Kettner Edelmetalle
01.04.2025
20:51 Uhr

Goldpreis explodiert: Trump's Zollpolitik und geopolitische Krisen treiben Edelmetall auf Allzeithoch

Die Alarmglocken an den internationalen FinanzmĂ€rkten schrillen: Der Goldpreis hat am Montag erstmals in seiner Geschichte die magische Marke von 3.100 US-Dollar durchbrochen. An der Londoner Börse mussten Anleger im frĂŒhen Handel bereits knapp 3.148 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm) auf den Tisch legen - ein sattes Plus von 0,8 Prozent. Doch was steckt hinter dieser dramatischen Entwicklung?

Trumps aggressive Zollpolitik verunsichert die MĂ€rkte

Als Haupttreiber dieser bemerkenswerten Rallye kristallisiert sich die zunehmend aggressive Zollpolitik der Vereinigten Staaten heraus. Der ehemalige US-PrĂ€sident Donald Trump, bekannt fĂŒr seinen kompromisslosen FĂŒhrungsstil, verschĂ€rft den Ton und droht damit, kĂŒnftig ausnahmslos alle Staaten mit Strafzöllen zu belegen. Eine Politik, die an den FinanzmĂ€rkten fĂŒr erhebliche NervositĂ€t sorgt.

Geopolitische Spannungen heizen Goldpreis zusÀtzlich an

Doch es sind nicht nur die handelspolitischen DrohgebĂ€rden aus Washington, die den Goldpreis in die Höhe treiben. Die gescheiterten BemĂŒhungen um eine Waffenruhe in der Ukraine und die sich zuspitzende Situation im Nahen Osten, wo Israel seine MilitĂ€roperationen im Gazastreifen intensiviert, tragen ihren Teil zur Verunsicherung bei. In diesem Umfeld suchen Anleger verstĂ€rkt Zuflucht in der vermeintlich sicheren Hafenanlage Gold.

Beeindruckende Performance trotz struktureller Nachteile

Die Zahlen sprechen fĂŒr sich: Allein in diesem Jahr hat sich der Goldpreis um etwa 20 Prozent verteuert, nachdem er in den drei Jahren zuvor bereits um fast 50 Prozent gestiegen war. Diese beeindruckende Performance ist umso bemerkenswerter, als Gold im Vergleich zu anderen Anlageklassen strukturelle Nachteile aufweist - es wirft keine Zinsen ab und bringt langfristig eine geringere Rendite als beispielsweise Aktieninvestments.

Goldman Sachs sieht weiteres AufwÀrtspotenzial

Die Experten der US-Investmentbank Goldman Sachs zeigen sich fĂŒr die weitere Entwicklung des Goldpreises optimistisch. Sie haben ihre Prognose fĂŒr das Jahresende deutlich nach oben korrigiert - von 3.100 auf 3.300 Dollar. Auch Alexander Zumpfe, RohstoffhĂ€ndler bei Heraeus, sieht in der Überwindung der 3.100-Dollar-Marke ein wichtiges psychologisches Signal, das weitere KĂ€ufer anlocken könnte.

WÀhrend die AktienmÀrkte unter der aktuellen Gemengelage leiden, profitieren neben Gold auch andere als sicher geltende Anlagen wie Staatsanleihen von der gestiegenen Risikoaversion der Investoren.

Warnung vor ĂŒberzogenen Erwartungen

Trotz der aktuellen Goldeuphorie ist Vorsicht geboten. Eine Garantie fĂŒr WertstabilitĂ€t in Krisenzeiten gibt es auch bei Gold nicht. Gerade deutsche Anleger, die traditionell eine besondere Vorliebe fĂŒr das gelbe Edelmetall haben, sollten ihre Investitionsentscheidungen wohlĂŒberlegt treffen.

Hinweis: Diese Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist fĂŒr seine Investitionsentscheidungen selbst verantwortlich und sollte sich umfassend informieren. Wertentwicklungen der Vergangenheit sind keine Garantie fĂŒr zukĂŒnftige ErtrĂ€ge.

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