Kettner Edelmetalle
29.07.2025
10:36 Uhr

Goldpreis-Explosion voraus: Warum 4.000 Dollar kein Traum bleiben mĂŒssen

WĂ€hrend die FinanzmĂ€rkte derzeit von Trumps Zollpolitik und der zerbrochenen deutschen Ampel-Koalition durchgeschĂŒttelt werden, zeichnet sich am Horizont eine goldene Zukunft ab. Der Fondsriese Fidelity International prognostiziert einen Goldpreis von 4.000 Dollar bis Ende 2026 – und die Argumente dafĂŒr sind durchaus ĂŒberzeugend.

Die Fed als unfreiwilliger Goldtreiber

Ian Samson, Multi-Asset-Fondsmanager bei Fidelity, sieht zwei HauptgrĂŒnde fĂŒr die bevorstehende Goldpreis-Rallye. Der erste liegt ausgerechnet in der amerikanischen Geldpolitik begrĂŒndet. Die Federal Reserve werde gezwungen sein, die Zinsen zu senken, um die durch Trumps aggressive Zollpolitik geschwĂ€chte US-Wirtschaft zu stĂŒtzen. Ein schwĂ€chelnder Dollar und niedrigere Zinsen – das klassische Rezept fĂŒr steigende Goldpreise.

Besonders pikant: Trump selbst drĂ€nge weiterhin auf Zinssenkungen, und Fed-Chef Jerome Powell, dessen Amtszeit im Mai 2026 ende, werde wahrscheinlich durch jemanden ersetzt, der "aufgeschlossener" fĂŒr niedrigere Kreditkosten sei. Man könnte fast meinen, die amerikanische Politik arbeite unfreiwillig fĂŒr die Goldanleger.

Zentralbanken auf Goldkauftour

Der zweite Grund fĂŒr Samsons Optimismus liegt in den massiven GoldkĂ€ufen der Zentralbanken weltweit. Diese Institutionen, die jahrzehntelang Gold verschmĂ€hten, hĂ€ufen nun das Edelmetall an, als gĂ€be es kein Morgen. Ein klares Zeichen dafĂŒr, dass das Vertrauen in PapierwĂ€hrungen schwindet – besonders angesichts der explodierenden Haushaltsdefizite in den USA und anderswo.

"Vielleicht werden die Weltuntergangsszenarien, die zu Beginn des Jahres gemalt wurden, nicht eintreten, aber letztendlich steuern wir auf eine Steuer von etwa 15 % auf etwa 11 % der US-Wirtschaft zu – nĂ€mlich auf Importe", warnt Samson mit Blick auf Trumps Zollpolitik.

Historische Parallelen sprechen fĂŒr Gold

Ein Blick in die Geschichte bestĂ€tigt die optimistische Prognose. Von 2001 bis 2011 erzielte Gold eine annualisierte Rendite von 20 Prozent pro Jahr. Seit 2021 wiederholt sich dieses Muster. Samson sieht darin keineswegs eine Überbewertung, sondern vielmehr die Fortsetzung eines etablierten Bullenmarktes.

Auch Goldman Sachs teilt diese EinschĂ€tzung und prognostiziert ebenfalls eine mögliche Rallye auf 4.000 Dollar. Nur die Citigroup zeigt sich skeptisch – aber wann hat die Wall Street jemals einstimmig recht gehabt?

Deutschland im WĂŒrgegriff der Inflation

WĂ€hrend amerikanische Fondsmanager ĂŒber Goldpreise philosophieren, kĂ€mpft Deutschland mit den Folgen einer verfehlten Politik. Die neue Große Koalition unter Friedrich Merz plant ein 500 Milliarden Euro Sondervermögen fĂŒr Infrastruktur – trotz vollmundiger Versprechen, keine neuen Schulden zu machen. Diese Schuldenlast werde die Inflation weiter anheizen und kommende Generationen mit Zinszahlungen belasten.

In diesem Umfeld erscheint Gold als einer der wenigen verlÀsslichen Wertspeicher. WÀhrend die EuropÀische Zentralbank weiterhin Geld druckt und die deutsche Regierung Schulden anhÀuft, bietet physisches Gold Schutz vor der schleichenden Enteignung durch Inflation.

Der perfekte Sturm fĂŒr Goldanleger

Die Konstellation könnte fĂŒr Goldanleger kaum besser sein: Eine schwĂ€chelnde US-Wirtschaft, ein unter Druck geratender Dollar, massive ZentralbankkĂ€ufe und explodierende Staatsschulden weltweit. Dazu kommen geopolitische Spannungen im Nahen Osten und der anhaltende Ukraine-Konflikt.

Besonders bemerkenswert: Fidelity-Fonds hÀtten ihre Goldallokation teilweise von 5 auf 10 Prozent verdoppelt. Wenn institutionelle Anleger derart massiv umschichten, sollten auch Privatanleger aufhorchen.

Der aktuelle RĂŒcksetzer des Goldpreises von seinem Allzeithoch bei ĂŒber 3.500 Dollar auf derzeit 3.322 Dollar könnte sich im Nachhinein als ideale Einstiegsgelegenheit erweisen. Denn eines ist sicher: In Zeiten, in denen Regierungen weltweit die Notenpresse anwerfen und Schulden in astronomische Höhen treiben, bleibt Gold der ultimative Vertrauensanker.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger muss seine Investitionsentscheidungen selbst treffen und trĂ€gt die volle Verantwortung fĂŒr seine Anlageentscheidungen. Wir empfehlen, sich umfassend zu informieren und gegebenenfalls professionellen Rat einzuholen, bevor Anlageentscheidungen getroffen werden.

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