Kettner Edelmetalle
15.04.2026
21:56 Uhr

Greta Thunberg flieht aus Schweden – und beschimpft ihre Landsleute als Faschisten

Greta Thunberg flieht aus Schweden – und beschimpft ihre Landsleute als Faschisten

Man muss es ihr lassen: Für dramatische Inszenierungen hatte Greta Thunberg schon immer ein bemerkenswertes Talent. Nun hat die mittlerweile 23-jährige Klimaaktivistin angekündigt, ihrer schwedischen Heimat den Rücken zu kehren. Der Grund? Zu viele „Faschisten", wie sie in einem Interview mit der linken schwedischen Zeitung Dagens ETC erklärte. Dass diese Ankündigung zufällig wenige Wochen vor dem Kinostart eines Dokumentarfilms über ihre Person erfolgt, dürfte natürlich reiner Zufall sein.

Vom Schulstreik zum Rucksack-Nomadentum

Thunberg plane künftig ein „nomadisches Leben" – aus einem Rucksack heraus, schlafend auf den Küchenböden von Freunden. Gleichzeitig absolviere sie ein Fernstudium zur Pflegehelferin und wolle dorthin gehen, wo sie „am nützlichsten" sei. Eine bemerkenswerte Wendung für jemanden, der einst von Staatschefs empfangen wurde und vor den Vereinten Nationen sprach. Vom Weltwirtschaftsforum in Davos auf den Küchenboden – man könnte es als Abstieg bezeichnen, Thunberg selbst würde es vermutlich als Befreiung verkaufen.

Besonders aufschlussreich sind ihre Aussagen zur eigenen Sicherheit. Sie fühle sich in Schweden nicht mehr „trygg" – also sicher. Todesdrohungen und permanenter Hass hätten sie zu diesem Schritt bewogen. Sie habe sogar akzeptiert, „nicht besonders lange zu leben", wolle aber trotzdem weiterkämpfen, anstatt in „falscher Bequemlichkeit" zu verharren. Worte, die zweifellos dramatisch klingen – und die man durchaus auch als geschickte Selbstinszenierung interpretieren könnte.

Die „Faschistenwelle" – oder schlicht demokratischer Wandel?

Der eigentlich brisante Kern ihrer Aussagen liegt in der Beschreibung der politischen Lage Schwedens. Thunberg spricht von einer sich ausbreitenden „fascistvåg" – einer Faschistenwelle –, die „extrem feindlich" gegenüber allen sei, „die an Empathie glauben". Was sie damit tatsächlich meint, lässt sich unschwer entschlüsseln: Schweden hat sich in den vergangenen Jahren politisch nach rechts bewegt. Die konservative Regierung unter Ulf Kristersson, gestützt von den Schwedendemokraten, hat eine deutlich restriktivere Migrationspolitik eingeschlagen und setzt auf härtere Maßnahmen gegen Kriminalität. Dass Thunberg diesen demokratisch legitimierten Kurswechsel als „Faschismus" diffamiert, offenbart ein erschreckendes Demokratieverständnis.

Es ist ein Muster, das man in ganz Europa beobachten kann: Sobald Bürger konservative Parteien wählen, sobald Gesellschaften sich auf Sicherheit, Ordnung und traditionelle Werte besinnen, wird reflexartig die Faschismus-Keule geschwungen. Dieses inflationäre Verwenden eines der schwersten politischen Vorwürfe überhaupt entwertet nicht nur den Begriff selbst, sondern verhöhnt auch die tatsächlichen Opfer faschistischer Regime.

Perfektes Timing für den Kinostart

Dass das Interview Anfang April 2026 erschien – nur wenige Wochen vor dem Kinostart des Dokumentarfilms „Strejkarna" (Die Streikenden) unter der Regie von Helena Molin – wirft Fragen auf. Der Film begleitet Thunberg und andere Fridays-for-Future-Aktivisten über mehrere Jahre. Ein besseres Marketing als eine tränenreiche Fluchtgeschichte aus dem angeblich faschistischen Schweden hätte sich kaum ein PR-Berater ausdenken können.

Die Reaktionen in den sozialen Medien fielen denn auch entsprechend aus. Ein schwedischer Kommentar bringt die Stimmung vieler auf den Punkt: „På tiden att hon lämnar Sverige" – „Höchste Zeit, dass sie Schweden verlässt." Es scheint, als hätte sich die einstige Ikone der Klimabewegung auch in ihrer Heimat gründlich unbeliebt gemacht – nicht zuletzt durch ihre zunehmend radikalen politischen Positionen und ihre Teilnahme an pro-palästinensischen Demonstrationen.

Ein Symptom unserer Zeit

Greta Thunbergs Abschied aus Schweden ist mehr als eine persönliche Entscheidung. Er ist symptomatisch für eine Generation von Aktivisten, die jeden politischen Gegenwind als existenzielle Bedrohung empfinden und jeden demokratischen Rechtsruck als Vorboten des Faschismus deuten. Statt sich der Debatte zu stellen, wird geflohen. Statt Argumente auszutauschen, werden Andersdenkende pauschal als Faschisten gebrandmarkt.

Vielleicht sollte man Thunberg zurufen, was sie selbst einst den Mächtigen der Welt entgegenschleuderte: „How dare you?" Wie können Sie es wagen, Millionen schwedischer Bürger, die schlicht eine andere politische Meinung vertreten, als Faschisten zu bezeichnen? Demokratie bedeutet eben auch, Wahlergebnisse zu akzeptieren, die einem nicht gefallen. Eine Lektion, die offenbar nicht in jedem Fernstudium gelehrt wird.

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