Kettner Edelmetalle
04.10.2025
07:12 Uhr

Gold-Experte prophezeit 4.000 Dollar: Warum das Edelmetall trotz Rekordnachfrage noch immer unterbewertet ist

WĂ€hrend die Bundesregierung mit ihrer verfehlten Wirtschaftspolitik die Inflation weiter anheizt und die BĂŒrger mit immer neuen Schulden belastet, zeigt sich am Goldmarkt eine bemerkenswerte Entwicklung. Das Edelmetall verzeichnete im September den grĂ¶ĂŸten Quartalsgewinn seit ĂŒber vier Jahrzehnten – ein deutliches Signal, dass immer mehr Anleger das Vertrauen in die PapierwĂ€hrungen verlieren.

Aakash Doshi, der als Leiter der Goldstrategie bei State Street Investment Management die Entwicklungen am Edelmetallmarkt genau beobachtet, sieht trotz der jĂŒngsten Rallye noch erhebliches AufwĂ€rtspotenzial. Seine Prognose von 4.000 Dollar pro Unze mag auf den ersten Blick gewagt erscheinen, doch die Fundamentaldaten sprechen eine deutliche Sprache.

Rekordnachfrage trifft auf unterbewerteten Markt

Die Zahlen sind beeindruckend: Allein die SPDR Gold Shares verzeichneten im September ZuflĂŒsse von 35,2 Tonnen. Doch hier kommt das Paradoxe – trotz dieser massiven Nachfrage liegen die BestĂ€nde noch immer unter den HöchststĂ€nden von 2020. Dies deutet darauf hin, dass viele Anleger die wahre Dimension der aktuellen WĂ€hrungskrise noch nicht erkannt haben.

WĂ€hrend die Große Koalition unter Friedrich Merz trotz gegenteiliger Versprechen ein 500 Milliarden Euro schweres Sondervermögen fĂŒr Infrastruktur plant und damit kĂŒnftige Generationen mit Zinslasten belastet, suchen kluge Investoren nach Werterhalt. Gold bietet hier einen entscheidenden Vorteil: Es kann nicht beliebig vermehrt werden und entzieht sich dem Zugriff der Politik.

Die Federal Reserve als unfreiwilliger Goldpreistreiber

Besonders interessant ist Doshis Analyse der US-Geldpolitik. Der Lockerungszyklus der Federal Reserve schwĂ€che den Dollar systematisch – eine Entwicklung, die Gold als GegenwĂ€hrung naturgemĂ€ĂŸ stĂ€rkt. Man könnte fast meinen, die Notenbanken arbeiteten unfreiwillig als beste Marketingabteilung fĂŒr das gelbe Metall.

"Die Rezessionsrisiken mögen gering sein, doch die wirtschaftliche Unsicherheit – einschließlich der möglichen Auswirkungen eines Shutdowns der US-Regierung – wird die AttraktivitĂ€t von Gold als sicherer Hafen weiter stĂ€rken", so die EinschĂ€tzung des Experten.

Diese Aussage gewinnt vor dem Hintergrund der aktuellen geopolitischen Spannungen zusĂ€tzlich an Gewicht. Der anhaltende Ukraine-Krieg, die dramatische Eskalation im Nahen Osten mit israelischen Angriffen auf iranische Atomanlagen – all dies sind Faktoren, die traditionell die Nachfrage nach dem Krisenmetall Gold befeuern.

VolatilitĂ€t als Chance fĂŒr kluge Anleger

Doshi rechnet durchaus mit Schwankungen auf dem Weg nach oben. Eine UnterstĂŒtzung sieht er bei etwa 3.500 Dollar etabliert. MarkteinbrĂŒche wĂŒrden seiner EinschĂ€tzung nach weiterhin KĂ€ufer anziehen – ein klassisches Muster in unsicheren Zeiten.

Interessant ist auch der Vergleich mit anderen Anlageklassen. WÀhrend Aktien von der Geldpolitik und Unternehmensgewinnen abhÀngen, ETFs oft intransparente Kostenstrukturen aufweisen und Immobilien unter steigenden Zinsen leiden, bietet physisches Gold eine zeitlose Wertaufbewahrung. Es ist kein Versprechen eines Schuldners, sondern realer Wert in Ihrer Hand.

Die unterschÀtzte Anlageklasse

Trotz der beeindruckenden Performance werde Gold von Anlegern nach wie vor zu wenig gekauft, so Doshis Analyse. Dies mag paradox klingen angesichts der Rekordnachfrage, doch im Vergleich zur Gesamtallokation in Anlageportfolios ist der Goldanteil bei den meisten Investoren verschwindend gering.

Die Geschichte lehrt uns, dass PapierwĂ€hrungen kommen und gehen, Gold aber seit Jahrtausenden seinen Wert behĂ€lt. In Zeiten, in denen die Politik mit immer neuen Schulden experimentiert und die KlimaneutralitĂ€t bis 2045 sogar im Grundgesetz verankert – was unweigerlich zu weiteren finanziellen Belastungen fĂŒhren wird –, erscheint die Beimischung von physischen Edelmetallen als vernĂŒnftige Absicherungsstrategie.

Die Prognose von 4.000 Dollar pro Unze mag ambitioniert klingen. Doch angesichts der fundamentalen Faktoren – von der lockeren Geldpolitik ĂŒber geopolitische Unsicherheiten bis hin zur strukturellen Unterbewertung – könnte sie sich als konservativ erweisen. Kluge Anleger sollten die aktuelle Situation nutzen und ĂŒber eine angemessene Beimischung physischer Edelmetalle in ihr Portfolio nachdenken.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger muss seine Investitionsentscheidungen selbst treffen und trĂ€gt die volle Verantwortung fĂŒr seine Anlageentscheidungen. Wir empfehlen, sich umfassend zu informieren und gegebenenfalls professionellen Rat einzuholen.

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