdeutschen Bundesländern liegt die Zustimmung mit 56 Prozent deutlich niedriger als im Westen mit 63 Prozent. Offenbar hat man im Osten noch ein besseres Gespür dafür, was Krieg tatsächlich bedeutet.

Die Frage, die sich stellt, ist eine grundsätzliche: Wie kann es sein, dass eine Bevölkerung, die jahrzehntelang von amerikanischem Schutz profitiert hat, nun ernsthaft erwägt, gegen eben jenen Beschützer in den Krieg zu ziehen? Die Antwort liegt wohl in der jahrelangen Gehirnwäsche durch eine Medienlandschaft, die Trump zum Leibhaftigen stilisiert hat und jeden Sinn für Proportionen verloren hat.

Ein Weckruf für die Vernunft

Deutschland täte gut daran, sich auf seine eigentlichen Probleme zu konzentrieren: eine marode Infrastruktur, eine Wirtschaft im Niedergang, explodierende Kriminalität und eine Gesellschaft, die an allen Ecken und Enden auseinanderdriftet. Stattdessen träumen grüne Sofastrategen von Schlachten in der Arktis. Es ist ein Trauerspiel, das seinesgleichen sucht.

Die 75 Prozent der Grünen-Wähler, die so tapfer für den Krieg votieren, seien herzlich eingeladen, ihre Koffer zu packen und sich beim nächsten dänischen Rekrutierungsbüro zu melden. Nur Hinflug buchen, versteht sich. Die Grönländer werden für die genetische Auffrischung sicher dankbar sein – und der Rest Deutschlands für die Ruhe.

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